(openPR) Der Leiter des chinesischen Staatlichen Hauptamts für Qualitätskontrolle und Quarantäne Li Changjiang und die EU-Verbraucherschutzkommissarin Meglena Kuneva möchten ihre Zusammenarbeit bei der Qualitätsgarantie der gegenseitig ausgeführten Produkte, sowie beim Verbraucherschutz verstärken. Economiesuisse-Präsident und FDP-Nationalrat Gerold Bührer erklärte nach seinem Besuch in China, dass die „Swissness“ – die Schweizer Qualität – verkauft werden konnte.
André Berghoff, Geschäftsführer der Swiss China Consulting GmbH, beantwortet fünf aktuelle Fragen zum Thema Qualitätsstandards in China. Welche Qualitätsstandards sind für europäische Unternehmen von besonderer Wichtigkeit?
Mit dem Beitritt Chinas zur WTO wurden die bestehenden Zertifizierungssysteme CCIB und CCEE in der „China Compulsory Certification“ (CCC) zusammengefasst. Beim Import vieler Erzeugnisse nach China und beim Export aus China ist diese CCC-Zertifizierung erforderlich.
Woher weiss ich, ob mein Produkt zertifizierungspflichtig ist?
Von der Zertifizierungspflicht sind derzeit 135 Produkte in 20 Produktkategorien betroffen. So sind beispielsweise neben elektrischen Anlagen, medizinischen Geräten, Haushaltsgeräten neuerdings auch Spielwaren in diesen Produktkatalog aufgenommen worden. Sicherheit über die Zertifizierungspflicht der Produkte erhält man durch eine Anfrage beim China Quality Certification Centre. Es empfiehlt sich einen Berater hinzuzuziehen, denn durch Ausnahmen von der Regel können die betroffenen Unternehmen viel Zeit und Geld sparen. Eine Prüfung des individuellen Sachverhalts ist daher ratsam.
Ist diese Zertifizierung auch in der Schweiz oder Deutschland möglich?
Ein Unterschied gegenüber Zertifizierungen anderer Länder ist, dass in China keine ausländischen Prüfgesellschaften akkreditiert sind, weshalb die Prüfung in chinesischen Labors durchgeführt werden muss. Falls für die Produkte jedoch Zertifikate über die Einhaltung von bestimmten EU-Normen existieren, können diese Zertifikate unter Umständen umgeschrieben werden.
Mit welchem Aufwand ist bei der Zertifizierung zu rechnen?
Zertifizierungen sind langwierig und teuer. Derzeit ist mit einer Bearbeitungszeit von drei bis sieben Monaten zu rechnen. Die Kostenübernahme sollte daher unbedingt im Kaufvertrag geregelt sein. Bei einer Befreiung von der Zertifizierung ist zudem darauf zu achten, dass diese für jeden Typ bzw. jede Baureihe einzeln in chinesischer Sprache beantragt werden muss.
Wie geht China mit anderen Standards, z.B. im Umweltschutz um?
Am 1. März ist das so genannte „China-RoHs“ bzw. „Administration on the Control of the Pollution caused by Electronic Information Products“ (ACPEIP) zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten in Kraft getreten. In einer ersten Stufe ist die Produktkennzeichnung, die Offenlegung von Inhaltsstoffen und die Kennzeichnung von Verpackungsmaterial geregelt. In der zweiten Stufe folgen dann Stoffverbote und Nachweise über Labortests. Die betroffenen Stoffe und Grenzwerte sind identisch mit der europäischen RoHS, allerdings sind in der ACPEIP keine Ausnahmen zugelassen. Erste Verbote werden voraussichtlich ab 2008 erlassen.
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Pressekontakt: André Berghoff
Der chinesische Markt lockt seit Jahren mit positiven Zukunftsaussichten, günstigen Produktions- standorten und einem riesigen Absatzmarkt. Viele Unternehmen profitieren inzwischen von den sehr gut ausgebildeten Arbeitskräften, um im Rahmen der Forschung und Entwicklung Fortschritte zu machen.
Doch der Einstieg ist behaftet mit Schwierigkeiten für deren Lösung es fachkundige Unterstützung benötigt, die mit den unterschiedlichen Anforderungen in China und der Schweiz vertraut ist.












