(openPR) Ettlingen, 5. Juli 2007 - Gasversorger, die mit dem Abrechnungssystem SAP IS-U arbeiten, bekommen bei der Umsetzung der Gasnetzzugangsverordnung (GasNZV) ab sofort technologische Unterstützung von der cormeta ag. Der Anbieter von Software und Dienstleistungen für die Versorgungswirtschaft ist in der Lage, die vom Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) und vom Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU) festgelegten Standardlastprofile für nichtleistungsgemessene Verbraucher in SAP IS-U/EDM vollständig abzubilden.
Mit Hilfe einer von cormeta entwickelten Funktion lassen sich die Arbeitswerte dieser Profile mit dem Einspielen der Tagestemperatur automatisch generieren. Dadurch können sowohl Ist-Temperaturen für den tatsächlichen Verbrauch als auch Temperaturprognosen für die tägliche Verbrauchsprognose der nichtleistungsgemessenen Haushalts- und Gewerbekunden herangezogen werden. Damit erfüllt die cormeta eine der wichtigsten Anforderungen an ein integriertes Gas-EDM-System und schließt die Lücke zwischen dem starken, integrierten SAP-EDM-System sowie den Anforderungen der Gas-Bilanzierung gegenüber den Lieferanten.
Zum Hintergrund: Bei nichtleistungsgemessenen Verbrauchern (Privathaushalte und Gewerbekunden mit geringem Jahresverbrauch) ist eine standardisierte Verbrauchskurve (Lastgang/Lastprofil) die Basis für die Abrechnung. Hier wird nicht - wie bei leistungsbezogenen Abnehmern - stündlich der Lastgang per Zählerfernauslesung ermittelt. Statt dessen wird ein temperaturgeführtes Verbrauchsprofil vorgegeben - abhängig davon, aus welcher Branche der Abnehmer kommt und ob er Privat- oder Gewerbekunde ist. Die von BGW und VKU entwickelten Standardprofile werden von der GasNZV vorgeschrieben (§ 29 Abs. 1). Danach sind "für Verbraucher bis zu einer maximalen stündlichen Ausspeiseleistung von 500 kWh und bis zu einer maximalen jährlichen Entnahme von 1,5 Millionen kWh vereinfachte Methoden (Standardlastprofile - SLP)" anzuwenden. BGW und VKU haben deshalb zusammen mit der TU München bundesweit Messungen bei Gasversorgern durchgeführt und daraus temperaturgeführte Profile erstellt: zwei für Privathaushalte (Einfamilienhaus und Mehrfamilienhaus) und neun für Gewerbekunden (Metall/Kfz, Papier/Druck, Handel, Kreditinstitute/Versicherungen/öffentliche Einrichtungen, Beherbergungen, Gaststätten, Bäckereien, Wäschereien, Gartenbau).
Ein Profil enthält 24 Stundenanteile in Prozent. Da der tägliche Lastgang je nach Temperatur unterschiedlich ist, differenziert man mehrere Profile, die jeweils nur für einen Temperaturbereich gültig sind. Ein Tagesprofil besteht aus zehn Temperaturbereichen. Die zur Berechnung des Stundenwertes einzubeziehende Temperatur wird mittels einer geometrischen Reihe der letzten vier Tagemitteltemperaturen berechnet und geht in die spezielle Formel (Sigmoidfunktion) der TU München ein. Auf deren Basis hat cormeta die anfangs erwähnte Funktion entwickelt, mit der im IS-U-System automatisch der Profilwert abhängig von der jeweiligen Temperatur ermittelt wird. Für die Bilanzierung, Mehr-Mindermengenabrechnung bzw. Prognose werden diese Profile mit dem Temperaturunabhängigen Kundenwert multipliziert.
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