(openPR) Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen UNEP verleiht Auszeichnungen für die innovativsten Projekte im Bereich Life-Cycle-Management in Entwicklungs- und Schwellenländern.
Zürich, 28 August 2007 – Während der diesjährigen Life Cycle Management Konferenz verleiht das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) einen Preis für die innovativsten Pionierarbeiten im Bereich Ökobilanzierung und Life-Cycle-Management. Mit dem UNEP/SETAC Life Cycle Award sollen visionäre Arbeiten in Entwicklungs- und Schwellenländern gefördert werden, die Life Cycle Methoden anwenden und weiterentwickeln oder auf neuen Ansätzen wie dem “cradle to cradle”-Prinzip (von der Wiege zur Wiege) beruhen.
Eingereicht wurden Projekte mit akademischem wie auch privatwirtschaftlichem Hintergrund. Zu den besten Projekten gehören die Ökobilanzen der Zuckerproduktion in Südafrika und der Papierindustrie in Zimbabwe oder auch die Entwicklung einer neuen Methode zur Bewertung von Auswirkungen auf die Biodiversität in Brasilien.
Der Life Cycle Denkansatz bezieht sich auf die umwelt- und ressourcenschonende Gestaltung von Produktlebenszyklen, von der Produktion über den Gebrauch bis zu dessen Entsorgung. „Das wachsende Interesse an sauberen Produktionen und ökoeffizienten Industriesystemen ist der Verdienst der langjährigen Arbeit der UNEP.“, sagt Achim Steiner, Exekutivdirektor des UN-Umweltprogramms.
„Life Cycle Denken auch in Entwicklungs- und Schwellenländern zu fördern ist um so wichtiger, da in diesen Ländern das Wachstum von Produktion und Konsum besonders groß ist.“, bekräftigt Arab Hoballah, Chef der UNEP Abteilung für nachhaltigen Konsum und Produktion, der den Preis heute in Zürich präsentiert. „Der Award, den die UNEP in Zusammenarbeit mit der SETAC (Society of Environmental Toxicology and Chemistry) ausgeschrieben hat, unterstützt Life Cycle Forschung und Aktivitäten in eben diesen Ländern.“
Den ersten Preis des UNEP/SETAC Life Cycle Awards erhalten Kevin Harding und das Department of Chemical Engineering der Universität Kapstadt für die Bewertung der Zuckerproduktion in Südafrika. Weiter wird Charles Mbohwa und sein Team vom Institut für Maschinenbau der Universität von Zimbabwe für seine Forschung am Lebenszyklus für Zeitungspapier prämiert. Danielle Maia de Souza von der Universität von Santa Catarina (Brasilien) erhält die Auszeichnung für ihre Arbeit zur Entwicklung einer Bewertungsmethode mit besonderer Berücksichtigung der Biodiversität in Brasilien.
Drei weitere Projekte werden mit zweiten Plätzen ausgezeichnet: Ein Projekt zur Verbesserung des Abfallmanagements in Taiwan, ein Forschungsprojekt der Schokoladenproduktion in Ghana und die Eröffnung eines Ausbildungszentrums für ‚Life Cycle Methoden’ in Brasilien gehören zu den Zweitplatzierten.
Martina Prox von der ifu Hamburg GmbH überreicht den Preis an die Vertreterin der brasilianischen Universität Santa Catarina. Sie hat unterschiedliche Teilnehmer während des Wettbewerbs betreut und so tiefe Einblicke in Arbeitsweisen und -möglichkeiten erlangt. „Über die Qualität der abgegebenen Ergebnisse bin ich begeistert.“, sagt sie. „Es ist spannend mitzuerleben, wie die in Europa entwickelten Konzepte weiterentwickelt, auf den Kopf gestellt und auch völlig neu gestaltet werden. Gerade die Wahrnehmung und die Wichtigkeit der sozialen Aspekte ist eine ganz andere.“
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Hintergrundinformationen:
2006 wurden über 30 Projekte aus Entwicklungsländern, die sich im Bereich Life Cycle Management engagieren, ausgewählt und mit Software und Datensätzen unterstützt, die von verschiedenen Firmen und Institutionen zur Verfügung gestellt wurden (Pré Consultants (SimaPro), ifu Hamburg (Umberto), PE INTERNATIONAL (GaBi), Ecobilan (TEAM), ecoinvent Centre (ecoinvent Database) and IVAM (IVAM Database)).
Die UNEP/SETAC Life Cycle Initiative
Die UNEP/SETAC LCI Initiative wurde 2002 ins Leben gerufen und hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Instrumente und Methoden des Life Cycle Assessment (LCA), des Life Cycle Management (LCM), des Life Cycle Costing (LCC) und der Stoff- und Energieflussanalyse (MFM) auch in Entwicklungs- und Schwellenländern bekannter zu machen und zu verbreiten. Durch den umwelt- und ressourcenschonenden Umgang soll eine nachhaltigere Entwicklung erreicht werden.
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