(openPR) Programmhinweis: Samstag und Sonntag, 1/2. Dezember 2007, 21.00 Uhr und Montag 3. Dezember 16:00 und 21:00 Uhr
Es ist Wahlkampf in Russland. Harte Zeiten für Oppositionelle wie den Schachweltmeister Gari Kasparow. Nach einer Demonstration gegen den Präsidenten wurde er vier Tage lang eingesperrt. Demokratie à la Putin. Der parteilose Staatspräsident erhofft sich durch die Wahlen zum russischen Unterhaus eine weitere Stärkung der ihn unterstützenden Partei „Geeintes Russland“.
CNN Reporterin Christiane Amanpour hat die Duma-Wahl zum Anlass genommen, das System Putin vor Ort gründlich zu analysieren – obwohl solche Berichte der Staatsmacht mehr als unangenehm sind und Reporter, die an derartigen Themen arbeiten, immer wieder behindert werden. Das Urteil der Journalistin nach mehreren Recherchewochen: Die Demokratie liegt in Trümmern, Putin fungiert als autoritärer Herrscher in bester zaristischer Tradition.
Seit seinem Amtsantritt 1999 wurden unter der Regentschaft des ehemaligen KGB-Manns die demokratischen Freiheiten Stück für Stück eliminiert. Unabhängige Medien wurden zerschlagen, unliebsame Milliardäre eingesperrt oder ins Exil gezwungen. Politik-Experten befürchten, dass auch bei den anstehenden Wahlen Unregelmäßigkeiten vorprogrammiert seien. Alles andere als ein haushoher Sieg der Putin Partei „Geeintes Russland“ wäre eine Sensation, heißt es.
Es scheint fast so als bewege sich Russland nicht vorwärts in eine demokratische Zukunft, sondern zurück in die dunklen Zeiten monarchistischer Autokratie. Und an deren Spitze gebe es nur Platz für einen neuen Zaren: Wladimir Putin.
Amanpour hat in Moskau die Profiteure dieser neuen Zeit getroffen. Der hohe Ölpreis hat dem rohstoffreichen Land viel Geld in die Kassen gespült. In den Metropolen boomt der Kapitalismus und die Yuppies schwelgen im Luxus. Vorausgesetzt sie werden dabei dem Herrscher im Kreml nicht gefährlich. Viele Jugendliche hingegen verehren Putin wie einen Popstar. Auf den Treffen der Putin-Jugend „Nashi“ wird er wie der Retter des Vaterlandes gefeiert.
Die CNN Reporterin hat auch mit Menschen gesprochen, die sich widersetzen. Mit Gari Kasparov, aber auch mit stillen Helden wie Sergei Sokolow, dem Chefredakteur der Novaya Gazeta, der einzigen unabhängigen Zeitung des Landes. Eine seiner Kolleginnen hatte ihren Kampf für die Meinungsfreiheit schon mit dem Leben bezahlt: Die Untersuchungen von Anna Politskovkaya über den Krieg in Tschetschenien endeten durch die Kugeln eines Killers. Es ist gefährlich, in Putins Russland Journalist zu sein.
Laut Verfassung darf Wladimir Putin im Jahr 2008 nicht noch einmal für das Präsidentenamt kandidieren. Aber auf dem Parteitag von „Geeintes Russland“ hat er bereits verkündet, dass er nicht beabsichtigt, seine Macht abzugeben. Putins Herrschaft dürfte also noch lange nicht zu Ende sein.
CNN International zeigt „Czar Putin“
am Samstag, Sonntag, 1. und 2. Dezember 2007, jeweils um 21.00 Uhr und Montag, 3. Dezember 16:00 und 23:00 Uhr
Bernd Schwintowski
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