openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Im Osten wird online regiert: Estland ist Vorreiter beim E-Government

03.09.200714:12 UhrMedien & Telekommunikation

(openPR) Serviceverbesserung durch einheitliche Behördenrufnummer 115 in Deutschland

Tallinn/Stuttgart - Es war im Jahr 2000, als die Regierung von Estland die weltweit erste Kabinettssitzung online durchführte. „Seitdem hocken die Minister an Sitzungstagen nicht mehr vor Aktenbergen, sondern vor ihren Bildschirmen. Schneller, effektiver, transparenter und günstiger - das sind die Schlagwörter, die zu E-Government immer wieder zu hören sind“, berichtet der Tagesspiegel http://www.tagesspiegel.de. Demnach spart die estnische Regierung jährlich allein 200.000 Euro an Papier- und Kopierkosten sowie aufwändige Sitzungen: „Im internen Computersystem sind alle Dokumente hinterlegt, meist haben die Minister vorab schon ihre Kommentare dazu verfasst. So ist jeder genau informiert - lange, zeitraubende Diskussionen finden kaum noch statt. Abgestimmt wird per Mausklick“, so die Zeitung. Und wer auf Auslandsreise ist, der kann trotzdem online teilnehmen und per Mausklick abstimmen. Seit sieben Jahren sind in Estland außerdem alle Schulen online, „und im ganzen Land gibt es mehr als 700 öffentliche Internetpunkte, etwa in Bibliotheken - selbst in strukturell schwächeren Regionen wie im Osten Estlands entlang des Peipus-Sees.“ Über 80 Prozent der Bevölkerung gebe darüber hinaus die Steuererklärung elektronisch ab.



In Deutschland träumt man von einer solchen Quote noch, aber auch hier gibt es Fortschritte. Die Erfolge werden allerdings „öffentlich kaum wahrgenommen. Das liegt vor allem an den Einsatzbereichen, in denen elektronisch verwaltet wird: beim Zoll, bei der Rentenversicherung, den Geoinformationssystemen, wenn es um Grundbuchanfragen geht, die LKW-Maut oder die Umsatzsteuervoranmeldung“, schreibt Martin Reinfeld in der Wochenzeitung Die Zeit http://www.zeit.de. Auch die derzeit diskutierte Einführung einer einheitlichen Behördenrufnummer 115 bringt die Verwaltungsmodernisierung voran, so die Meinung von Experten. „Die 115 nach Vorbild der New Yorker Behördenrufnummer 311 verbessert grundlegend die Servicekultur in deutschen Behörden und verleiht dem Verhältnis von Bürger und Amt eine neue Qualität“, sagt Axel Schnell, Chief Exekutive Officer des Stuttgarter ITK-Systemintegrators NextiraOne http://www.nextiraone.de im Gespräch mit dem Onlinedienst NeueNachricht http://www.ne-na.de. Schnell sieht E-Government-Projekte auch als Wachstumstreiber für den ITK-Standort. Was sich alleine bei Kfz-Zulassungsstellen verbessern könnte, beschreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung http://www.faz.net: „Eine Milliarde Kilometer werden in Deutschland jedes Jahr nur zu dem Zweck verfahren, ein Auto an- oder umzumelden. Die Deutschen fahren und warten dabei pro Jahr tausend Jahre lang. In vielen Gegenden werden außerdem die Wege zur Zulassungsstelle immer länger. Siebzig Kilometer für Hin- und Rückweg sind gar nicht mehr so selten.“ Dass schon vieles machbar ist, beweist die Stadt Köln. Eingehende Anrufe landen im Call Center der Stadt, deren Agents Zugriff auf einen enormen Datenpool haben, aus denen Antworten auf die rund eine Millionen Bürgeranfragen jährlich in kürzester Zeit herausgefiltert werden.

Für viele Unternehmen, Länder und Kommunen stellt sich unter dem Aspekt der Vereinfachung und Einsparung auch die Frage nach der Automatisierung von Auskunftsdiensten und Dienstleistungen. Der computergesteuerte Telefonservice der Stadt Augsburg beispielsweise bietet verschiedene Möglichkeiten wie Informationen zu Kfz-Zulassungen, Ausweisen, Meldewesen und Führungszeugnissen, Lohnsteuerkarten sowie die Weiterleitung zu Sachbearbeitern der Verwaltung. Die Sprachtechnik sieht Lupo Pape, Geschäftsführer von SemanticEdge http://www.semanticedge.de in Berlin, als probates Mittel zur Serviceverbesserung und Vorqualifizierung für Bürgeranfragen. „Standardprozesse wie Adressdaten- und Bankverbindungsänderung oder die Identifizierung eines Anrufers über die Eingabe einer Bearbeitungsnummer könnten hier ohne Wartezeit und rund um die Uhr abgearbeitet werden“, so der Sprachdialogexperte über die Möglichkeiten für die öffentliche Hand. Die nämlich könnte durch Verlagerung bestimmter Leistungen auf ein Sprachportal Zeit sparen für komplexere Anliegen, die direkten Kontakt mit dem Bürger erfordern. Auch die Hauptstadt verfügt über ein Auskunftssystem zur Serviceverbesserung. Antragsteller von Personalausweisen oder Reisepässen können rund um die Uhr Bearbeitungsstand, Abholtermin und Abholort ihrer Dokumente abfragen. Für den Sprecher der Brancheninitiative Voice Business http://www.voicedays.de, Bernhard Steimel, ist diese Entwicklung nur konsequent, und zwar nicht nur unter Kostenaspekten: „Die Diskussion um den Einsatz von Sprachcomputern im telefonischen Kundenservice wird häufig auf das Kostenargument verkürzt. Tatsächlich führt kaum ein Unternehmen und keine Behörde ausschließlich solche Services ein, um Geld zu sparen, sondern um besseren Service zu bieten.“

medienbüro.sohn
V.i.S.d.P: Gunnar Sohn
Ettighoffer Strasse 26a
53123 Bonn
Germany

Telefon: +49 - 228 - 6 20 44 7
Telefax: +49 - 228 - 6 20 44 75

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 155758
 1841

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Im Osten wird online regiert: Estland ist Vorreiter beim E-Government“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von medienbüro.sohn

Sascha Lobo und die halbautomatische Netzkommunikation
Sascha Lobo und die halbautomatische Netzkommunikation
Facebook-Browser könnte soziale Netzwerke umpflügen Berlin/München, 27. Februar 2009 - Millionen Deutsche sind mittlerweile in sozialen Netzwerken wie XING, Wer-kennt-wen, Facebook oder StudiVZ organisiert, haben ein Profil und präsentieren sich auf irgendeine Art im Web, ob mit Bildern, kurzen Texten, Blog-Beiträgen oder Links, die sie interessant finden. „Es lässt sich kaum leugnen: Wir sind zum Glück nicht mehr Papst, wir sind jetzt Netz. Die Menschen haben begonnen, wichtige Teile ihres gesellschaftlichen Treibens ins Internet zu verlag…
Finanzbehörden müssen mit Mittelstand innovativer umgehen
Finanzbehörden müssen mit Mittelstand innovativer umgehen
Schnelle Verfahren zur Stundung von Steuern und Anpassung von Vorauszahlungen Berlin, 26. Februar 2009 – Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) bvmw.de fordert die Finanzbehörden und Sozialversicherungen zu einem flexiblen und innovativen Umgang mit kleinen und mittleren Unternehmen auf, die unverschuldet in Not geraten sind und bei denen unerwartete Liquiditätsengpässe auftreten. Eine Möglichkeit bestünde in einfachen und schnellen Verfahren, um Steuern und Sozialabgaben vorübergehend zu stunden oder Vorauszahlungen anzupassen…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Wirtschaftsinformationen im interaktiven Weltatlas verfügbarBild: Wirtschaftsinformationen im interaktiven Weltatlas verfügbar
Wirtschaftsinformationen im interaktiven Weltatlas verfügbar
… erfolgreiche Gründer in unserem Land zu haben!“ bestätigte der Ministerpräsident den interessierten Vertretern aus Wirtschaft, IT-Landschaft und Medien. Auch der estnische Premierminister a. D. und e-Government Vorreiter Mart Laar, war vom Dienst begeistert „eine sehr gute Idee“ äußerte er sich und wünschte sich, bald auch Karten zu Estland in diesem System …
Bild: bremen online services organisierte internationale E-Government-Konferenz in RigaBild: bremen online services organisierte internationale E-Government-Konferenz in Riga
bremen online services organisierte internationale E-Government-Konferenz in Riga
… öffentlichen Verwaltung sowie Parlamentarier der 15 Partnerregionen trafen. Sie tauschten sich über ihre Pläne zur Einführung und ihre Erfahrungen in der Praxis des E-Governments aus. Besonderes Interesse fand dabei der ebenfalls von der bos KG gestaltete Workshop "Infrastructure, security and trust". Dabei wurden unter anderem die Kommunikationskomponente …
Bild: EU-Kommission: Meldeauskunft RISER ist E-Government-ErfolgsgeschichteBild: EU-Kommission: Meldeauskunft RISER ist E-Government-Erfolgsgeschichte
EU-Kommission: Meldeauskunft RISER ist E-Government-Erfolgsgeschichte
Als Erfolgsgeschichte im grenzüberschreitenden E-Government würdigte die EU-Kommission die Europäische Meldeauskunft RISER. Das Ziel der Markteinführung eines Onlinedienstes für Adressensuche sei erreicht worden. Erfolgsfaktoren waren eine vorbildliche Umsetzung des Datenschutzes und die Einbindung der unterschiedlichen Meldesysteme in Europa. RISER …
SoftwareONE startet europäische Expansion in Deutschland
SoftwareONE startet europäische Expansion in Deutschland
… -Produkten bislang in der Schweiz und in den USA vertreten. Nun will SoftwareONE die Präsenz in Europa stärker ausbauen. Neben bereits bestehenden Niederlassungen in Estland sind weitere Standorte in Westeuropa, Südeuropa, Skandinavien, Ost-Europa und im Nahen Osten geplant. Den Startschuss für seine europäische Expansion gibt das Unternehmen jetzt in …
IfKom: Politiker müssen E-Government wirklich wollen!
IfKom: Politiker müssen E-Government wirklich wollen!
E-Government-Nutzung steigt minimal auf 45% und stagniert langfristig, effiziente und nutzernahe Angebote fehlen. Abhilfe kann nur der nachdrückliche Wille der Regierungsspitzen sein, dies zu ändern. ------------------------------ Nach der Veröffentlichung der neuesten Zahlen ist keine langfristige Verbesserung digitaler Angebote der öffentlichen Verwaltung …
Bild: Österreich: Bürgerkartensoftware jetzt auch für Linux, Mac OS und VistaBild: Österreich: Bürgerkartensoftware jetzt auch für Linux, Mac OS und Vista
Österreich: Bürgerkartensoftware jetzt auch für Linux, Mac OS und Vista
… und Bürgern frei zur Verfügung gestellt und ist seit kurzem auch für Windows XP, Vista, Linux und Mac OS einsetzbar. Gesamteuropäisch hat sich die Verfügbarkeit von E-Government-Diensten verbessert. Die angestrebte Marke "Fully-Online Availability" wurde in diesem Jahr zu 58 Prozent erreicht, 2006 lag der Wert noch bei 50 Prozent. Die einzelnen Länderergebnisse …
Bild: Nortal, ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich der digitalen Transformation, übernimmt Schütze AGBild: Nortal, ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich der digitalen Transformation, übernimmt Schütze AG
Nortal, ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich der digitalen Transformation, übernimmt Schütze AG
… Implementierung von Vertrauensstellen bzw. Datentreuhänder zur Pseudonymisierung sensibler Daten im Gesundheitsbereich. „Durch die Nutzung der Expertise von Nortal als einem der Hauptarchitekten für E-Government in Estland, der globalen Präsenz des Unternehmens und der Expertise aus Europa und den USA sind wir in der Lage, erstklassiges Fachwissen im …
Estland Digital Tour 2019
Estland Digital Tour 2019
Erleben Sie mit uns das digitale Estland Das kleine baltische Estland ist Vorreiter in der Digitalisierung in Europa. Aber auch international erhält Estland eine immer größere Aufmerksamkeit. Bereits Mitte der 90er Jahre wurden in Estland die gesamte Verwaltung digitalisiert. Heute ist es vollkommen normal, dass sämtliche öffentliche Dienstleistungen …
IfKom fordern mehr politisches Engagement beim E-Government
IfKom fordern mehr politisches Engagement beim E-Government
… Bearbeitung von Verwaltungsverfahren. Von einer Vereinheitlichung kann keine Rede sein. Dementsprechend wenig engagiert klingt die Formulierung aus den Sondierungsgesprächen zum E-Government, nach der bis zum Jahr 2022 lediglich die "Schaffung vernetzter Verwaltungsportale mit einheitlichem Online-Zugang (Bürgerportale)" ankündigt wird, über die "hierfür …
Bild: Die Zukunft hat in Estland schon begonnenBild: Die Zukunft hat in Estland schon begonnen
Die Zukunft hat in Estland schon begonnen
… am 1. Juli zum ersten Mal die EU-Ratspräsidentschaft übernommen. Kein Wunder also, dass auf der Prioritätenliste für die kommenden Monate die Themen Informationsgesellschaft sowie E-Government ganz oben stehen. Denn in Sachen Digitalisierung hat Estland die Nase vorn: Der kleinste aller baltischen Staaten wurde bereits 2015 zum "Most digital Country …
Sie lesen gerade: Im Osten wird online regiert: Estland ist Vorreiter beim E-Government