(openPR) Schiefer sind in ihrer Erscheinungsform im ersten Moment recht ähnlich, sei es in der Farbe oder der Struktur, wenn man Sie von einem Natursteinhändler vorgeführt bekommt. Es gibt schwarze, graue, grüne, rote oder dunkelgrüne u.a. Schieferarten, die dem Bauherren für sein Bauvorhaben zur Verfügung stehen. Die Wahl des richtigen Schiefers ist abhängig von den Gegebenheiten des entsprechenden Bauvorhabens und der Beschaffenheit des Schiefers. Um die Qualität und die Verwendbarkeit der Schiefer zu beurteilen bedient man sich verschiedener Prüfverfahren, die nach den europäischen DIN Normen reglementiert und vorgegeben sind.
Betrachtet man Schiefer nur aus chemischer Sicht stellt sich schnell heraus, dass die Schiefer Arten doch recht unterschiedlich sind (s. Abbildung). Diese Unterschiede sind geprägt durch die Bildungsgeschichte der Schiefer. Da die chemische Zusammensetzung der Schiefer bedacht werden muss, um eine fachgerechte Verlegung durchzuführen, ist es zwingend notwendig diesen Aspekt zu analysieren und zu vergleichen.
Hier sei ein Beispiel genannt, dass sich auf die Zusammensetzung des brasilianischen Schiefers bezieht. Es fällt auf, dass die Zusammensetzung des Schiefers, im Vergleich zu dem chinesischen, portugiesischen oder indischen Schiefers, einen erhöhten Anteil an Ca aufweist (3,2 Gew.-%), während das Spektrum der anderen Schiefer im Bereich von 0,15 – 0,34 Gew.-% liegt. Dieser Marker ist entscheidend für die Auswahl des Klebers oder Mörtels, der für die Verlegung Verwendung finden soll. Da ein erhöhter Calciumanteil die Gefahr der Kalkausblühung erhöht und somit zu einem möglichen Gewährleistungsschaden führen kann. Der brasilianische Schiefer weist eine hohe und jahrelang beständige Qualität auf, die durch eine fachgerechter Verlegung gewährleistet werden kann.
Des Weiteren sind z.B. die Gew.-% Anteile von Si und Al wichtig, um, in Korrelation mit petrographischen und gesteinsphysikalischen Daten, eine Aussage über die Festigkeit des Schiefers treffen zu können. Aufgrund der Korrelation verschiedener Untersuchungsmethoden ist es möglich schon im Vorfeld Vorkehrungen zu treffen, um die jeweiligen Natursteine fach- und gesteinsgerecht zu verbauen.











