(openPR) Suyoen Kim und Sara Koch gestalten fulminanten Ausklang der Leitheimer Schlosskonzerte
Die nun schon auf eine fast 50-jährige Tradition zurückblickende Konzertreihe des Schlosses Leitheim gilt Kennern schon seit langem als Geheimtipp in Sachen Kammermusik.
Im exklusiven Ambiente des Rokokofestsaals - einem der herausragenden Werke aus der Blütezeit des bayerischen Rokoko - bildete am vergangenen Samstag das Duo Suyoen Kim, Violine, und Sara Koch, Klavier, den musikalisch hochklassigen Schlusspunkt des diesjährigen Zyklus.
Die 1987 in Münster/Westfalen als Tochter koreanischer Eltern geborene Suyoen Kim erspielte sich schon mehrere international anerkannte Preise, darunter den 1. Preis beim Internationalen Violinwettbewerb Leopold Mozart in Augsburg 2003. Ihre Begleiterin am Klavier, Sara Koch, gewann im Jahr 2003 als erste Künstlerin in der Kategorie Klavierpartner den Deutschen Musikwettbewerb.
Nicht einfach zuzuordnen, die zu Beginn des Abends gegebene Sonate A-Dur op. 162 von Franz Schubert – dem Menschen mit den zwei Gesichtern. Oftmals wechselnd im emotionalen Ausdruck scheint das von einer Vielfalt an Formen und künstlerischem Anspruch geprägte Werk.
Temporeiche Läufe mit virtuoser Brillanz wechselten in rascher Folge mit den durch den kraftvollen, dunkel gefärbten, körperreichen Ton der Violine exakt getroffenen schwermütigen Passagen des Werks.
Herausragend im Zusammenspiel der beiden jungen Musikerinnen, wie das Klavier die synkopierten Einwürfe der Violine exakt dynamisch vorbereitete und Phrasierungsbögen niemals ins Stocken gerieten.
Allzu inflationär scheint mitunter der Gebrauch des Begriffs „Weltstar“ in der heutigen mediendominierten Kunstwelt, aber mit welch ungeheurer Klangfülle und Energie die Geigerin Suyoen Kim den Rokokosaal bei Camille Saint-Saëns Introduction et Rondo capriccioso A-moll op. 28, einem der Paradestücke virtuoser GeigerInnen, füllte, ließ ein Gefühl dafür aufkommen, welch außergewöhnliches Talent die 20-Jährige zu entfalten in der Lage ist.
Was nach der Pause folgte, ist selbst im kontrastreichen Werk Beethovens eine Besonderheit: die Sonate A-Dur, op. 47 „Kreutzer“. Dem getragenen Eröffnungsadagio folgt das plötzlich wütend anhebende Presto. Doch auch bei diesen kraftvollen Ausbrüchen wurde Suyoen Kims emotionales Spiel niemals Selbstzweck, sondern blieb stets musikalisch motiviert und kontrolliert.
Die leichte, verzierte Stimmung des darauf folgenden Andante con variazioni passte nun mit seinen Figurationen und Trillern so recht zum Rokokoambiente des stuckverzierten Saales.
Virtuos und überschwänglich dagegen das abschließende Finale mit seinen charakteristischen, den feurigen Charakter immer wieder bändigenden Taktwechseln.
Das Publikum dankte den beiden Musikerinnen für diesen „Energieschub“ mit langanhaltendem Beifall.
Frank Gellert / Heike Mössinger
Frank Gellert ist der Gründer und Leiter des Unternehmens customtrain – Frank Gellert. Das Unternehmen hat sich auf die Erstellung von Fachinhalten für e-Learning-Angebote und Präsenztrainings spezialisiert und verfasst Beiträge, Gutachten und Rezensionen zu den
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Als Freie Mitarbeiterin betreut Heike Mössinger die Fachbereiche Führungskompetenz und Persönliche Kompetenzen. Sie ist neben ihrer Lehrtätigkeit als Theaterpädagogin und Management-Trainerin tätig.
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