(openPR) Regisseurin Olga Motta eröffnet die neue Saison an der Staatsoper Stuttgart mit Donizettis Belcanto-Oper
Ist sie Wahnsinnige, Opfer oder Täterin? Dieser Frage geht Olga Motta in ihrer Neuinterpretation von „Lucia di Lammermoor“ nach: Mit Gaetano Donizettis Belcanto-Werk, basierend auf einem Roman von Sir Walter Scott von 1819, eröffnet sie am 3. Oktober 2009, 19 Uhr im Opernhaus die neue Saison an der Staatsoper Stuttgart. Wie schon in „Lucio Silla“ zeichnet Olga Motta auch in ihrer zweiten Stuttgarter Arbeit nicht nur als Regisseurin, sondern auch als Bühnen- und Kostümbildnerin verantwortlich.
Nach über 30 Jahren ist „Lucia di Lammermoor“ damit erstmals wieder an der Staatsoper zu sehen – vorwiegend besetzt mit Mitgliedern des Opernensembles. Deren musikalische Leitung hat bei seinem Staatsoperndebüt Patrick Fournillier. Der renommierte Dirigent war insbesondere mit Werken des französischen und italienischen Opernrepertoires international erfolgreich; kürzlich leitete er „Werther“ an der Bayerischen Staatsoper und „La Damnation de Faust“ an der Semperoper in Dresden, demnächst gastiert er mit „Les Contes d’Hoffmann” an der New Yorker Met.
Wer ist diese Lucia (Ana Durlovski gibt ihr Staatsoperndebüt in der Titelpartie), die ihren Mann Arturo (erstmals in Stuttgart Joel Prieto) ermordet, darauf das Glück mit ihrem Geliebten Edgardo (in dieser Partie stellt sich das neue Ensemblemitglied Dmytro Popov vor) besingt und anschließend wahnsinnig geworden stirbt?
„Zunächst ist Lucia eine liebende Frau“, sagt Olga Motta. „Und dieser Wahnsinn – das ist eine Befreiung aus diesem Leben, ein Befreiungsschlag. Lucia zieht sich selbst aus dem Sumpf, in den die Gesellschaft sie zwingen will. So entstand die Idee, diesen Wahnsinn letztendlich als Metamorphose zu zeigen, als eine Verwandlung in eine andere Dimension.“
Die inneren Seelenlandschaften sichtbar machen – das ist das Ziel ihres Bühnenbildes. Dabei wendet sie sich ab von der romantischen schottischen Geographie eines Sir Walter Scott und setzt stattdessen auf einen Bühnenraum, der sich durch Licht (Reinhard Traub) und Farben definiert und auf diese Weise äußere wie innere Handlungsvorgänge deutlich werden lässt.










