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"Bio" zum anfassen und probieren

26.11.200720:00 UhrEnergie & Umwelt
Bild: "Bio" zum anfassen und probieren
Dr. Franz Alt begeisterte mit seinem Vortrag seine Zuhörer. Bild/Video: ExtremNews Kai Oestreich
Dr. Franz Alt begeisterte mit seinem Vortrag seine Zuhörer. Bild/Video: ExtremNews Kai Oestreich

(openPR) Die Diskussion um den Klimawandel und die zahlreichen Fleischskandale haben mit dazu beigetragen, dass biologische Produkte und alternative Energien ihr Nischendasein mehr und mehr verlassen. So entstehen ständig neue Firmen und ländliche Betriebe, die die wachsende Nachfrage auf diesem Markt bedienen. Das führt aber auch dazu, dass die Angebote immer unübersichtlicher für die Kunden und Verbraucher werden. So stellt sich die Frage: "Was ist wirklich "Bio" und worin liegt der Unterschied?


Mittlerweile gibt es alleine in Deutschland über 100 Öko-Marken und Warenzeichen, die Ökoprodukte kennzeichnen. Neben den anerkannten Anbauverbänden, wie beispielsweise Biopark, Biokreis, Demeter, Bioland, Ecovin, Ecoland, Naturland und Gäa bieten viele Supermärkte und Reformhäuser Öko-Lebensmittel unter eigenen Handelsmarken an, wie Neuform-Bio, Füllhorn, Naturkind, Grünes Land, Bio-Bio, Alnatura oder Bio-Wertkost.
Seit September 2001 gibt es nun ein bundeseinheitliches Zeichen für Produkte, die nach den Vorgaben der EG-Öko-Verordnung produziert werden, das Bio-Siegel. Dieses Zeichen kann freiwillig verwendet werden.

Mit diesen Marken- und Warenzeichen und der daraus resultierenden Qualität wird nun von den Anbietern fleißig um die Gunst der Verbraucher geworben. Meist geschieht dies auf bisher herkömmlichem Weg über die verschiedenen Medien. Eine interessante Alternative stellen hier Messen dar, auf denen die Besucher die Produkte probieren können, um selbst den Unterschied zu erleben. Wer zum Beispiel einmal den Unterschied gegenüber einem konventionell hergestellten Lebensmittel geschmeckt und auch sich mit den Herstellungsverfahren beschäftigt hat, wird auch den höheren Preis dafür verstehen. Denn gerade der Preis war in der Vergangenheit meist das Hauptargument, warum die Menschen nicht zu einem Bioprodukt gegriffen haben. Doch mittlerweile erkennen immer mehr, dass dadurch die Umwelt geschont und die Gesundheit erhalten werden kann. So wird durch die Vermeidung der sogenannten Folgekosten das biologische Produkt sogar billiger.

Einen interessanten Ansatz, wie sich die Anbieter von biologischen Produkten und alternativen Energien gemeinsam einem großen Publikum präsentieren können, zeigte sich bei der ersten Bio-Verbrauchermesse in Hessen. Die Messe "Bio-Marktplatz Hessen" fand vom 9. bis 11. November 2007 in der Hessenhalle in Alsfeld statt. An den drei Messetagen kamen über 5.000 Besucher, um sich von dem besonderen Konzept der Kombination aus biologischen Produkten und erneuerbaren Energien, sowie mit zahlreichen Fachvorträgen und einem abwechslungsreichen künstlerischen Rahmenprogramm zu überzeugen.
Dem Messebesucher präsentierten sich neben dem Anbauverbänden Bioland, Demeter und Naturland sowie zahlreichen Biohöfen noch viele weitere interessante Anbieter, wie zum Beispiel:

Der Mustergeflügelhof Leonhard Häde mit seinem Produkt "Sonnenei". Der Name entstand durch ein neuartiges Stallprojekt, das mit modernster Photovoltaiktechnik betrieben wird. Die sich auf dem Freigelände befindlichen Schutzhütten sind mit Kollektoren in Form von Sonnensegeln versehen, die dem Stand der Sonne folgen. Gleichzeitig bieten diese Hütten den Hühnern Schutz vor natürlichen Feinden und Witterungseinflüssen.

Das Schuster Holz-Team zeigte Vollwert-Holzprodukte. Beim Vollwertholz erfolgt die Holzernte ausschließlich unter der Prämisse von Nachhaltigkeit. Hierbei wird maximal die nachwachsende Menge aus dem Wald entnommen und eine gesunde Mischung von unterschiedlich alten Bäumen angestrebt. Die Holzfällung sollte sich außerdem nach dem Jahreszyklus (Sonne) des Baumes und nach der Mondphase richten. Das Schuster Holz-Team bietet neben dem NaturKraftHaus und NaturKraftElement auch einen baubiologischen Fachmarkt mit gesunden Baustoffen an.
Die Bionade GmbH zeigte das ausschließlich biologisch hergestellte gleichnamige Getränk. Hierbei handelt es sich um eine Limonade, die durch Fermentation (Vergärung) von Malz in den Geschmackssorten Holunder, Litschi, Kräuter, Ingwer-Orange und Forte (mit zusätzlichem Calcium und Magnesium) produziert wird.

Das Biosphärenreservat Rhön zeigt, wie gut es bisher gelungen ist. unter Einbeziehung von Landwirtschaft, Naturschutz, Tourismus und Gewerbe die Vielfalt und die Qualität des Gesamtlebensraumes Rhön zu sichern. Projekte, die bisher erfolgreich umgesetzt wurden, ist beispielsweise das "Rhönschaf", eine ehemals fast ausgestorbene Schafrasse, zu einem neuen Sympathieträger für die Region - und überdies zu einem hervorragenden Landschaftspfleger zu machen. Auch regionaltypische Streuobstwiesen werden nun wieder effizient und werbewirksam zur Produktion von ökologisch wertvollen Nahrungsmitteln genutzt.
Der Bosshammersch Hof stellte die Ökokiste vor. Der Kunde bekommt hier hochwertige Lebensmittel frei Haus geliefert. So hat jeder die Möglichkeit, auch wenn er nicht mobil ist, oder auf dem Land wohnt, sich mit gesunden biologischen Lebensmitteln zu versorgen.
Ein ganz besonderes Projekt ist auch die Upländer Bauernmolkerei GmbH, die von einer Gruppe Landwirten gemeinsam mit Umweltschützern, Privat- und Geschäftsleuten 1996 gegründet wurde. Ihnen ist es durch die Gründung gelungen, die schon geschlossene örtliche Molkerei wieder mit Biomilchprodukten aufzubauen und dort über 20 neue Arbeitsplätze zu schaffen. Mittlerweile werden in diesem Betrieb Frischmilch, Buttermilch, Sahne, Sauerrahm, Schmand, Butter und Handkäse produziert, die durch die Unternehmensausrichtung hauptsächlich regional, aber auch mittlerweile zu einem kleinen Teil bundesweit ausgeliefert werden.

Lichtblick Ökostrom zeigte das neben den vier bekannten großen Stromanbietern und den zahlreichen regionalen Anbietern sowie Stadtwerken es noch weitere interessante Stromlieferanten gibt. Bei Lichtblick wird nur Strom verwendet der vollständig aus Wasserkraft, Windkraft und Biomasse erzeugt wird.
Die Martin Vollmüller GmbH zeigte als regionaler Fachbetrieb, dass auch solche Betriebe bestrebt sind, umweltfreundliche und innovative Heizsysteme zu installieren. Nachahmenswert ist die Firmenphilosophie, der Firma für Solar-, Heizungs- und Wassertechnologie, in der man sich zur Aufgabe gemacht hat, nicht nur von Treibhauseffekt, Klimakatastrophen und Smogalarm zu sprechen, sondern auch etwas dagegen zu tun und das konsequent.

Die Würz Energy GmbH will als Hersteller von Blockheizkraftwerken seinen Kunden qualitativ hochwertige Produkte anbieten und somit im Bereich der Erneuerbaren Energien einen aktiven Beitrag zur Zukunft zu leisten. Im Bereich Erneuerbare Energien ist das Unternehmen seit dem Jahr 2003 in der Photovoltaiktechnik tätig. Im Bereich Blockheizkraftwerke erstreckt sich das Know-How schon über einen Zeitraum von fast 17 Jahren.
Diese hier kurz vorgestellten Unternehmen, aber auch die anderen Aussteller, die in diesem Bericht aufgrund des Umfanges nicht erwähnt wurden, zeigen, dass sich im Bereich biologische Produkte und erneuerbare Energien sehr viel bewegt und man die Chance nutzt, um in eine positive Zukunft zu gehen. Es liegt nun an den Konsumenten, das Angebot auch wahrzunehmen...

...weiter geht es, auch mit einem Video sowie Bilder zum Bericht, unter http://www.extremnews.com/berichte/vermischtes/62a211cf0b6d413

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Pressekontakt: Thorsten Schmitt
ASPM Medien
Redaktion ExtremNews
Lauterbacher Str. 35
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Fon: +49 (0)6638-918423
Fax: +49 (0)6638-918424
Mail: E-Mail
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