(openPR) 09.12.07 - animal 2ooo übergab am letzten Donnerstag in Brüssel fast 10.000 Petitionsunterschriften an Philippe Brunet, dem Kabinettschef des EU-Kommissars Markos Kyprianou. Die Petition richtet sich gegen die Verwendung von Mäusen bei der laufenden Prüfung von Muscheln auf Giftigkeit (Muschelmaustests).
Dr. Pedro de la Fuente, stellv. Vorsitzender von animal 2ooo - Menschen für Tierrechte Bayern e.V. äußerte bei der Übergabe die Hoffnung auf eine baldige Beendigung in der EU der barbarischen Tests von Muscheln an Mäusen, bei denen den Tieren Muschelextrakt eingespritzt und beobachtet wird, ob dies innerhalb einer bestimmten Zeit zu ihrem Tod führt.
Philippe Brunet zeigte Verständnis für das ethische Anliegen der Tierschützer, machte aber klar, dass der Ersatz sich nicht so schnell realisieren lasse. Der Muschelmaustest (offizielle Bezeichnung Mouse Bioassay) reagiere (wenn auch mit gewissen Mängeln) auf 9 verschiedene Giftgruppen und es sei undenkbar, einen alternativen Test zu finden, der ähnlich breite Aussagen liefert. Vielmehr müssten tierversuchsfreie Einzeltests entwickelt werden. Bei zwei Giftgruppen sei man schon sehr weit und er äußerte die Hoffnung, dass weitere nun dazu kämen, einerseits durch gezielt von der EU geförderte Forschung, andererseits als Nebeneffekt der durch das Chemikalientestungs-Programm der EU ‚REACH’ verstärkten Suche nach Ersatzmethoden zu Tierversuchen.
Nach der Unterschriften-Übergabe äußerte de la Fuente der Presse gegenüber: „Auch wenn es im Einzelfall nicht so effektiv ist, wie man es gerne hätte, ist es wichtig, denen in Berlin und Brüssel zu sagen, was wir denken. Im vorliegenden Fall ist die Botschaft nach meinem Empfinden klar angekommen. Wir dürfen aber nicht nachlassen.“
Hinweis: Nähere Infos zum Muschelmaustest finden sich unter
http://www.versuchstier-des-jahres.de/2006.










