(openPR) Immer häufiger kommunizieren Chefs mit ihren Mitarbeitern per Email. Dies bietet zusätzliche Möglichkeiten, den persönlichen Abstand zu vergrößern und autoritäre Ansprüche zu exekutieren. Anderseits bietet die online-Kommunikation Chancen, einen kontinuierlichen Informationsstand und Kontakt in der Arbeitsgruppe zu sichern und damit einen kollegialen, produktiven Leitungsstil auch unter schwierigen Bedingungen aufrechtzuerhalten, analysiert Stefan Seltmann (Universität Siegen) in einer aktuellen Studie.
Tendenziell zeigen autokratische Vorgesetzte eher eine Abneigung gegenüber der elektronischen Kommunikation, beantworten die Mails der MitarbeiterInnen verspätet und verbergen vieles - auch sich selbst - hinter ihren Mails; ein persönlicher Kontakt soll damit möglichst vermieden werden.
Der motivierende Manager hingegen bemüht sich um eine zügige Beantwortung der Mitarbeiter-Mails. Die elektronische Kommunikation wird als nützliche Ergänzung zum persönlichen Kontakt gesehen. In diesem Klima finden Mitarbeiter Anregungen, ihre Expertise und Kreativität in den Arbeitsprozess einzubringen, d.h. Produktivität und Lebensqualität zu steigern.
Stefan Seltmann:
Computer-Mediated Communication and Leadership in Organizations
(pp 441-468) in:
Angela Schorr, Stefan Seltmann (Eds):
Changing Media Markets in Europe and Abroad
New Ways of Handling Information and Entertainment Content
Pabst, 508 pages, ISBN-10: 3-89967-179-1









