(openPR) Doch der Horizont der Frau sollte nicht an der Wäscheleine enden
Bonn/Schönau - Familienarbeit ist ein Fundament unserer Gesellschaft. Doch häufig wird diese Tätigkeit von der Politik, der Gesellschaft, dem eigenen Mann oder den Sprösslingen nicht anerkannt. „Man muss es aber immer wieder sagen, auf die Gefahr hin, als frustriert abgestempelt zu werden. Wenn man gehört werden will, muss man sich zusammentun – in einer Hausfrauengewerkschaft zum Beispiel“, schreibt Mascha Kurtz http://www.maschakurtz.ch.vu auf der von Anja Wagner und Marie Theres Kroetz-Relin http://www.marie-theres.com verantworteten Website Hausfrauenrevolution http://www.hausfrauenrevolution.com. Diese Interessenvertretung gebe es in Deutschland schon über 25 Jahre und seit 2004 auch in der Schweiz http://www.hausfrauengewerkschaft.ch.
Doch wenn man sich ihre Ziele näher betrachte, schleiche sich Unbehagen ein. Da werde allenfalls ein Teilzeitjob toleriert, eine „mehrheitliche Fremdbetreuung“ der Kinder als geradezu schädlich angesehen. Auf der Seite „Lesestoff“ finde man fast ausschließlich Artikel verschiedener Publikationen, die das Lob der Nur-Hausfrau singen. Die Zeitschrift „Annabelle“ rufe die „neue Hausfrau“ aus, die keine Lust auf Doppelbelastung habe und finde, dass der Hausfrauenberuf eine „größere Gestaltungsfreiheit“ biete.
„Um dem zu großen Druck zu entgehen, der entsteht, wenn man Familie und Beruf vereinbaren will, weicht die Frau zurück an den Herd und verklärt ihr Hausfrauendasein zum Lifestyle, statt bessere Infrastrukturen für arbeitende Mütter zu fordern“, schreibt Kurtz. „Dabei darf man nicht vergessen, dass viele Frauen es sich gar nicht leisten können, zu Hause zu bleiben, weil die Familie ohne ein zweites Einkommen nicht über die Runden kommt. Wenn diese Superhausfrauen verkünden, nur die ständige Präsenz der Mutter garantiere glückliche Kinder, welches Licht wirft das auf die Frauen, die arbeiten gehen müssen?“









