(openPR) Verwaltungsrationalisierung mittelständischer Unternehmen überfällig / „Kostensparen pur“ scheitert / Stelleninhaber für Neues fit machen!
Hamburg, 08.10.2007 – Finanzabteilungen mittelständischer Unternehmen sind oft „überbesetzt“: Rund die Hälfte der hier Beschäftigten ist noch mit hinfällig gewordenen Routinen befasst. In vielen Finanzabteilungen sind inhaltliche wie personelle Veränderungen überfällig. Während Stellen für neue Aufgaben zu schaffen und zu besetzen sind, haben aktuelle Stelleninhaber künftig auch dann gute Beschäftigungschancen, wenn sie für die neuen Herausforderungen fit sind. Unternehmen wie Beschäftigte sind dabei gefordert.
Bernhard von Treuenfels, geschäftsführender Gesellschafter der seit 1999 auf Finance und Controlling spezialisierten gleichnamigen Personalberatung, erklärt:
„Während mittelständische Unternehmen vor allem in Produktion und Logistik die Hausaufgaben erledigt und ihre Prozesse durchlässiger und schlanker gemacht haben, sind die Verwaltungsfunktionen bislang weitestgehend unangetastet geblieben. Einen Buchhalter braucht man seit jeher, da gibt es keine Diskussion. Das Finanz- und Rechnungswesen zu analysieren und neu auszurichten, wie es Großunternehmen längst tun, findet vielerorts einfach noch nicht statt. Dort herrscht Beratungsresistenz in Sachen Verwaltungsrationalisierung.
Ein ‚herkömmlicher’ Buchhalter vor allem in kleinen und mittleren Firmen ist auf sein meist überaltertes System fixiert, mit Modernisierungen sieht er seine Tätigkeit bedroht. Besonders die moderne Unternehmenssoftware führt zu einem Rollenwechsel: Früher hat ein Buchhalter z.B. Abschreibungen selbst ausgerechnet, nun sind zusätzlich Controlling-like Überwachungs- und Steuerungsfunktionen gefragt. Natürlich muss er nicht nur das ERP-System beherrschen, sondern auch sein betriebswirtschaftliches Handwerkzeug, denn die Entscheidung über die richtigen Abschreibeformeln etwa nimmt ihm das System auch künftig nicht ab.
Wenn nun Verwaltungsbereiche auf den Prüfstand kommen, sind auch in mittelständischen Unternehmen kontinuierliche Verbesserungen entscheidend, anstelle puren Kosteneinsparungen hinterher zu hecheln. Es gibt gescheiterte Versuche, etwa den Leiter Finanz- und Rechnungswesen einfach ‚einzusparen’ und an seiner Stelle verbliebene Sachbearbeiter direkt an die Geschäftsleitung berichten zu lassen. Diese sind häufig damit schlicht überfordert und können weder das gewachsene Arbeitsvolumen, noch zusätzliche neue Aufgaben lösen.
Diese neuen Aufgaben erwachsen Entwicklungen etwa in der IT oder mit der Globalisierung der Weltwirtschaft. Beispielsweise wird auch im Mittelstand in spätestens ein, zwei Jahren Know-how zu internationalen Rechnungslegungsstandards (IAS/IFRS) vorausgesetzt sein. Und schon heute sind Finanzexperten im internen wie externen Rechnungswesen als kommunikative Moderatoren gefragt.
In den Verwaltungsabteilungen mittelständischer Unternehmen sind also die Zeiten der fast erblichen, kommoden Jobsicherheit vorbei. Wer hier arbeitet und seine Beschäftigungschancen wahren will, muss für die neuen Aufgaben fit sein. Entsprechende, marktorientierte Weiterbildung ist Aufgabe für Unternehmen und Beschäftigte gleichermaßen.“














