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Genetischer Urintest kann die Genauigkeit der Diagnose Prostatakrebs verbessern

06.12.200716:58 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Genetischer Urintest kann die Genauigkeit der Diagnose Prostatakrebs verbessern
Pressekonferenz 05.12.07 in der Bundespressekonferenz Berlin: Genetischer Urintest kann die Genauigkeit der Diagnose Prostatakrebs verbessern. Bildquelle: Frank Ossenbrink
Pressekonferenz 05.12.07 in der Bundespressekonferenz Berlin: Genetischer Urintest kann die Genauigkeit der Diagnose Prostatakrebs verbessern. Bildquelle: Frank Ossenbrink

(openPR) Berlin, 05. Dezember 2007 - PROGENSA PCA3, der erste für Prostatakrebs spezifische genetische Test, entwickelt und vermarktet von der US-amerikanischen Firma Gen-Probe, kann die frühzeitige Diagnose des Prostatakrebses verbessern. Der Test verwendet eine innovative molekularbiologische Technologie, um die Vorhersage der Erkrankung zu verbessern.



Prof. Dr. med. Arnulf Stenzl, Ärztlicher Direktor der Uniklinik für Urologie Tübingen, Hanns-Jörg Fiebrandt, Vorsitzender der Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Berlin und Filip Rosseel, International Oncology Diagnostics, Gen-Probe, sprachen heute im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin über die möglichen Vorteile des Gen basierten Urintests.

Zurzeit werden bei Patienten mit Verdacht auf Prostatakrebs ein prostataspezifischer Antigen (PSA)-Test und anschließend eine digitale rektale Untersuchung (DRU) durchgeführt. Ein niedriger PSA-Wert schließt ein Prostatakarzinom allerdings nicht aus, er kann allerdings auch aufgrund einer Vielzahl von gutartigen Erkrankungen erhöht sein. Die endgültige Diagnosesicherung erfolgt über die Prostatabiopsie. Dabei wird bei 10–25 Prozent der Männer trotz einer negativen ersten Biopsie, ein Prostatakarzinom erst im Rahmen einer zweiten Biopsie diagnostiziert (Quelle: Seitz C, Palermo S, Djavan B. Prostate biopsy. Minerva Urol Nefrol 2003; 55(4): 205-218). Deshalb kann nach dem PSA-Test und mehreren Biopsien, eine große Unsicherheit bestehen bleiben. Um sicherzustellen, dass bei möglichst vielen Männern die Erkrankung im frühen Stadium diagnostiziert wird, ist es entscheidend, dass die diagnostischen Hilfsmittel schnelle und eindeutige Ergebnisse liefern.

Es ist zu erwarten, dass die hohe Genauigkeit des PROGENSA™ PCA3-Tests dem Urologen eine zusätzliche Entscheidungshilfe im diagnostischen Vorgehen geben wird. Vor allem besteht die Aussicht, dass der Test dazu beiträgt, bei Männern mit widersprüchlichen Ergebnissen, Wiederholungsbiopsien zu vermeiden oder diese gezielter durchzuführen.

Prof. Stenzl sieht im genetischen Urintest Chancen für eine genauere Diagnose: "Die Ergebnisse des PSA-Tests allein sind keine eindeutigen Belege für ein Prostatakarzinom und können zu unnötigen Biopsien führen. Der Gen basierte Prostatakrebstest kann die Möglichkeit einer frühzeitige Diagnose verbessern“.

Regelmäßiges Screening und eine frühe Diagnose sind der Schlüssel für die Verbesserung des Überlebens bei Prostatakrebs (Quelle: Greenwald P. A favorable view: progress in cancer prevention and screening. Recent Results. Cancer Res 2007; 174: 3-17). Die mediane Überlebenszeit bei Männern mit fortgeschrittenem Prostatakrebs beträgt etwa zwei Jahre, während 90 Prozent der Männer, deren Prostatakrebs im frühen Stadium diagnostiziert wird, mehr als 10 Jahre überleben (Quelle: American Cancer Society. Detailed Guide: Prostate Cancer. What Are the Key Statistics About Prostate Cancer? 2007). Ärzte weisen darauf hin, dass die frühzeitige Diagnose der entscheidende Faktor ist, um sicherzugehen, dass die Erkrankung bei der Mehrzahl der Männer in einem frühen (d.h. lokal begrenzten) Stadium erkannt wird. Die Variabilität und die Grenzen der derzeitigen diagnostischen Hilfsmittel einschließlich des Serum-PSA-Tests und der Biopsie führen uns jedoch immer wieder vor Augen, dass die Prostatakrebsdiagnose häufig ein komplexer Prozess sein kann, der nicht immer zu eindeutigen Ergebnissen führt.

PCA3 ist ein prostataspezifisches Gen, das bei Prostatatumoren ausgeprägt auftritt (Quelle: Bussemakers MJ, van BA, Verhaegh GW et al. DD3: a new prostate-specific gene, highly overexpressed in prostate cancer. Cancer Res 1999; 59(23): 5975-5979). Der PROGENSA™ PCA3-Test verwendet die Transcription Mediated Amplification (TMA), um gleichzeitig die Menge der mRNA von PCA3 und PSA in der Urinprobe eines Patienten quantitativ zu bestimmen. Das Ergebnis ist der „PCA3-Score“: der Quotient aus Menge der mRNA PCA3 / Menge der mRNA PSA. Je höher der PCA3-Score ist, desto wahrscheinlicher liegt ein Prostatakrebs vor (Quelle: Marks LS, Fradet Y, Deras IL et al. PCA3 molecular urine assay for prostate cancer in men undergoing repeat biopsy. Urology 2007; 69(3): 532-535). Studien haben gezeigt, dass PROGENSA™ PCA3 bei Männern, die zunächst eine negative Biopsie aufwiesen, genauer vorhersagen kann, welche dieser Männer wahrscheinlich eine positive Wiederholungsbiopsie haben werden, als ein Serum-PSA-Test allein.

„Die Einführung von PROGENSATM PCA3 in Europa ist ein Zeichen für das Engagement von Gen-Probe, neue und genauere diagnostische Hilfsmittel für den Nachweis lebensbedrohlicher Erkrankungen, wie den Prostatakrebs, zu entwickeln," sagte Henry Nordhoff, Chief Executive Officer von Gen-Probe. „Gen-Probe setzt sich mit ganzer Kraft dafür ein, Hilfsmittel für die Erkennung lebensbedrohlicher Zustände zu entwickeln. Wir sind der Überzeugung, dass der genetischen Testung bei der genauen Prostatakrebsdiagnose die Zukunft gehört, und wir sind zuversichtlich, dass der PROGENSATM PCA3-Test breit eingesetzt werden wird."

Weitere Informationen zum PCA3-Test erhalten Sie im Internet unter: www.pca3.org

Über Prostatakrebs

Die Prostata ist eine walnussförmige Drüse, die unterhalb der Harnblase und vor dem Rektum sitzt. Sie ist ein wesentlicher Teil des männlichen Fortpflanzungssystems.

Prostatakrebs ist bei Männern in Deutschland die häufigste Krebserkrankung. Jährlich werden etwa 49.000 neue Fälle diagnostiziert. Das sind ca. 22 Prozent aller neuen Krebserkrankungen bei Männern (Quelle: Robert Koch Institut (2006) Krebs in Deutschland. Häufigkeiten und Trends. 5. Auflage, Juni 2006). Trotz der in den letzten 20 Jahren verbesserten Diagnose- und Therapiemöglichkeiten des Prostatakrebses ist die Zahl der Todesfälle wegen Prostatakrebs in Deutschland annähernd gleich geblieben. Jährlich sterben in Deutschland ca. 11.577 Patienten an Prostatakrebs. Dies entspricht etwa 10 Prozent aller Todesfälle aufgrund von Krebserkrankungen bei Männern (Quelle: Statistisches Bundesamt, Deutschland).

Zukunftsgerichtete Aussagen

Alle Aussagen in dieser Pressemitteilung hinsichtlich unserer Erwartungen, Überzeugungen, Pläne, Ziele und Annahmen oder bezüglich künftiger Ereignisse oder Leistungen sind keine historischen Fakten, sondern zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind keine Leistungszusagen. Sie unterliegen bekannten und unbekannten Risiken, Unwägbarkeiten und Annahmen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse oder das Ausmaß der Wirksamkeit, Leistung oder der Erfolge erheblich von denen abweichen können, die durch irgendeine zukunftsorientierte Aussage zum Ausdruck gebracht oder impliziert wurde. Informationen zu den Risiken und Unwägbarkeiten, mit denen zu rechnen ist, sowie eine Erörterung unserer Bilanzen und Bilanzvermerke finden Sie in den Dokumenten, die wir bei der SEC eingereicht haben, einschließlich des Dokuments 10-Q für das am 30. Juni 2007 zu Ende gegangene Quartal. Wir sind in keiner Weise verpflichtet und lehnen auch ausdrücklich jegliche Verpflichtung ab, irgendeine zukunftsorientierte Aussage zu aktualisieren, um damit auf Ereignisse oder Umstände nach Erscheinen dieser Pressemitteilung oder auf das Auftreten unvorhergesehener Ereignisse einzugehen.

Pressekontakt:

F&H Porter Novelli

Dr. Michaela Paudler-Debus
Tel. +49 (0)89 121 75 310
E-Mail

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