(openPR) Sehen kann sie keiner, doch ohne die Schläuche der Firma Matzen & Timm würde den Passagieren eines Flugzeuges schlicht die Luft wegbleiben. Wenn diese nämlich die Luftzufuhr an den Düsen über ihren Sitzen regeln, steckt dahinter fast immer ein Schlauch aus der Produktion des Norderstedter Unternehmens.
Matzen & Timm entwickelt und fertigt hoch spezialisierte Industrieschläuche, Bälge und Formteile aus synthetischen Kautschuken wie Silikon oder Neopren. Die Kunden sitzen in der ganzen Welt und kommen aus Hochtechnologiebranchen wie Luft- und Raumfahrt, Automobilbau oder Schienenfahrzeugindustrie.
„In jedem Airbus-Typ stecken Schläuche von uns“, sagt Geschäftsführer Rainer Benedict. Auch im neuen Großflieger A 380 kommen fast alle Schläuche für die Luftverteilung innerhalb der Kabine aus der Produktion von Matzen & Timm. Die nach wie vor in industrieller Handarbeit gefertigten Teile werden überall dort eingesetzt, wo besondere Präzision und Belastbarkeit gefordert sind – im Raumtransporter für die ISS-Raumstation, unter der Motorhaube eines Porsche-Rennwagens oder am Fahrgestell eines Pendolino-Zuges mit Neigetechnik. „Besonders hohe Anforderungen stellt die Luftfahrtindustrie", sagt Benedict. Hier müssen Schläuche nicht nur extrem belastbar, flexibel und leicht, sondern praktisch auch feuerfest sein.
Hohe Stückzahlen und industrielle Massenfertigung sind nicht das Geschäft der Norderstedter Schlauchspezialisten. Ganz im Gegenteil: Fast jedes Produkt ist eine Sonderanfertigung in limitierter Auflage. Benedict: „Wir sind immer dann der richtige Partner, wenn flüssige oder gasförmige Stoffe von A nach B gelangen sollen - und die Standardstücke aus den Regalen nicht passen.“
Da passt es, dass nach wie vor in industrieller Handarbeit gefertigt wird. Rund 70 Mitarbeiter wickeln in der 2000 Quadratmeter großen Produktionshalle am Hamburger Flughafen Lage für Lage die penibel zugeschnittenen Kunststoffbahnen um unterschiedlich große Metallformen (Dorne). Je nach Typ erhalten die Schlauchrohlinge noch eine Verstärkung aus Spiraldraht. Anschließend werden die einzelnen Kunststofflagen bei mehreren Hundert Grad Celsius miteinander verschmolzen. Bis ein High-Tech-Schlauch entstanden ist, der in Flugzeugen, Hubschraubern, Autos, Tauchgeräten, Zügen oder Werkzeugmaschinen für den richtigen Fluss sorgt.













