(openPR) Detailanalyse der großen europäischen Aktiengesellschaften fördert erstaunliche Unterschiede zutage.
Die großen börsenotierten Aktiengesellschaften stehen nicht nur, aber auch beim Werben um die Gunst der Investoren im direkten Wettbewerb. Dieser Wettkampf ist jetzt um eine Facette reicher, einer Rangliste der besten HTML Geschäftberichte Europas. Deutschlands Unternehmen geben dabei den Ton an.
Untersucht wurden die Unternehmen von DAX, MDAX, FTSE, SMI Extended und AEX. Dabei wurden die aktuellen online Umsetzungen der Jahresberichte sowohl von den Firmen selbst bewertet, als auch von Experten der Firma GeBer Geschäftsberichte unter die Lupe genommen. Ein Fragenkatalog von 58 Einzelbewertungen aus den Bereichen Online Aufbereitung, Service, Verfügbarkeit, grafische Aufbereitung, Interaktivität usw. ergab ein 339 Unternehmen umfassendes Ranking, das deutliche Unterschiede zwischen den Ländern aufzeigt.
Deutschland spielt hier eine Vorreiterrolle und beansprucht neun der Top Ten Plätze. Die Deutsche Bank liegt mit einem Ergebnis von 89,4% an der Spitze, knapp gefolgt von Deutsche Post und RWE.
Die größten Verbesserungen in den Platzierungen der deutschen Unternehmen gegenüber dem Vorjahr erreichten HUGO BOSS (von 23 auf 6) und Celesio (von 20 auf 11). Am stärksten verschlechterten sich Merck (von 30 auf 44) und Salzgitter (von 16 auf 26). Den stärksten Neueinstieg schaffte IVG Immobilien. Der erstmals gestaltete HTML Berichte erreichte Platz 8.
Aber auch die Britischen online Berichte sind einen Blick wert. Mit 63% für den bestplatzierten Cadbury Schweppes gibt es zwar noch genügend Raum für Verbesserungen, aber die Grundtendenz zu mehr und aufwendigeren online Berichten ist auch hier erkennbar.
Dieser Trend scheint bei den Schweizer Eidgenossen noch nicht angekommen zu sein. Lediglich 9 der im SMI Extendend gelisteten 49 Unternehmen haben verfügen über einen HTML Jahresbericht. Mit einer Fülle an technischen Funktionalitäten setzt sich Swisslife (64%) an die Spitze des Schweizer Rankings.
In der Welt der Online Finanzpublikationen haben wir es mit drei verschiedenen Ansätzen zu tun. Eine Variante ist es, den gedruckten Bericht als PDF bereitzustellen. Das ist einfach, geht schnell, bringt dem Benutzer aber wenig. Unübersichtliche bis zu 500-Seiten große Dokumente, die sämtliche Annehmlichkeiten der modernen online Welt vermissen lassen, wecken kaum Begeisterung. Während diese Variante unter den deutschen Aktiengesellschaften schon beinahe verpönt ist (nur mehr 15% bedienen sich dieser Form), findet man dies in der Schweiz immerhin noch bei rund 60% der untersuchten Unternehmen.
Die zweite Variante, den gedruckten Bericht in Bildern abzuspeichern und durch Navigationselemente „online-tauglich“ zu machen, hat in diesem Jahr deutlich an Zuspruch verloren. Diese JPG Show, die auch als Quick-HTML, online Cockpit oder interaktiver Bericht auf den IR-Website angepriesene Darstellungsform bietet bei genauerer Analyse nicht mehr als eine PDF-Variante. Beides ist nicht mediengerecht, da Bildschirme aufgrund ihres Querformates mehrspaltig beschriebene A4-Seiten nicht lesefreundlich darstellen können. Auch der zentrale Anspruch des „Hypertextes“ – die Verlinkung von Zusammenhängen oder die Möglichkeit direkter Textentnahme – bleibt dabei unerfüllt.
Bewertet wurde in der Untersuchung die dritte Variante, die vollständige HTML-Aufarbeitung des Geschäftsberichts für das Web. Dabei wird der Inhalt online Medien gerecht überarbeitet und kann von Verlinkungen, Suchfunktionen, Stichwörtern, Druckansichten, bis hin zu Warenkörben, integrierten Videobotschaften, interaktive Kennzahen, usw. eine Vielzahl an Vorzüge einer webbasierten Aufmachung bieten. Die Analyse bewertet die Qualität dieser online Geschäftsberichte und bringt sie in eine Rangliste.
Platzierungen DAX und MDAX
2007 2006 Unternehmen Resultat
1 3 Deutsche Bank 89,4%
2 2 Deutsche Post 87,8%
3 1 RWE 86,9%
4 6 Linde 80,8%
5 12 EADS 77,5%
6 23 HUGO BOSS 76,4%
7 4 Deutsche EuroShop 75,0%
8 PDF* IVG Immobilien 74,9%
9 7 DaimlerChrysler 74,6%
10 5 Hannover Rück 74,1%
11 20 Celesio 71,9%
12 9 Bayer 70,5%
13 11 Deutsche Telekom 69,6%
14 15 Deutsche Postbank 68,9%
15 17 Commerzbank 68,1%
* 2006 nur PDF Download, kein HTML Bericht
Sämtliche Analyse inklusive Excel Bewertungstabellen finden sich unter http://www.geber.at/analysen/
GeBer Geschäftsberichte
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