(openPR) Gaetano Donizetti - L’ELISIR D’AMORE (Der Liebestrank), Melodramma giocoso in due atti (Oper in zwei Akten),in Originalsprache. Mit deutschen Übertiteln.
Premiere am 20. Mai 2007, 18.00 Uhr – Opernhaus, Drehscheibe
Weitere Vorstellung(en): 27.05., 01.06., 03.06., 08.06., 23.06., 01.07., 06.07., 08.07. 2007
Musikalische Leitung: Balazs Kocsar
Inszenierung: Jean-Claude Berutti
Bühnenbild : Rudy Sabounghi
Kostüme: Colette Huchard
Choreinstudierung: Sören Eckhoff
Adina: Eun Yee You
Nemorino: Stanley Jackson / Seung-Hyun Kim
Belcore: Herman Wallén
Dulcamara: Jonathan Veira
Gianetta: Ji-Yeon Jeong
Chor der Oper Leipzig
Gewandhausorchester
Seit ältesten Zeiten träumen die Menschen von einem Liebestrank, der in der Lage ist, einen anderen Menschen in Liebe an einen zu binden und seine Gefühle künstlich zu erwecken. Gaetano Donizetti war 1832 keineswegs der erste Komponist, der sich mit diesem Motiv auseinandersetzte, war doch das Libretto von Felice Romani eine nahezu wörtliche Übersetzung von Eugène Scribes „Le philtre“ (Der Liebestrank), das Daniel-François-Esprit Auber nur ein Jahr zuvor für die Pariser Opéra Comique vertont hatte. Rund 25 Jahre später wiederum sollte sich dann Richard Wagner in „Tristan und Isolde“ wiederum mit dem Sujet beschäftigen. So ist Donizettis „melodramma giocoso“ eindeutig von der französischen opéra comique mit ihren sentimentalen, frühromantisch-literarischen Zügen beeinflusst. Nemorino liebt Adina, die seine Gefühle jedoch keinesfalls erwidert und andere Lebenspläne hat. Der undurchsichtige Doktor Dulcamara bietet Nemorino ein Liebeselexier an, nach dessen Genuss zwar alles anders wird, der in Wahrheit aber gar keiner ist! Es beginnt ein Ringen um das Erkennen und Zulassen der wahren Gefühle, an dessen Ende nicht nur die Liebenden zueinander finden, sondern auch der mephistophelische Dulcamara um eine entscheidende Erkenntnis reicher ist…
Jean-Claude Berutti wird mit Donizettis „Liebestrank“ erstmals an der Oper Leipzig inszenieren, eine erste Fassung für die Drehscheiben-Spielstätte, eine zweite für die Wiederaufnahme des Werkes im Februar 2008 auf der großen Bühne des Opernhauses. Jean-Claude Berutti, Leiter der Comédie de Saint-Étienne, Präsident der „European Theatre Convention“ und gefragter Schauspiel- und Musiktheaterregisseur, geht es in Donizettis „Liebestrank“ um die Angst vor Leidenschaft, vor tieferen Emotionen. Bei Donizetti verkörpert Adina diese Gefühlsabwehr, während der naive Nemorino seine Emotionen lebt. In ihre oberflächliche, auf Äußerlichkeiten und Vergnügen angelegte Welt, die Berutti in einer westdeutschen Kleinstadt der späten 50er Jahre ansiedelt, taucht Dulcamara auf. Er verkörpert für Berutti das Überbleibsel des Mephisto-Mythos, der mit dem Hervorlocken der Gefühle auch die Dialektik von positiven und negativen Emotionen wieder deutlich machen möchte. Damit stellt sich auch die Frage nach Gewinnern und Verlierern in der ach so schönen (Schein-) Welt.
Jean-Claude Berutti
Jean-Claude Berutti studierte an der Hochschule für Darstellende Kunst Straßburg Regie. Im Januar 2002 übernahm er gemeinsam mit François Rancillac die Leitung des Staatstheaters „La Comédie de Saint-Etienne”. Seit November 2005 ist er Präsident der „European Theatre Convention”. Berutti ist sowohl im Bereich des Sprechtheaters wie auch der Oper ein sehr gefragter Regisseur. Im Schauspiel inszenierte er in französischer, russischer, deutscher oder niederländischer Sprache Stücke u.a. von Molière, Shakespeare, Schnitzler, Brecht, Tabori, Pinter und Thomas Bernhard. Auch im Bereich der Oper führte er Regie bei Werken so verschiedener Komponisten wie z.B. Monteverdi, Mozart, Schumann, Puccini, Berio, von Einem und Zemlinsky. Berutti war in aller Welt erfolgreich, so in Brüssel, Montpellier, Straßburg, Paris, Krasnojarsk, Bilbao und Tel Aviv.













