(openPR) Selbstmedikation ist wichtiger denn je! Rezeptfrei heißt nicht unwirksam
Frankfurt am Main, den 25. Oktober 2007 - Es gibt wohl kaum jemanden, der nicht von der Gesundheitsreform betroffen ist. Seit Januar 2004 dürfen so gut wie keine rezeptfreien Arzneimittel mehr zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen verschrieben werden. Die Folgen spüren wir alle, denn wir müssen für unsere Gesundheitsversorgung immer tiefer in die eigene Tasche greifen. Hinzu kommt, dass diese Präparate zunehmend als unwirksam oder unwichtig angesehen werden, da sie von den Kassen nicht bezahlt werden. Die Initiative „Pro Selbstmedikation“ will dazu beitragen, über die Bedeutung der Selbstmedikation weitreichend aufzuklären.
Es ist ein - auf den ersten Blick vielleicht nicht ganz unkompliziert wirkender - Fachbegriff, der für die eigenverantwortliche Behandlung ohne ärztliche Verordnung steht. Gemeint ist die „Selbstmedikation“, von der sicherlich jeder schon einmal etwas gehört hat. Aktuelle Befragungen haben gezeigt, dass heute bereits mehr als 60% der Patientinnen und Patienten bei leichteren bzw. nicht so schwerwiegenden Beschwerden auf den Gang zum Arzt verzichten und sich selbst helfen: mit rezeptfreien Arzneimitteln aus der Apotheke.
So lobenswert dieses Engagement ist - ganz freiwillig hat sich die Bereitschaft dazu nicht ergeben.
Es gibt nämlich kaum jemanden, der nicht von der Gesundheitsreform betroffen ist. Denn - seit Januar 2004 dürfen Ärztinnen und Ärzte aus Kostengründen so gut wie kein rezeptfreies Arzneimittel mehr verschreiben. Für die Patienten bedeutet dies unter dem Strich nichts anderes, als dass sie den größten Teil der Präparate, die früher noch von ihrer gesetzlichen Kasse erstattet wurden, nun selbst bezahlen müssen. Darunter fallen übrigens auch fast alle pflanzlichen Arzneimittel.
Die Deutsche Gesundheitshilfe hat sich zu dieser Situation im Rahmen ihrer Aufklärungsaktionen bereits mehrfach kritisch zu Wort gemeldet, da die optimale persönliche Gesundheitsversorgung in unserem Land mehr und mehr vom eigenen Geldbeutel abhängig gemacht wird. Hinzu kommt eine Entwicklung, die ebenfalls mit Besorgnis zu beobachten ist: Ein zunehmender Teil der Bevölkerung setzt „nicht von der Kasse bezahlt“ mit „nicht so wirksam“ oder sogar „unwichtig“ gleich.
Dabei ist hinlänglich belegt, dass rezeptfreie apothekenpflichtige Präparate in ihren Anwendungsgebieten oftmals nicht weniger wirksam sind als die verschreibungspflichtigen. Sie sind nur deshalb rezeptfrei erhältlich, weil sie in der Regel - aufgrund geringerer Nebenwirkungen - gut verträglich sind und ihre Verwendung somit auch ohne ärztliche Verordnung als unbedenklich und daher sicher gilt.
Mit der ins Leben gerufenen Initiative „Pro Selbstmedikation“ (unter dem Motto: „Wie helfen wir uns selbst?“) will die Deutsche Gesundheitshilfe in den nächsten Monaten durch gezielte Aktivitäten darauf aufmerksam machen, wie bedeutend die Selbsthilfe für jeden von uns ist. Dies betrifft ganz besonders auch den so wichtigen Bereich der Vorsorge. So sind beispielsweise die Mineralstoffe „Zink“ oder „Calcium“ nicht deshalb unwichtig, nur weil sie von den Kassen nicht oder nur in Ausnahmefällen bezahlt werden. Im Gegenteil, ein langjähriger Mangel - und damit ein „Mangel an Vorsorge“ - kann zu schwerwiegenden Gesundheitsstörungen führen.
Doch Vorsicht: auch die Selbstmedikation - und das gilt sogar für pflanzliche Präparate - ist nicht grundsätzlich frei von Risiken und Nebenwirkungen. Die Deutsche Gesundheitshilfe empfiehlt daher, sich immer beim Arzt oder in der Apotheke beraten zu lassen. Hier erfahren Patientinnen und Patienten alles, was sie über die jeweilige Anwendung und deren Grenzen wissen müssen.
Wer mehr über die Welt der Selbstmedikation erfahren möchte, kann bei der Deutschen Gesundheitshilfe viele wertvolle Gesundheitsinformationen kostenlos anfordern. Eine Übersicht mit Abrufschein erhalten Interessierte gegen einen mit EUR 0,55 frankierten und an sich selbst adressierten Rückumschlag (DIN lang) bei: Deutsche Gesundheitshilfe, Stichwort „Pro Selbstmedikation“, Postfach 940303, 60461 Frankfurt am Main.
Wahlweise auch gerne per E-Mail unter








