(openPR) Rober Putnam, der amerikanische Soziologie-Guru und Miterfinder des Begriffs ‚Sozialkapital’, hat wieder eine viel beachtete Studie zum Thema Ehrenamt vorgelegt. In seinem Buch ‚Bowling Alone’ hatte er eine allgemeine Abnahme der klassischen ehrenamtlichen Tätigkeiten in Amerika festgestellt und die Gründe analysiert. Diesmal hat er einen Grund besonders genau unter die Lupe genommen: die wachsende kulturelle Diversifizierung unserer Gesellschaft durch Einwanderung und mangelnde Integration. Jeder kapselt sich ab in seiner Gruppe. Das Sozialkapital, am besten messbar an nicht diskriminierenden , ehrenamtlichen Tätigkeiten, schwindet im Vergleich zu früher als unsere Gesellschaften noch homogener waren. Soweit der wissenschaftlich ermittelte Tatbestand. Sicher, es gibt überall Beispiele, die diesen Befund bestätigen und widerlegen. Aber der Trend mag auch in Deutschland richtig sein.
Nur kann es wohl kaum dabei bleiben. Unser Förderverein Patenschaften-Aktiv e.V. (www.aktivpatenschaften.de) tut was dagegen. Die Aktivpatenschaften gehören zu den anspruchsvollsten ehrenamtlichen Tätigkeiten einer neuen Generation. Es geht nicht mehr um persönliche Zeitopfer im Namen einer religiösen oder humanitären Ideologie. Es geht stattdessen um eine persönliche Bereicherung des Aktivpaten und seines jungen Partners. Viele Patenkinder kommen aus dem Migrantenmilieu. Je jünger sie sind, umso weniger voreingenommen sind sie, und umso neugieriger sind sie auf die oft recht unterschiedliche Welt der Patin, auch wenn sie die nur einige Stunden pro Woche erleben.
Sicher ist, dass es immer noch zuwenig Aktivpatinnen und –paten gibt. Aber ihre Anzahl steigt, zumindest bei uns in Deutschland. Das Verdienst hierfür liegt bei den Medien und bei den lokalen Vermittlerorganisationen, denen die Erfolgsgeschichten immer neue Anstösse geben und die die Aktivpatinnen und -paten immer besser zu finden und zu begleiten wissen.










