(openPR) Brennstoffzelle HotModule erzeugt Strom und Wärme aus Klärgas
Mit einer 250-kW-Brennstoffzelle der CFC Solutions GmbH wird die Kläranlagen GmbH in Moosburg an der Isar ihre Technik optimieren. Das so genannte HotModule soll im Herbst seinen Betrieb aufnehmen und ein motorisches Blockheizkraftwerk ergänzen. Dessen konventioneller Technik ist das HotModule in dreifacher Hinsicht überlegen: Sein elektrischer Wirkungsgrad ist mit 47 Prozent etwa zehn Prozentpunkte höher und die Brennstoffzelle stellt außerdem Wärme bei zirka 400 °C bereit; sie kann hervorragend zum Trocknen von Klärschlamm eingesetzt werden. Schließlich erzeugt das HotModule bei einem ebenbürtigen Gesamtbrennstoffnutzungsgrad weniger lokale Emissionen: Die CO-Emissionen liegen etwa eine Zehnerpotenz unter denen des Motors und SO2 oder NOx sind nicht einmal nachweisbar. Der Kläranlagenbetreiber profitiert nicht nur von der hohen Energieausbeute, sondern er kann dank der effektiven Klärschlammtrocknung auch die anfallende Restmasse reduzieren. Mit der Kläranlagen GmbH Moosburg hat sich bereits der dritte Klärwerksbetreiber für ein HotModule entschieden. Aufgrund seines innovativen Charakters wird das Moosburger Projekt zur Hälfte vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert.
Für die Moosburger Kläranlagen GmbH ist das Beste gerade gut genug; Geschäftsführer Hans Walther und sein Team streben einen hocheffektiven und zugleich wirtschaftlichen Betrieb an. Vor wenigen Jahren wurden die Kapazitäten der Kläranlage erweitert, um neben dem vor Ort anfallenden auch angelieferten Klärschlamm verarbeiten zu können. „Parallel mit dem wachsenden Mengendurchsatz optimierten wir den Klärprozess und unsere Energieanlagen“, sagt Walther. „Die energetische Verwertung von Klärgas ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für uns.“
Um den Energiegehalt des im Faulturm entstehenden Klärgases bestmöglich auszunutzen, zog die Kläranlagen GmbH die Energie-Agentur Berghamer & Partner aus Moosburg hinzu. Oliver Berghamer berichtet: „Wir haben Anfang 2006 untersucht, welche Möglichkeiten zur Nutzung der inzwischen verdreifachten Klärgasmenge aus wirtschaftlicher und umwelttechnischer Sicht sinnvoll sind, bis hin zur Reinigung und Einspeisung des Klärgases. Schlussendlich war die energetische Verwertung in der Kläranlage am aussichtsreichsten.“ Das Ingenieurbüro erarbeitete mit dem Anlagenbetreiber einen Stufenplan. Im ersten Ausbauschritt wurde noch in 2006 das alte Blockheizkraftwerk (BHKW) durch ein neues motorisches mit der doppelten Leistung ersetzt. Der zweite Schritt ist nun die Integration der Brennstoffzellenanlage „HotModule“ in die Energieerzeugung.
Hoher Wirkungsgrad und effektive Klärschlammtrocknung
Die Brennstoffzelle der CFC Solutions GmbH, Ottobrunn, wird ab Herbst, wie das bestehende BHKW, in Kraft-Wärme-Kopplung aus dem Klärgas Strom und Wärme erzeugen. Dabei überzeugt sie mit ihrem hohen elektrischen Wirkungsgrad von 47 Prozent. Ein weiteres Plus ist die Wärmebereitstellung auf hohem Temperaturniveau: Rund 400 °C heiß ist die Abluft des HotModules. Die Wärme wird in einen Thermalöl-Kreislauf gespeist, der den Klärschlammtrockner direkt bedient. Der entzieht dem Klärschlamm bei etwa 150 °C so viel Feuchtigkeit, dass von der Eingangsmenge nur rund ein Viertel übrig bleibt.
Michael Bode, Geschäftsführer der CFC Solutions GmbH, und sein Team begrüßen die Akzeptanz des HotModules bei Anwendungen wie dieser. „Unser Ziel ist eine umweltfreundliche Energieerzeugung auf Basis biogener Brennstoffe“, erklärt Bode. „Daher forcieren wir besonders Biogas- und Klärgasanwendungen.“ Bei ihnen können außer der elektrischen und thermischen Energie oft auch die Reststoffe genutzt werden, die nach der Gaserzeugung übrig bleiben.
Wirtschaftlicher Klärwerksbetrieb dank optimaler Energieerzeugung
„Das HotModule ist quasi die Krönung unserer Energieerzeugung“, meint Kläranlagen-Chef Walther, der sich schon auf seine ersten Betriebserfahrungen mit der 250-kW-Brennstoffzelle freut. „Ihr hoher Wirkungsgrad kommt uns entgegen. Wir können so nicht nur unseren eigenen Energiebedarf decken, sondern erzeugen sogar Strom im Überschuss, den wir verkaufen können.“ Das kommt nicht zuletzt den Bürgern zugute, denn was in der Kläranlage gespart wird, fließt unter anderem in die Instandhaltung und Sanierung des Kanalnetzes.
Stefanie Eickele - CFC Solutions GmbH
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