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Medien und Krieg: 2. Vortrag zur Medienpädagogischen Woche

17.11.200718:10 UhrMedien & Telekommunikation

(openPR) Erlangen, 17.11.2007: Vor einem fast überfüllten Historischen Saal veranschaulichte am Donnerstag, 15.11.2007, Oberstleutnant Jürgen Rose, im Rahmen der Medienpädagogischen Woche des Instituts für Medienverantwortung, den interessierten Zuhörern, wie die Berichterstattung über Krisengebiete manipuliert wird. Jürgen Rose war Mitarbeiter der Akademie für Information und Kommunikation der Bundeswehr und verweigerte den Diensteinsatz Mitte März, nachdem deutsche Tornados für den Einsatz in Afghanistan zugelassen wurden.


Das erste Opfer im Krieg ist immer die Wahrheit! Dies belegt Rose am Beispiel der us-amerikanischen Berichterstattung. Nachweisbar müssen dort alle Journalisten, die sich in Krisengebieten mit US-Militäreinsätzen aufhalten, eine „sicherheitsrelevante“ Erklärung unterschreiben. Wer sich nicht daran hält, verliert die Zulassung oder sein Leben. Freie Berichterstattung ist nach diesen Vorgaben nicht möglich und der Journalismus wird so in die Richtung gelenkt, die die Regierung der amerikanischen Öffentlichkeit und der Weltöffentlichkeit präsentieren möchte. Unter dem Stichwort Medieneinbettung wurde im Irak-Krieg diese Methode der Informationskontrolle zunächst erfolgreich praktiziert, bis Sender wie Al-Djaezeera die beschönigenden Bilder mit deren Gegenbeispielen konterkarierten. Ob die Strategie aufgeht und ein „Mediendesaster“ wie im Vietnamkrieg verhindert werden kann, wird sich zeigen – in Zeiten des Internet.
Medien werden als „Kriegswaffe“ eingesetzt, so Rose. Das Militär speist Journalisten mit eigenen Berichten und Videoaufnahmen bei Pressekonferenzen, PR-Agenturen werden gezielt eingesetzt und auch bewusste Falschmeldungen verbreitet. Der bekannteste Fall ist wohl die Lügenstory einer PR-Agentur, die im Golfkrieg 1991 den Kriegseinsatz mit „Greueltaten“ irakischer Soldaten rechtfertigte. Jedoch wurden nie kuwaitische Babys aus Brutkästen gerissen und zu Boden geschleudert
Nach dem Vortrag ging Jürgen Rose auf die aktuelle Situation in Deutschland genauer ein. Viele Parallelen ließen sich erkennen und vergleichbare Strategien in Bezug auf die antiiranische Kriegspropaganda ausmachen. Dabei stellte Rose ernüchternd fest, dass Objektivität natürlich nicht von Journalisten alleine hergestellt werden könne sondern es die Aufgabe aller Mediennutzer sei, sich kritisch mit dem Dargebotenen auseinander zu setzen.
Die medienpädagogische Woche wird vom IMV in Kooperation mit der vhs Erlangen veranstaltet und widmet sich in diesem Jahr dem Thema „MedienManipulation“. Am 19.11.2007 endet die Veranstaltungsreihe mit einer Podiumsdiskussion von Medienvertretern (dpa, WDR, Nürnberger Nachrichten) und Bürgern (DirektDemokratie), die sich der Frage stellen, wie man mit gezielten Manipulationsversuchen umgehen kann. Die Veranstaltungsreihe wird unterstützt vom Erlanger Friedensbündnis, dem Dritte Welt Laden sowie der Grünen Liste und findet am Montag, 19.11. um 19.30 Uhr im Großen Saal der vhs in der Friedrichstraße 19-21 statt.

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