(openPR) Pressemitteilung - BÜRGER-ENGAGEMENT FÜR SYNAGOGE: Beirat der MAGENZA-STIFTUNG konstituiert
Mainz, 04. Juli 2007 - Mit der Gründung der Stiftung MAGENZA sei man auf einem gutem Weg, um mit dem Neubau einer Synagoge und eines Gemeindezentrums „ein Zuhause für die Jüdische Gemeinde zu schaffen, das ihren aktuellen Aufgaben und ihren historischen Wurzeln würdig“ sei und das jüdische Leben noch stärker in Mainz verankern werde, sagte Oberbürgermeister Jens Beutel bei der konstituierenden Sitzung des Beirats im Rathaus. „Dies ist für die Stadt Mainz auch und gerade eine Frage von Moral und historischer Verantwortung“, betonte der Oberbürgermeister, der zusammen mit Ministerpräsident Kurt Beck Schirmherr der Stiftung ist.
Beutel zeigte sich optimistisch – auch in zeitlicher Hinsicht – was den Bau der Synagoge und des Gemeindezentrums angeht. Um die neue Synagoge verwirklichen zu können, sei es notwendig, dass alle beteiligten Kräfte an einem Strang ziehen und dass es neben der Unterstützung durch die Stadt, das Land und den Bund auch ein breites Bürgerengagement für den Neubau gebe, das die tiefe Verankerung des Projekts in der Mainzer Bürgerschaft deutlich mache. Beutel wörtlich: „Ich möchte ganz herzlich den Gründungsstifterinnen und Gründungsstiftern danken, die hier ein wichtiges Zeichen gesetzt haben und bin zuversichtlich, dass es uns gelingen wird, noch viele weitere Stifter und Unterstützer für dieses Projekt zu gewinnen.“
Der Vorstand der Stiftung stellte dem Beirat die Überlegungen vor, wie weitere Mittel für die
Stiftung MAGENZA eingeworben werden sollen. Dazu soll auch ein Faltblatt beitragen, das
alle Fakten und Adressen der Stiftung enthält, ebenso wie die eigene Homepage
www.magenza-stiftung.de, die jetzt im Netz ist.
Der Mainzer Judaistik-Professor Dr. Andreas Lehnardt erinnerte in seinem Vortrag an den bedeutenden Gelehrten Moshe ben Yaakov Moeln, genannt Maharil, der um 1400 das jüdische Leben in Mainz neu organisierte und eine Reihe wichtiger Schriften verfasste, die bis heute für viele Juden in aller Welt große Bedeutung haben und in den letzten Jahren in Israel neu gedruckt wurden.
In den Schriften Maharils komme eine besondere Verbindung zu seiner Heimatstadt Mainz zum Ausdruck, wenn er immer wieder von „unserer Stadt“ schreibe und sich auf Bräuche und Personen im Mainz des ausgehenden Mittelalters beziehe.
Pressekontakt:
MAGENZA-Stiftung für Jüdisches Leben in Mainz,
Dr. Rudolf Blank, E-Mail
Tel. 06136-88348
MAGENZA-Stiftung für Jüdisches Leben in mainz
Binger Straße 17
55116 Mainz









