(openPR) NÜRNBERG – Viele Firmen und Arbeitsplätze könnten bei der Unternehmensnachfolge gerettet werden, wenn sich die Beteiligten auf neue Finanzierungsmodelle verständigen und langfristige steuerliche Aspekte bedenken würden. Darauf weist Prof. Dr. Helmut Bräuer von der Nürnberger Steuerberatung FACT TREUHAND GMBH in einem Beitrag für die aktuelle Ausgabe der Fachzeitschrift "Vermögen & Steuern" hin.
Als Beispiel führt Bräuer die "Earn-Out-Methode" an, bei der sich der Kaufpreis für ein Unternehmen in zwei Teile splittet. "Während ein fixer Basisteil die finanziellen Möglichkeiten des Käufers berücksichtigt, soll der variable Teil den Wertvorstellungen des Verkäufers gerecht werden, die naturgemäß höher ausfallen." Beide Teile sind in einer Kaufpreisurkunde festzulegen. Die konkrete Umsetzung und die Laufzeit einer solchen Vereinbarung richten sich nach den jeweiligen Wünschen und Möglichkeiten von Firmeninhaber und Nachfolger.
Einfluss auf den Unternehmenswert und damit auf den Kaufpreis hat nach Prof. Bräuer auch die Wahl der Rechtsform einer Transaktion. Sie entscheidet darüber, ob ein Nachfolger den Kaufpreis frühzeitig steuerlich geltend machen und damit von einer geringeren Kostenbelastung profitieren kann.
In Deutschland sind pro Jahr fast 40.000 Betriebe und 140.000 Arbeitsplätze in ihrem Bestand gefährdet, weil kein geeigneter Nachfolger gefunden wird. Studien des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) zufolge beklagen rund 50 Prozent der Finanz- und Steuerberater fehlendes Eigenkapital des Nachfolgers und Probleme bei der Kaufpreisfinanzierung.






