(openPR) Studie zeigt: Diversity Management verbessert Arbeitszufriedenheit und Commitment von Beschäftigten
Köln, 5. Juli 2007 – Beschäftigte, die offen mit ihrer (homo-)sexuellen Orientierung umgehen können, sind zufriedener mit ihrer Arbeit und fühlen sich stärker mit ihrem Unternehmen verbunden. Das zeigt die aktuelle Studie „Out im Office?!“, die die Arbeitsplatzsituation von 2.230 Lesben und Schwulen in Deutschland beleuchtet. 88 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass Lesben und Schwule mehr Kreativität und neue Perspektiven einbringen, wenn sie am Arbeitsplatz voll integriert werden. Eine offene Unternehmenskultur entwickelt sich zu einer wirtschaftlichen Notwendigkeit, betont Michael Stuber, Berater führender Diversity-Unternehmen: „Diversity steigert Produktivität und Markterfolg. Zur Glaubwürdigkeit des Konzeptes gehört auch eine sexuelle Integration: Alle Chancen zu nutzen heißt alle Potenziale anzuerkennen“.
Im Kampf um die besten Talente gewinnt Diversity ebenfalls an Bedeutung. Laut Studie prüfen Lesben und Schwule verstärkt, ob potenzielle Arbeitgeber „gay-friendly“ sind. Rund 70 Prozent der Befragten entscheiden auf dieser Basis, ob sie sich bei einem Unternehmen bewerben. Schließlich möchten sie später offen und erfolgreich tätig sein können. „Offenheit wirkt sich positiv auf den Gesundheitszustand, die Arbeitszufriedenheit und das Commitment – vor allem aber auf die freien Ressourcen – aus“, erläutert Studienautor Dominic Frohn. Seine Untersuchung zeigt erstmals für Deutschland, dass Mitarbeiter in Unternehmen mit Diversity Management signifikant offener mit ihrer sexuellen Orientierung umgehen, als Mitarbeiter in Unternehmen ohne vergleichbare Aktivitäten.
Stuber und Frohn warnen gleichzeitig vor verfrühtem Enthusiasmus. Die gestiegene Aufgeschlossenheit habe noch nicht zu einer umfassenden Akzeptanz im Arbeitsleben geführt. Tatsächlich gehen laut Studie 52 Prozent der Befragten verschlossen mit ihrer sexuellen Identität am Arbeitsplatz um. Über drei Viertel der Befragten haben am Arbeitsplatz schon Diskriminierungen erlebt. „Noch immer existiert in vielen Unternehmen eine Monokultur, die enorme wirtschaftliche Potenziale verschenkt“, berichtet Stuber.
Informationen zur Studie: Die Studie „Out im Office?! Sexuelle Identität, (Anti-) Diskriminierung und Diversity am Arbeitsplatz“ wurde von Dominic Frohn (Psychologisches Institut der Universität zu Köln) in Kooperation mit „Ungleich Besser Diversity Consulting“ durchgeführt. An der Online-Befragung im Zeitraum vom 01.09.2006 bis 31.10.2006 nahmen insgesamt 2.712 Personen teil. „Out im Office?!“ ist die seit 10 Jahren umfassendste Studie, die die Arbeitssituation von Lesben und Schwulen in Deutschland untersucht. Erhoben wurde, wie offen Schwule und Lesben am Arbeitsplatz mit ihrer sexuellen Orientierung umgehen können und welche Diskriminierungserfahrungen sie machen. Darüber hinaus wurde der Einfluss von Diversity Management untersucht.
Auf Wunsch stellen wir Ihnen eine Zusammenfassung der Studie bereit. Bei weiteren Fragen oder Interviewwünschen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Belegexemplar erbeten.
Ungleich Besser Diversity Consulting
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50674 Köln








