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Wirtschaftstag 2007 der Volksbanken Raiffeisenbanken

(openPR) Vernetzt und innovativ zum Erfolg

Frankfurt, 24. Oktober 2007 - Vernetzt mit Großunternehmen und offen für En-gagements auf Zukunftsmärkten sowie in Spitzentechnologien: Auf diese Wei-se können mittelständische Unternehmen von der Globalisierung profitieren. Dies ist eine der Erkenntnisse des Wirtschaftstags 2007 der Volksbanken und Raiffeisenbanken, an dem mit José Manuel Barroso erstmals der Präsident der EU-Kommission teilnahm.



Viele der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) seien „hidden champi-ons“, lobte Barroso. Die Politik könne diese Betriebe unterstützen, „indem wir man-ches tun – und manches lassen“. Daher habe es sich die Kommission zum Ziel ge-setzt, die Bürokratie bis zum Jahr 2012 um 25 Prozent zu reduzieren. Der EU-Kommissionspräsident forderte, den europäischen Binnenmarkt um eine weitere Freiheit zu ergänzen: „Wir brauchen jetzt die Freizügigkeit des Wissens“. Nach Über-zeugung Barrosos bedarf jeder Markt bestimmter Wettbewerbsregeln. Daher sei der Sieg der EU-Kommission im Streit mit Microsoft so wichtig gewesen. Zurückhaltend äußerte sich Barroso zu einer möglichen Integration der Türkei in die EU: „Wir haben beschlossen, mit der Türkei faire Verhandlungen aufzunehmen. Wir haben nicht au-tomatisch die Vollmitgliedschaft vereinbart“.

Zuvor hatten Professor Dr. Elmar Altvater (Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin) und Professor Dr. Hans-Werner Sinn (Präsident des IFO-Instituts) kontrovers über die richtigen Antworten auf die Herausforderung durch die Globalisierung diskutiert. Vom „Ende des Kapitalismus, wie wir ihn kennen“ sprach Altvater. Er plädierte für die Einführung von Mindestlöhnen. IFO-Präsident Sinn hält dies für den falschen Weg. Nach seiner Ansicht entsteht derzeit ein Weltar-beitsmarkt, auf dem sich die Einkommensunterschiede in den nächsten Jahrzehnten einebnen werden.

Zu den Profiteuren der Globalisierung gehört der Zukunftsmarkt Indien. Die dortige Wirtschaft wuchs in den vergangenen Jahren im Schnitt um über neun Prozent. Der indische Generalkonsul Ajit Kumar bezeichnete die Volkswirtschaft seines Landes gar als „Avantgarde“. Investoren sollten sich aber gut vorbereiten und ihre Hausaus-gaben machen, stellte Dr. Atul K. Gupta fest. Der indische Inhaber der Düsseldorfer GECgroup nannte Bürokratie und Korruption als noch immer vorhandene Probleme seines Landes. Zu denen, die Lehrgeld in Indien zahlen mussten, gehört Rudolf Wei-ler, geschäftsführender Gesellschafter der Norderstedter Digisound-Electronic GmbH. Sein Unternehmen kaufte vor mehreren Jahren eine komplette Fabrik in In-dien und übernahm alle 350 Mitarbeiter. Was er nicht wusste: Arbeiter können in In-dien kaum gekündigt werden. Dennoch hält er das asiatische Land für einen interes-santen Investmentstandort.

Nicht um wirtschaftliche Himmelsstürmer, sondern um die reale Raumfahrt ging es in der Gesprächsrunde „Aufbruch zu den Sternen – Innovationsmotor Raumfahrt“. Der deutsche Astronaut Thomas Reiter erklärte ferner den konkreten Nutzwert der Ver-suche auf der ISS. Sie lieferten unter anderem wichtige Erkenntnisse zur Behand-lung von Herz- und Gleichgewichtsproblemen. Für den Mittelstand birgt die Raum-fahrt interessante Chancen, ist Udo Brüning überzeugt. Der Geschäftsführer des Centrums für Satellitennavigation Hessen (cesah) appellierte an mittelständische Un-ternehmen, ihre Kreativität einzubringen. „Wer könnte das besser als diese flexiblen Betriebe?“

Im Mittelpunkt der letzten Gesprächsrunde standen unternehmerische Leitbilder für eine Weltwirtschaft im Umbruch. Joe Kaeser, Finanzvorstand der Siemens AG, be-tonte den Stellenwert der Bildung für den Erfolg auf den Märkten: „Der Kampf um Innovationen beginnt bereits in den Klassenzimmern“. Der Siemens-Vorstand sprach sich dafür aus, den politischen Reformprozess fortzuführen und sich von der günstigen Konjunkturlage nicht blenden zu lassen.

Burkhard Bovensiepen berichtete über die Firmenkultur in dem von ihm geführten Unternehmen Alpina (Buchloe): „Wir haben seit Bestehen unserer Firma noch nie jemanden betriebsbedingt entlassen. Der Betriebsrat hat sich mangels Widerstand der Geschäftsleitung aufgelöst“. Der designierte Vorstandschef der Bertelsmann AG, Hartmut Ostrowski, ist überzeugt, als Führungskraft eine Vorbildfunktion übernehmen zu müssen. „Wir sollten Präsenz und Interesse an den Mitarbeitern zeigen“, sagte der Manager.

Ihr Ansprechpartner bei Rückfragen:
Dr. Volker Hetterich
Genossenschaftsverband Frankfurt e.V.
62 – Marketing und Öffentlichkeitsarbeit
Wilhelm-Haas-Platz
63263 Neu-Isenburg/Zeppelinheim-Ost

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