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Wirtschaftstag 2009 der Volksbanken und Raiffeisenbanken

(openPR) Trichet für Mentalitätswechsel in der Finanzbranche

Frankfurt, 15. Oktober 2009 – Welche Lehren sind aus der Finanzkrise zu ziehen? Die 2.500 Teilnehmer am Wirtschaftstag der Volksbanken und Raiffeisenbanken hörten es aus berufenem Mund: Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, forderte, die Banken müssten sich wieder auf ihre traditionelle Rolle konzentrieren und der Realwirtschaft finanzielle Dienstleistungen anbieten. Dies sei allerdings nur möglich, wenn in der Finanzwirtschaft ein Mentalitätswechsel stattfinde.



Das Vertrauen kehre allmählich in die Wirtschaft zurück, sagte der Ökonom Professor Dr. Ulrich van Suntum. Die Exportindustrie profitiere nach einem tiefen Fall von der Belebung auf den Auslandsmärkten, betonte der geschäftsführende Direktor des Centrums für angewandte Wirtschaftsforschung (Münster). Notwendig seien nun Korrekturen im Bereich der Unternehmenssteuern. „Vernünftig wäre jetzt die vollständige Abschaffung der Erbschaftsteuer“. Der hessische Ministerpräsident Roland Koch zeigte sich überzeugt, dass die neue Koalitionsregierung die Steuern senken und die kalte Progression mildern werde. Dafür müsse man an anderer Stelle sparen.

Der Vorstandsvorsitzende der Vattenfall Europe AG, Tuomo Hatakka, plädierte vehement für eine breite Diversifikation bei der Energieerzeugung. Erneuerbare Energien allein reichten nicht aus. „Wir bleiben in den kommenden Jahren von fossilen Brennstoffen abhängig“.

Professor Albert Speer, geschäftsführender Gesellschafter der AS&P GmbH, äußerte sich zum Thema des Wirtschaftstags „Unterwegs in eine neue Welt – Menschen und Märkte im Zeitalter der Megacitys“. Der renommierte Städteplaner machte anhand von konkreten Beispielen die unterschiedlichen Herausforderungen deutlich. Die Lebensqualität dürfe nicht der Technik untergeordnet werden. Professor Speer stellte den Gästen des Wirtschaftstages seine Planungen für die City der nigerianischen Stadt Abujas vor.

„Rund 70 Prozent aller interkontinentalen Verbindungen gehen vom Flughafen Frankfurt aus“, begründete der neue Vorstandsvorsitzende der Fraport AG, Dr. Stefan Schulte, die Notwendigkeit des Airport-Ausbaus. Allerdings habe man die Realisierung des geplanten Terminals 3 als Folge der Wirtschaftskrise um zwei bis drei Jahre aufgeschoben. Der Flughafen profitiere von seiner zentralen Lage in Europa und seiner Anbindung zum Beispiel an das Hochgeschwindigkeitsnetz der Bahn. Bis zum Jahr 2050 werde die Zahl der Bürger in Deutschland um acht bis zwölf Millionen sinken, prognostizierte Dr. Reiner Klingholz, Direktor des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung. Junge Menschen würden Regionen mit alten Strukturen verlassen und auch dann nicht zurückkehren, wenn in diese Gegenden weiterhin Fördermittel flössen.

Ob in Megacitys oder auf dem Land – manche Träume sind unabhängig vom jeweiligen Umfeld. Komplizierte Nobeluhren gehören dazu. Solche Produkte fertigt Gerd-Rüdiger Lang, Gründer und Inhaber der Chronoswiss Uhren GmbH bei München. Lang erzählte den Gästen des Wirtschaftstages seine erstaunliche Geschichte: Mit 37 Jahren verlor er seinen Job, sah als Uhrmacher keine Chance mehr und wollte Zahntechniker werden. Er wählte eine Alternative – Lang machte sich selbstständig und baut seither Spitzen-Uhren.

Welche Erwartungen hat Martin Kind, geschäftsführender Gesellschafter der KIND Hörgeräte GmbH & Co. KG bei Hannover, an die neue Bundesregierung? „Es darf nicht sein, dass kleine und mittelständische Betriebe immer stärker belastet werden, weil sie nicht abhauen können. Der Staat darf uns nicht die Luft zum Atmen nehmen“, mahnte der Unternehmer.

Mit sehr pointierten Denkanstößen beendete Bischof Dr. Wolfgang Huber, Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, den Wirtschaftstag. Nach der Krise dürfe es kein „Business as usual“ geben.

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