(openPR) „Der für die Kontrollen zuständige Medizinische Dienst der Krankenkassen sollte für Kriterien wie medizinische Versorgung, Pflegequalität, Ernährungssituation, soziale Betreuung, Druckgeschwürprophylaxe Noten vergeben und die dann eventuell zu einer Gesamtnote fürs Heim zusammenziehen“, so der Gesundheitsexperte Lauterbach in einem Interview mit dem Tagesspiegel, das von Ingo Bach geführt wurde.
In dem Interview äußert sich Lauterbach über die Brennpunkte in der aktuellen Debatte um die Pflege, ihre Zustände und die Reform, warnt aber gleichzeitig davor, dass man derzeit die in den Pflegeheimen beschäftigten Mitarbeiter beschimpft.
„Diese sind zum Teil hochmotiviert und erledigen ihre Arbeit, so gut sie können. Dass die Pflegequalität trotzdem noch zu oft inakzeptabel ist, liegt sehr häufig an schlechten Managern. Dabei handelt es sich häufig um Quereinsteiger, etwa aus der Kommunalpolitik, oder um ehemalige Pflegekräfte ohne Führungsqualifikation. In den seltensten Fällen werden Heime von gut ausgebildeten professionellen Managern geleitet“ so Lauterbach in dem Interview.
Quelle: Tagesspiegel >>> Zum Interview >>> http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Fragen-des-Tages;art693,2384038
Kurze Anmerkung (L. Barth):
Das Statement muss auf den ersten Blick ein wenig verwundern. Zumindest aus der Sicht der betroffenen Berufsgruppe und ihrer Verbände sei eine nachhaltige Professionalisierung festzustellen.Gleichwohl weist Lauterbach mit seinem Hinweis in die richtige Richtung: auch der SVR hat erst kürzlich in seinem vorgestellten Gutachten angemerkt, dass der Professionalisierungs- und Akademisierungsprozess in der Pflege durchaus begrüßenswert ist, gleichwohl aber die Erkenntnisse einer nachhaltigen Umsetzung von der Theorie in die Praxis bedürfen. Für diesen Wissenstransfer zeichnet insbesondere das Management verantwortlich.











