(openPR) Zwei Drittel der Absolventen (sehr) zufrieden / Alternative zur betrieblichen Ausbildung
Frankfurt am Main - Außerbetriebliche Ausbildungsangebote stehen der Qualität betrieblicher Ausbildungen im Rahmen des dualen Systems in nichts nach. In dieser Aussage sieht sich der Bundesverband Deutscher Privatschulen (VDP) von einer aktuellen Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) in Bonn und des Zentrums für Sozialforschung (zsh) in Halle bestätigt. Demnach lernten in den alten Bundesländern zwar nur rund vier Prozent aller Auszubildenden des dualen Systems in einer außerbetrieblichen Einrichtung, in den neuen Ländern seien es aber mittlerweile rund 30 Prozent. Dabei zeigten sich gut zwei Drittel der befragten Absolventen einer solchen außerbetrieblichen Ausbildung mit ihrer Ausbildung zufrieden oder sehr zufrieden. Mit 80 Prozent entspräche auch die Erfolgsquote der außerbetrieblich Ausgebildeten bei Prüfungen dem Durchschnitt in den neuen Ländern, so die Autoren der Studie.
„Ein Großteil dieser außerbetrieblichen Ausbildungen wird von privaten Trägern angeboten“, erläutert VDP-Geschäftsführer Christian Lucas. „Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen einmal mehr, dass solche Ausbildungsangebote ein sinnvolles Mittel zur Reduzierung der Lehrstellenlücke sein können.“ Laut BIBB werden diese alternativen Ausbildungsangebote zu erheblichen Teilen über das Ausbildungsplatzprogramm Ost finanziert. Die Bildungsträger arbeiten bei solchen als „betriebsnah“ bezeichneten Ausbildungen eng mit Praktikumsbetrieben zusammen, in denen die Auszubildenden auch einen Großteil ihrer Ausbildungszeit verbringen. „Die privaten Träger solcher Ausbildungen stellen somit nicht nur dringend benötigte Ausbildungsplätze zur Verfügung, sondern tragen mit innovativen Ausbildungskonzepten auch zur Weiterentwicklung des dualen Ausbildungssystems insgesamt bei“, lobt VDP-Geschäftsführer Lucas. „Sie empfehlen sich damit als mindestens gleichwertige Ausbildungsorte, die noch dazu konjunktur-unabhängig, antizyklisch und nachfragegerecht ausbilden können.“ Daneben gebe es natürlich weitere sinnvolle Alternativen zu einer betrieblichen Ausbildung, beispielsweise eine schulische Berufsausbildung an einer Berufsfachschule oder ähnlichen Einrichtungen, so Lucas weiter.
Die Untersuchung von BIBB und zsh ist im Bertelsmann Verlag erschienen: Klaus Berger, Holle Grünert (Hrsg.): Zwischen Markt und Förderung – Wirksamkeit und Zukunft von Ausbildungsplatzstrukturen in Ostdeutschland. Bonn/Bielefeld 2007. Weitere Informationen finden Sie in der entsprechenden Pressemitteilung des BIBB vom 10. Mai 2007 unter www.bibb.de/de/29726.htm.
Verantwortlich für den Inhalt: Martin Kunze, Pressesprecher










