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Steht der US-Automobilkonzern Ford wirklich am Abgrund?

27.07.200710:49 UhrTourismus, Auto & Verkehr

(openPR) Positive Zahlen für das zweite Quartal 2007 überraschen die Branche

Köln – Um den US-Automobilkonzern Ford ford.com steht es schlecht. Sogar das blaue Ford-Logo musste wegen des sinkenden Absatzes in den Vereinigten Staaten und der schweren finanziellen Krise beliehen werden. Doch im zweiten Quartal 2007 hat der Autohersteller überraschend einen Gewinn von 750 Millionen Dollar (547 Millionen Euro) oder 31 Cent je Aktie verbuchen können. Im April-Juni-Abschnitt 2006 hatte Ford noch einen Verlust von 317 Millionen Dollar oder 17 Cent je Aktie ausgewiesen, berichtet das Fachmagazin Auto-Motor-Sport in seiner Online-Ausgabe http://www.auto-motor-sport.de. Demnach legte der Quartalsumsatz um sechs Prozent auf 44,2 Milliarden Dollar zu. Ford bestätigte, dass die Gesellschaft gegenwärtig einen möglichen gemeinsamen Verkauf von Jaguar und Land Rover genauer überprüfe. Der Konzern befindet sich nach eigenen Angaben in Diskussionen mit ausgewählten Unternehmen, die ihr Interesse bekundet hätten. Die Gesellschaft prüfe auch den am unteren Premiumsegment angesiedelten Pkw-Hersteller Volvo http://www.volvo.com unter strategischen Gesichtspunkten. Diese Überprüfung werde wahrscheinlich vor Jahresende abgeschlossen.



Der Ford-Gewinn aus dem laufenden Geschäft unter Ausschluss von Sonderfaktoren erreichte in der Berichtszeit 258 Millionen Dollar oder 13 Cent je Aktie gegenüber roten Zahlen von 118 Millionen Dollar oder sechs Cent je Aktie in der entsprechenden Vorjahreszeit. Der Autoabsatz stagnierte im zweiten Quartal mit 1,77 Millionen Stück, so das Magazin. Wie dramatisch die Lage aber wirklich ist, beleuchtet die Wirtschaftswoche (Wiwo) http://www.wiwo.de in ihrer aktuellen Ausgabe. Der älteste amerikanische Autobauer stehe noch näher als die heimischen Konkurrenten General Motors und Chrysler am Abgrund. Der im Herbst 2006 an die Spitze von Ford berufene ehemalige Boeing-Chef Alan Mulally versuche deshalb die Sanierung im Eiltempo. Die Zahl der in den USA Beschäftigten soll von rund 89.000 Ende 2006 bis Ende 2008 auf nur noch 55.000 bis 60.000 sinken. Kritiker bemängeln, dass Ford in den vergangenen Jahren weder durch innovative Fahrzeugkonzepte noch durch herausragend umweltfreundliche Antriebstechnik hervorgetreten sei. Zudem hat Ford wie auch die beiden anderen Hersteller der „Big Three“ das Problem, einen Großteil des Geschäfts mit schweren Geländewagen zu machen. Doch auch in den USA sinkt die Nachfrage nach den so genannten Light Trucks; und außerdem legt der japanische Konkurrent Toyota http://www.toyota.com ständig zu.

Lernen könnten die US-Autobauer von ihren Konzern-Kollegen in Europa, so die Analyse von Wiwo-Redakteur Thomas Katzensteiner. Zwar sank der Absatz auch in Deutschland im ersten Halbjahr 2007 um 17 Prozent. Doch Branchenexperten bestätigen, dass die hiesigen Werke schlank und wettbewerbsfähig sind. Außerdem sei das Modellprogramm sauber sortiert. Nicht zuletzt der neue Mondeo wird von der Konkurrenz als ernsthafter Wettbewerber betrachtet.

„Dass eine gute, auf den Markt zugeschnittene Modellentwicklung eine gravierende Stütze sein kann und muss, sieht man bei Ford-Europa. In den USA hat sich der Traditionskonzern hingegen weit von den Wünschen und Ansprüchen der Kunden entfernt“, sagte der Automobilexperte Uwe Röhrig vom Hannoveraner Beratungsunternehmen International Car Concept (ICC) http://www.icconcept.de gegenüber pressetext. Röhrig macht jedoch auch Ford-Deutschland dafür verantwortlich, die „Rabattschleuderei“ aus den USA nicht nur übernommen, sondern noch perfektioniert zu haben. Es sei ein großer Fehler, sich immer nur an den Stückzahlen zu orientieren. Die momentanen Erfolge des Mondeo seien daher auch zwiespältig. So seien die Händler mit Vorführwagen und Tageszulassungen und weiteren Boni versehen worden. „Außerdem werden die Autovermieter und das Flottengeschäft fast schon mit Schenkungsurkunden bestückt. Es handelt sich also um einen äußerst fragwürdigen Erfolg.“

Für die Verluste in den Vereinigten Staaten macht ICC-Inhaber Röhrig vor allem die Fehler des Managements verantwortlich: „Eine gewisse Arroganz, Überheblichkeit und Realitätsverweigerung sind die Kernelemente des Ford-Desasters. Hinzu kommen eine falsche Modellpolitik, die Verschlankung des Entwicklungs- und Produktionsprozesse sowie eine stark ausgeprägte Besitzstandswahrungsmentalität in der Führung von Ford. Die Pläne von Mulally zeigen, dass wieder einmal die Mitarbeiter den Kopf hinhalten müssen für strategische Fehlentscheidungen des Managements. Es kann, neben der Zerschlagung durch Verkauf der einzelnen Marken oder durch die Übernahme von Investoren, aus meiner Sicht noch eine Lösung gefunden werden. Nach Vorlage eines konkreten Business Plans könnte die amerikanische Regierung mit ins Obligo einsteigt. So war es ja auch einmal in Deutschland bezogen auf VW.“

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