(openPR) Forschungstagung rückt Qualitätsmanagement in den Mittelpunkt
Frankfurt, 9. Juli 2007 - Ob bei neuen Projekten in der Beschaffung oder in der Null-Fehler-Produktion. Stets ist damit das Risiko unvorhergesehener Fehler verbunden. Der Einsatz eines umfangreichen Qualitätsmanagements trägt jedoch wesentlich zur Risikobeherrschung bei und somit auch zur Fehler- und Schadensvermeidung. Auf der Tagung der FQS Forschungsgemeinschaft Qualität zeigen Wissenschaftler und Praktiker Lösungen zu aktuellen Fragestellungen aus der Wirtschaft. Unter dem Motto "Zukunft Qualität - Risiken beherrschen" findet sie am 27. September 2007 in Braunschweig statt, das 2007 als Stadt der Wissenschaft ausgezeichnet wurde. Die dort vorgestellten Lösungen resultieren allesamt aus wissenschaftlichen Forschungsprojekten der letzten zwei Jahre und sollen jetzt in der unternehmerischen Praxis zur Zukunftssicherung beitragen.
Der Trend zur weltweiten Beschaffung nimmt für deutsche Unternehmen tendenziell zu. Doch sind nur 28 Prozent der Unternehmen mit der Qualität der beschafften Leistung zufrieden. Das meint Robert Heinrich Schmitt von der RWTH Aachen. Dort hat er ein Forschungsprojekt zur risikominimierten Beschaffung in Niedriglohnmärkten entwickelt. Es sichert das Beschaffungsrisiko ab, und zwar durch einen ganzheitlichen Ansatz von Qualitätsmanagement mit Methoden des Risikomanagements, Gesamtkostenbetrachtungen und Prozessvariationen. Eine derartige Beschaffungs-Effizienz soll es deutschen Unternehmen erleichtern, global zu agieren und gleichzeitig einen Wettbewerbsvorteil gegenüber weltweiten Konkurrenten aufzubauen.
Aber nicht nur Deutschland, sondern ganz Europa kann sich von einem auf serielle und Massenproduktion ausgerichteten Wettbewerb durch Kundenorientierung absetzen. Das ist aber nur möglich, wenn es gelingt, Innovationen in den Grenzbereichen von Technik und Leistung bereits bei der Markteinführung zu beherrschen. So sieht Engelbert Westkämper vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) in der Zuverlässigkeit von Leistungsmerkmalen moderner Produkte ein entscheidendes Wettbewerbskriterium. Eine dazu entwickelte Technologie-Plattform könne die Null-Fehler-Produktion verwirklichen und zugleich der Wirtschaft Potentiale im Weltmarkt nachhaltig erschließen.
"Nachhaltiges Wachstum aus der Qualitätsperspektive" ist für Thomas Prefi nur durch eine Qualitätskultur mit zielorientierter Führung möglich. Denn: "Qualität ist mehr als die Abwesenheit von Fehlern. Erst die Qualitätswahrnehmung entscheidet", so der Geschäftsführer der P3 Ingenieurgesellschaft. Weitere Informationen zur FQS-Tagung unter www.fqs.de.
Die FQS Forschungsgemeinschaft Qualität e.V. - 1989 auf Initiative der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ) gegründet - unterstützt derzeit 1000 deutsche Unternehmen, die Qualität ihrer Produkte und Dienstleistungen sicherzustellen. Dahinter steht die Idee, dass zahlreiche Aufgaben im betrieblichen Umfeld mittelständischer Unternehmen ohne wissenschaftliche Begleitung nicht zu lösen und innovative Lösungen nicht im Alleingang zu finanzieren sind.
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