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Biotechnologien aus Sicht des Kapitalmarkts

02.07.200713:52 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Nach der „weißen“ Biotechnologie ist es nun die „rote“ Biotechnologie, die für Kapitalgeber zunehmend interessant wird. Das sagte Dr. Hanns Frohnmeyer, Landesbank Baden-Württemberg, auf dem TELI-Forum in Stuttgart.

Diese „rote Biotechnologie“, vor allem die Entwicklung von Arzneimitteln und Diagnostika, ist ein attraktiver Wachstumsmarkt. Neuartige Wirkstoffe werden - anders als die auf chemisch-synthetischem Weg erzeugten klassischen Pharmaprodukte - von lebenden Zellen hergestellt. Von der roten Biotechnologie erhofft man sich auch den Durchbruch zu für den Patienten „maßgeschneiderten“ Medikamenten, d.h. zu einer gezielten individuellen Therapie. Allerdings sind diese innovativen Therapeutika wesentlich teurer in der Herstellung als die schon länger untersuchten klassischen Produkte.



Am Beispiel eines „Blockbuster-Medikaments“ – mit dem später ein jährlicher Umsatz von über eine Mrd. Dollar erreicht werden soll – erläuterte Frohnmeyer den klassischen Werdegang eines solchen neuen Produktes: Von der Wirkstoffentdeckung bis zur Vermarktung kann die Entwicklung dabei mehr als zehn Jahre dauern und Kosten von über 500 Mio. Euro erfordern. Besonders aufwendig sind die klinischen Phasen, in denen die neuen Stoffe am Menschen untersucht werden. Das Rückschlagpotential ist beträchtlich. Ist allerdings ein solches Blockbuster-Produkt einmal am Markt zugelassen, sind die Kosten in wenigen Jahren wieder eingespielt.

Mit drei Problemen muss sich die Pharmabranche heute hauptsächlich auseinander setzen:

1. Der Patentschutz läuft nach 20 Jahren ab. Nach der Zulassung bleiben also weniger als zehn Jahre. Danach können die Medikamente von Generika-Unternehmen produziert und vermarktet werden.

2. Es sind zu wenige neue eigene Wirkstoffe in der „Entwicklungspipeline“, um alte Produkte ablösen und den Umsatz halten zu können.

3. Der Preisdruck der Kosten einsparenden nationalen Gesundheitssysteme steigt.

Patentlaufzeiten und Innovationsrückstand treffen die Biotech-Branche weniger. Der Preisdruck dürfte allerdings noch höher sein, da Biologicals zwar zu den innovativsten, gleichzeitig aber auch zu den teuersten Medikamenten zählen. Insbesondere die F&E-Kosten fallen hier ins Gewicht. Deshalb bietet sich eine Zusammenarbeit zwischen den klassischen Pharma- und den innovativen Biotech-Unternehmen an. Die Pharma-Industrie braucht Biotech zum Auffüllen der Wirkstoffpipeline und als Quelle innovativer Technologien; Biotech braucht Pharma zur Finanzierung kostenintensiver F&E-Projekte sowie zur Vermarktung ihrer Medikamente.

Anders als in den USA, Großbritannien und der Schweiz befinden sich die meisten Biotech-Unternehmen in Deutschland und dem restlichen Europa noch in der Frühphase. So zeichnete sich die Branche in Deutschland bis vor kurzem durch hohe Verluste, Umsätze unter der Milliarden-Schwelle und Enttäuschung bei den Kapitalgebern aus.

Doch seit ein bis zwei Jahren sind neue Trends spürbar, da der Finanzmarkt das Potential der Branche erkannt und ihr zu mehr Liquidität verholfen hat. Die Unternehmen können ihre Lizenzen später abgeben und mehr Wirkstoffe in die ersten klinischen Phasen bringen. Die Lizenzeinnahmen erreichen schon 30 bis 50 % des Produktumsatzes.

Frohnmeyer schließt aus dieser Entwicklung für den Kapitalmarkt, dass die Biotechnologie eine zwar – noch – kleine Wachstumsbranche ist, die trotz verbesserter Rahmenbedingungen weiterhin hohen Kapitalzufluss benötigt. Neu auf den Markt gekommene Produkte führten schnell zur Profitabilität. Aus den 14.000 Arbeitsplätzen im Jahr 2007 könnten so bis 2020 schon 169.000 bis 340.000 werden. Goldene Aussichten?

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