(openPR) Da schauten die Oberhausener Bürger nicht schlecht, als am Montag ein rotberockter Fuchs über die Haupteinkaufsstraße marschierte. Schnurstracks marschierte er in ein Lokal einer bekannten Warenhauskette, wo die bereits informierte Polizei ihn in ein Treppenhaus scheuchte. Lediglich mit einem Pappkarton ließ sich das noch recht junge und äußerlich unverletzte Tier in Gewahrsam nehmen.
Die Polizei übergab der zuständigen Amtsveterinärin und dem Jagdberechtigten das Tier. Tags drauf stand es mit einem netten Bild in der örtlichen Tageszeitung, zu sehen ein junger Fuchs von ungefähr 5 Monaten. Der Fuchs an sich ist den Oberhausener Bürgern kein unbekannter Genosse, können aus verschiedenen Stadteilen Spaziergänger und Anwohner von regelmäßigen Sichtungen berichten.
Aber dieser kleine Fuchs entwickelte sich anscheinend zum Problem-Fuchs, denn heute war in der örtlichen Presse zu lesen: „Der Fuchs muss getötet werden!“ Dabei sei es völlig egal, ob dieser Fuchs an bekannten Krankheiten litte oder völlig gesund sei. Laut Aussage der zuständigen Amtsveterinärin Fr. Dr. Zintz, müsse das Jungtier aufgrund seiner fehlenden Scheu gegenüber den Menschen getötet werden.
Der Fuchs sei ein sogenannter Kulturfolger geworden und auch wenn man ihn aussetzen würde, er käme immer wieder zu den Menschen zurück. Trotz Protesten von Seiten des Naturschutzbundes Oberhausen wurde der Jungfuchs laut Aussage des Sekretariats des Veterinäramts getötet. Der Tagespresse zu Folge sollte dies über eine jagdliche Erlegung erfolgen, was soviel heißt wie: erst freilassen, dann abschießen.
Der Tod des Fuchses war völlig überflüssig, da nach kurzweiligem Kontakt einer ansässigen Tierfreundin zu verschiedenen Organisationen, mehrere Wildtierstationen dem kleinen Fuchs ein weiteres Leben ermöglichen wollten. In Zeiten der Vernetzung von Tierfreunden und Tierschützern untereinander war es dem Amt nicht möglich, erst einmal nachzuforschen, ob ein geeigneter Platz für den kleinen Fuchs zu finden ist. Gerade die Jungfüchse seien dem Menschen gegenüber recht zutraulich und zum jetzigen Zeitpunkt auf der Suche nach einem geeigneten Unterschlupf für sich.
Der Fuchs ist vom Grunde her ein Allesfresser. Seine Hauptnahrung besteht aus Mäusen und anderen Kleinnagern, sowie Würmern und Insekten. In den Sommermonaten nascht er auch schon mal die ein oder andere Beere oder Frucht. Seine Nahrung besteht hauptsächlich aus Mäusen und anderen Kleinnagern, Würmern und Insekten. In den Städten greifen sie auch gerne auf den Zivilisationsmüll zurück, der den Tisch für Füchse reichlich deckt. Auch Aas gehört auf den Speiseplan des Fuchses, so dass er in dieser Beziehung sogar die Funktion einer Gesundheitspolizei übernimmt.
Der Oberhausener Problemfuchs griff zwar keinen Menschen an oder fiel in irgendeiner Weise negativ auf, ihm fehlte es einfach an Erfahrung, sich vor dem Menschen in Acht zu nehmen.
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