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Ein „Wunder“ im Scheckkarten-Format - Kultur-Boom dank Elisabeth von Thüringen

18.09.2007 • 21:52 Uhr • Kunst & Kultur
Bild: Ein „Wunder“ im Scheckkarten-Format - Kultur-Boom dank Elisabeth von Thüringen
Die Attraktion im Kulturherbst 2007 ist die 3. Thüringer Landesausstellung \
Die Attraktion im Kulturherbst 2007 ist die 3. Thüringer Landesausstellung \"Elisabeth von Thüringen. Eine europäische Heilige\".

(openPR) Wartburg/Eisenach – Wäre Sie nicht bereits vor acht Jahrhunderten heilig gesprochen worden, so müsste ihr spätestens jetzt diese Ehre erwiesen werden. Denn selten zuvor war die „Wundertätigkeit“ der Heiligen Elisabeth so konkret spürbar wie im Kulturherbst 2007.



Vom Harz im Norden Thüringens bis zur Fahner Höhe im Süden des ostdeutschen Bundeslandes verbindet die Bewohner zur Zeit eine seltene Einigkeit. Sie sprechen voller Bewunderung und Dankbarkeit von der frommen Landgräfin, die vor 800 Jahren geboren wurde und heute wegen ihrer Freigiebigkeit, Barmherzigkeit und Fürsorge gegenüber Bedürftigen als beliebteste Frau des Mittelalters gilt.

Dabei erschließt sich die Heilige ganz neue Anhängerschichten. Hatten sie bislang vor allem sozial Engagierte, Ordensschwestern und Geistliche zu ihrem Vorbild erkoren, galt sie als Patronin von Krankenhäusern und Altenstiften, so zählen inzwischen auch Kultur-Manager, Reiseveranstalter, Stadtführer, Museumsdirektoren, Hoteliers und Einzelhändler zu ihren glühendsten Verehrern.

Grund für die Begeisterung ist ein Tourismus-Boom, der der Heiligen Elisabeth zu verdanken ist und für den tatsächlich die Bezeichnung „Wunder“ nicht übertrieben scheint. Und so hat es sich ereignet: Seit dem 7. Juli wird auf der Wartburg bei Eisenach die 3. Thüringer Landesausstellung „Elisabeth von Thüringen – Eine europäische Heilige“ gezeigt. Zwischen zwei- und dreitausend Kulturinteressierte pilgern täglich an die Wirkungsstätte der Heiligen, um dort die originalen mittelalterlichen Kunstwerke aus dem Leben der Landgräfin zu bestaunen.

Doch nicht nur die Welterbestätte Wartburg und die Stadt Eisenach profitieren von der touristischen Attraktion, den damit verbundenen Übernachtungen und Investitionen für Kulinarisches und Souvenirs: Eine ebenso zeitgemäße wie attraktive Marketing-Idee sorgt für eine gleichmäßige Verteilung der Wohltaten im ganzen Bundesland. Denn Besucher der großen Landesausstellung erhalten mit dem Erwerb der Eintrittskarte, der sogenannten Elisabeth-Card, die Möglichkeit, bis zum Folgetag um 18 Uhr weitere 80 touristische Attraktionen in Thüringen aufzusuchen. Die scheckkartengroße Chip-Card wird beim Eintritt auf der Wartburg aktiviert und hat bei allen Partner-Institutionen im Land Gültigkeit.

Dieses Konzept geht auf: Das EDV-gestützte Kartensystem liefert schon im laufenden Pilotprojekt verlässliche Zahlen und ermöglicht eine genaue Auswertung. Demnach besuchen 60% der inzwischen über 130.000 Ausstellungsbesucher noch eine weitere Stätte im Land, ca. 40% sogar zwei weitere Partnerorte, 25 % der Touristen nutzen das Angebot, um drei oder mehr kulturelle Institutionen in Thüringen anzusteuern. Die einzelnen Institutionen wie das Bachhaus in Eisenach, das Kloster Reinhardsbrunn in Friedrichsroda oder das Kunsthaus Meyenburg in Nordhausen verzeichnen im Vergleich zum Vorjahr Sprünge der Besucherzahlen zwischen 120 und 250%. Viele der Besucher kommen aus dem Westen der Republik, aus Österreich, der Schweiz und aus Übersee.

Eine Folge der intensiven Kulturerlebnisse ist, dass, zum Wohle der Hotellerie, auch die Übernachtungszahlen in die Höhe schnellen. Elisabeth von Thüringen setzte sich Zeit ihres Lebens dafür ein, dass Wohltaten und Gaben gleichmäßig und gerecht verteilt werden. Die Kulturschaffenden in Thüringen haben diese Botschaft verstanden.

3. Thüringer Landesausstellung
Elisabeth von Thüringen. Eine Europäische Heilige
07. Juli – 19. November 2007
Auf der Wartburg und in der Predigerkirche
99817 Eisenach

Öffnungszeiten: täglich 8:30 – 18:00 Uhr
Tel.: 03691/250200
Fax: 03691/250205
E-Mail
www.elisabeth.wartburg.de

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