(openPR) Beim Siemens Science Camp 2007 lernen und experimentieren 40 Schülerinnen zum Thema Energie
"Mit innovativen Energietechnologien dem Klimawandel begegnen!" Unter diesem Motto veranstaltete die Siemens AG in Kooperation mit der TU Berlin vom 24. bis 27. Juli das Siemens Science Camp 2007 für Physik und Mathematik begabte Schülerinnen, die im kommenden Frühjahr ihr Abitur ablegen. Bereits zum zweiten Male initiierte Siemens dieses Wissens-Camp, um junge, talentierte Frauen zur Aufnahme eines technisch-naturwissenschaftlichen Studiums zu motivieren, sie für technische Berufe zu begeistern und so den weiblichen Fachkräftenachwuchs im Zukunftsfeld "Technik und Naturwissenschaft" zu steigern. "Die Situation ist paradox: Obwohl technisch Berufe immer attraktiver und die Karrierechancen immer besser werden, ergreifen nach wie vor viel zu wenig junge Frauen ein technisch-naturwissenschaftliches Studium. Lediglich zehn Prozent der erwerbstätigen Ingenieurfachkräfte sind Frauen, womit Deutschland deutlich unter dem EU-Durchschnitt von 22 Prozent liegt", unterstrich Maria Schumm-Tschauder, Verantwortliche des Bildungsprogramms Siemens Generation21 (Schule) der Siemens AG, die Motive für das Engagement. Professor Dr. Johann Köppel, Vizepräsident für Forschung der TU Berlin, ergänzte: "Hinter der Förderung von jungen Frauen in den naturwissenschaftlich-technischen Fächern steht auch eine gesellschaftlich wichtige Aufgabe: Deutschlands Wirtschaft braucht viele gut ausgebildete Ingenieurinnen. Die Kooperation mit der Siemens AG für eine aktive Nachwuchs- und gleichzeitig Frauenförderung ist deshalb umso wichtiger."
Rund 140 hervorragend qualifizierte Interessentinnen aus der gesamten Bundesrepublik hatten sich im Frühjahr beworben und die 40 ausgewählten Schülerinnen reisten mit sehr klaren Vorstellungen nach Berlin: "Ich hoffe, dass mir das Camp bei meiner Berufswahl hilft, indem es mir einen tieferen Einblick in die technische Welt gibt. Ich möchte herausfinden, ob mir ein technischer Beruf liegt und Spaß macht", erklärte eine Schülerin im Vorfeld. Das Siemens Science Camp trug ihren Erwartungen Rechnung: Mit 25 Einzelveranstaltungen zum Thema Energie bot es ein anspruchvolles und abwechslungsreiches Programm mit vielen unterschiedlichen Lerninhalten. Zwei Werksführungen bei den Siemens Unternehmensbereichen Power Generation (PG) und Power Transmission and Distribution (PTD) ermöglichten den Schülerinnen interessante Einblicke in den Produktionsprozess hochinnovativer Energietechnologien. Das neu gewonnene Wissen konnten sie anschließend mit der "ele-box", einer Experimentierbox mit rund 30 Handexperimenten beispielsweise zur mechanisch-elektrischen Energieumwandlung oder zur Fotovoltaik, praktisch umsetzen. Neben Fachvorträgen zu Studieninhalten bot die TU Berlin den Schülerinnen interessante Laborarbeiten zu den Themen Biokraftstoffe, Sonnenenergie und Energieeffizienz. Die Erkenntnisse, insbesondere zum Thema Energieeffizienz und CO2-Reduzierung, nutzen die Schülerinnen anschließend für ihre Abschlusspräsentationen, um hier mit viel Kreativität und mutigen Ideen eigene interessante Lösungsansätze zu entwickeln und zu beweisen, dass alle aktiv zum Klimaschutz - heute und in der Zukunft - beitragen können. Die Schülerinnen bewiesen auf einfallsreiche und originelle Weise, dass es eine Fülle an Möglichkeiten gibt, Energie in den Bereichen Schule, Freizeit, Haushalt und Zukunft effizient und nachhaltig einzusparen: Die Vorschläge reichten vom ökologischen und energieeffizienten Hausbau ("Richten Sie große Fenster nach Süden, um mehr Wärme ins Innere zu leiten und achten Sie auf eine gute Dämmung!") über mehr Energiebewusstsein beim Freizeitverhalten ("Fahren Sie mehr Fahrrad und nutzen Sie bei Kurzreisen die Bahn und nicht das Flugzeug!") über den flächendeckenden Einsatz von Sensoren in Schulen, um so die Nutzung von Licht und Heizung zu regulieren. Schlussendlich demonstrierten die Schülerinnen auch, dass es für ein ökologisches Bewusstsein nie zu spät ist und selbst die Großmutter noch von gezielter Energienutzung überzeugt werden kann. ("Oma, warum brennt Dein Licht am helllichten Tag? Und schließ das Fenster, wenn die Heizung läuft!") Zum Abschluss setzte das Siemens Science Camp noch einmal ganz gezielt das Thema "Berufs- und Karrieremöglichkeiten einer Ingenieurin" in den Mittelpunkt: Bei einer informativen Podiumsdiskussion zeigten Vertreterinnen und Vertreter der Siemens AG und der Femtec, welche Chancen das Mentoringprogramm YOLANTE bietet, wie jungen Ingenieurinnen der Berufseinstieg erleichtert werden kann und wie sich Kinderwunsch mit den Karrierezielen einer Ingenieurin verbinden lassen. In ihrer Abschlussrede ermutigte Dr. Beatrix Natter, Geschäftsgebietsleiterin für "Manufacturing Industry" bei Siemens, die Schülerinnen, einen technisch-naturwissenschaftlichen Beruf zu ergreifen: "Es gibt viele gute Gründe, die für eine technisch-naturwissenschaftliche Berufskarriere sprechen, und die Chancen dafür sind besser denn je - sie müssen nur ergriffen werden!" Mit viel Optimismus nahmen die Schülerinnen ihre Teilnahmezertifikate von Maria Schumm-Tschauder und Dr. Beatrix Natter entgegen und waren sich ziemlich sicher, wie ihre Pläne für die Zukunft aussehen werden: "Mir hat das Siemens Science Camp sehr gut gefallen. Ich habe sehr viel gelernt und bin mir jetzt sicher, dass ich ein technisch-naturwissenschaftliches Studium ergreifen will. Das war vorher anders", erklärte Monika Ahmad, aus Wolfsburg abschließend.
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