(openPR) Der deutsche Altus Matthias Rexroth singt den Antippo in „Der geduldige Sokrates“ von Georg Philipp Telemann bei den renommierten Innsbrucker Festwochen der Alten Musik. Mit dieser Rolle arbeitet der aus Franken stammende Künstler erstmals mit René Jacobs zusammen. Die szenische Umsetzung der wiederentdeckten Telemannoper, die am 12. August in Innsbruck Premiere haben wird, liegt in den Händen des englisch-iranischen Erfolgsduos Nigel Lowery und Amir Hosseinpour.
Nach den beiden weiteren Abenden in Innsbruck am 16. und 18. August geht die Produktion ab 29. September in einer Aufführungsserie zu seinem Koproduktionspartner an die Deutsche Staatsoper Unter den Linden nach Berlin. Außerdem ist „Der geduldige Sokrates“ in der Hamburger Laeiszhalle (29. August) sowie in der Pariser Cité de la musique (13. Oktober) konzertant zu erleben. Antippo, ein griechischer Prinz, lässt als lyrischer Schwärmer – unabhängig von sich ändernden Gesetzen und Regeln des antiken Athen – seinen Gefühlen zu gleich zwei Prinzessinnen freien Lauf. Ob er erhört wird oder nicht, lässt Telemann als Überraschungscoup bis zum Schluss der Oper offen.
„Ein Mann, der sich zwo Frauen angetraut, hat sich sein Kerker selbst gebaut.“ Mit diesem Stoßseufzer quittiert der griechische Philosoph das Senatsgebot zur Doppelehe in Georg Philipp Telemanns komischer Oper „Der geduldige Sokrates“. Das Meisterwerk von 1721 ist mit seinem sprühenden Witz und der Mischung aus deutschen Rezitativen und italienischen Arien typisch für die berühmte Oper am Gänsemarkt in Hamburg. René Jacobs Wiederausgrabungen selten gespielter Werke sind seit vielen Jahren erfolgreich. Zahlreiche Aufnahmen und Auszeichnungen dokumentieren sein künstlerisches Schaffen, 2005 erhielt er den Classical Grammy Award für die beste Operneinspielung mit der „Hochzeit des Figaro“ von Mozart.
Matthias Rexroth hat neben seiner umfassenden Konzertätigkeit bereits in herausragenden Opernproduktionen mitgewirkt: So erhielt seine Interpretation der Titelpartie in Stefan Herheims Inszenierung von „Giulio Cesare“ an der Norwegischen Staatsoper Oslo überschwängliche Kritiken. Weitere Höhepunkte der letzten Jahre waren sein Debüt mit den Wiener Philharmonikern unter Riccardo Muti im Musikverein Wien, Konzerte mit der Accademia di Santa Cecilia in Rom unter Nicola Luisotti und Fabio Luisi, Ottone in Monteverdis „Die Krönung der Poppea“ an der Staatsoper Hamburg, Auftritte mit dem Freiburger Barockorchester und Concerto Köln, Bernsteins Chichester Psalms mit dem Orchester des RadioTelevisione Española sowie eine Barockgala mit dem Münchener Kammerorchester im Prinzregententheater. Im Juni 2006 begeisterte er Publikum und Presse gleichermaßen in der Titelpartie von Händels „Admeto, Re di Tessaglia“. Der Mitschnitt dieser Produktion, der in diesem Frühjahr auf CD und DVD erschienen ist, erhielt herausragende Besprechungen und wurde darüber hinaus auch für den „Preis der Deutschen Schallplattenkritik“ nominiert.


