(openPR) Raphaela Keller, Steuergruppenmitglied der Plattform EduCare und Obfrau der Berufsgruppe von Kindergarten- und HortpädagogInnen Wiens (BKHW) sowie Sprecherin des Dachverbandes der Berufsgruppen der KindergartenpädagogInnen (ÖDKH) zeigt sich erfreut über die derzeitige Linie der Bundesregierung, Eltern mit Kindern sowie Kindergarteneinrichtungen verstärkt zu fördern, weist aber gleichzeitig darauf hin, dass bei diesem gesellschaftspolitischen Schwerpunkt einiges zu beachten sei.
Dass die Sprachförderung auch aus politischer Sicht im Kindergarten angesiedelt wird, ist durch den im Kindergarten schon seit jeher erprobten und praktizierten gesicherten Dreiklang aus Bildung, Erziehung und früher Förderung ideal.
Bundesregierung, Parlament und Institutionen - wie die Pädagogischen Hochschulen - sollten vor allem auch in den Belangen der Sprachstandsfeststellung und vorschulischen Sprachförderung - eng mit den SpezialistInnen der Frühpädagogik kooperieren, um optimale Regelungen/Curricula für alle Beteiligten zu gewährleisten. Die Plattform EduCare steht dafür mit ihrer Kompetenz und ihrem Netzwerk gerne zur Verfügung.
"Der Ausbau der Kindergartenplätze für unter 3-Jährige ist wichtig, da spätestens mit der neuen Kindergeldregelung der Bedarf an außerfamiliären Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für unter 3-Jährige steigen wird. Bei all der Notwendigkeit von Quantität ist es besonders wichtig, auf die entsprechende Qualität zu achten!", betont Keller.
Elementare und außerschulische Bildungseinrichtungen erfordern Standards
PädagogInnen-Kind-Schlüssel, Kinderanzahl, Gruppengröße, Bewegungsräume drinnen und draußen, Vor- und Nachbereitungszeit, Personalerfordernisse und Mindestkriterien der Ausstattung gehören zu den pädagogischen Strukturbedingungen, die ein bundeseinheitlicher Mindeststandard bezüglich der Qualität vorgeben soll (auch für Kinder mit besonderen Bedürfnissen).
'In Kinderkrippen, Kindergärten, Horten, Kinderbetreuungsgruppen, bei Tagesmüttern/-vätern oder selbstverwalteten/elternverwalteten Kindergruppen muss es eine Selbstverständlichkeit sein, dass die Kinder für ihre Entwicklung genügend Raum, Zeit und höchste Qualität in der pädagogischen Bildung und Begleitung zur Verfügung gestellt bekommen", so Keller.
Die Plattform EduCare hat den EntscheidungsträgerInnen für alle genannten Kriterien detaillierte Vorschläge in den 'Grundlagen für ein Bundesrahmengesetz zur Qualitätssicherung in elementaren und außerschulischen Bildungseinrichtungen' unterbreitet.
'Kinder brauchen für Ihre Entwicklung viel an Raum und Zeit!', stellt Keller fest. Österreichweite Mindeststandards für die Größe der Gruppenräume sind ebenso unverzichtbar wie Mindeststandards für die Öffnungszeiten: elementare und außerschulische Bildungseinrichtungen sollen Öffnungszeiten haben, die dem Bedarf ganztägig erwerbstätiger Eltern entsprechen! Dabei müssen die entwicklungs- und altersbedingten Bedürfnisse der Kinder vorrangig die Gestaltung der Einrichtungen bestimmen: also Förderung im kindlich-überschaubaren Umfeld bieten.
Auch die Verbesserung der Ausbildung der KindergartenpädagogInnen - im Speziellen auch im frühkindlichen Bereich - ist unbedingt notwendig. "Die Plattform EduCare fordert schon seit Langem die Anhebung der Ausbildung zur KindergartenpädagogInnen auf Hochschul- oder Universitätsebene", hebt Keller hervor. Bis dahin sollten zumindest bundeseinheitliche Weiterbildungsmaßnahmen für KindergartenpädagogInnen durch die Pädagogischen Hochschulen angeboten werden.
Um die Qualität im Kindergarten zu sichern, bedarf es der Entwicklung eines Bildungsplans auch für unter 3-Jährige, wobei Wien eine VorreiterInnenrolle übernehmen könnte. Das Ziel muss aber ein einheitlicher Bildungsplan für ganz Österreich sein. "Ein Bundesrahmengesetz, das verbindliche Mindeststandards für ganz Österreich festlegt, ist für die Sicherung der Qualität in der Elementarpädagogik besonders wünschenswert", betont Keller.
"Damit Qualität und Quantität im Sinne unserer Kinder Hand in Hand gehen, bleibt noch viel zu tun", fasst Keller den Standpunkt der Plattform EduCare zusammen und bekräftigt: 'Die Plattform EduCare steht dafür mit ihrer Kompetenz und ihrem Netzwerk gerne zur Verfügung!"
Plattform EduCare
Raphaela Keller
Mitglied der Steuergruppe der Plattform EduCare
Telefon: +43 (699) 19220503
E-Mail:
Web: http://www.Plattform-EduCare.org
Die Plattform EduCare ist eine Arbeitsgemeinschaft aus Vertreterinnen und Vertretern von Institutionen, Interessengemeinschaften und TrägerInnenorganisationen aus dem Bildungsbereich sowie von Pädagoginnen und Pädagogen.









