(openPR) Taunusstein, 19. Oktober 2026. Wie viel vom Tankrabatt an der Zapfsäule ankommt, hängt stark davon ab, wo getankt wird. Im Landkreis Sigmaringen war Super E10 in der vergangenen Woche im Schnitt 16,0 Cent je Liter günstiger als am 30. September, dem letzten Tag vor dem Rabatt. Damit kommt dort fast die gesamte Steuersenkung an. Im Landkreis Grafschaft Bentheim sind es nur 4,9 Cent. Zwischen den beiden Kreisen liegen mehr als 11 Cent. Das zeigt eine Auswertung des Verbraucherportals benzinampel.de, das die Preismeldungen aller Tankstellen an die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe täglich auswertet.
Im Bundesschnitt kostete Super E10 in der Woche vom 12. bis 18. Oktober 2,172 Euro je Liter, 10,6 Cent weniger als vor dem Rabatt. Diesel lag mit 2,301 Euro 12,2 Cent unter dem Ausgangswert. Seit dem 1. Oktober ist die Energiesteuer um 14,04 Cent je Liter gesenkt, mit Umsatzsteuer eine Entlastung von 16,7 Cent. Am ersten Tag sanken die Preise um knapp 13 Cent, in der zweiten Oktoberwoche zogen sie wieder an. Zuletzt ging es wieder abwärts.
Unter den Bundesländern sank Super E10 in Brandenburg und Bremen mit je 12,2 Cent am stärksten. Am geringsten war die Senkung in Bayern mit 9,2 Cent, Sachsen mit 9,6 Cent sowie Thüringen und Hessen mit je 9,8 Cent. Bayern bleibt dennoch eines der günstigsten Länder, weil die Preise dort schon vor dem Rabatt niedriger lagen. Am teuersten tankt man derzeit in Hessen mit durchschnittlich 2,208 Euro je Liter E10. Bei Diesel fiel die Senkung in Hamburg mit 15,3 Cent am stärksten aus.
Auch zwischen den Großstädten gibt es deutliche Abstände. In Gelsenkirchen ist E10 16,5 Cent günstiger als vor dem Rabatt, in Essen 14,0 Cent. In Leipzig sind es 8,4 Cent, in Dresden 8,7 Cent.
Ein Teil der Lücke zur vollen Entlastung geht auf gestiegene Einkaufspreise zurück. Rohöl der Sorte Brent hat sich im Oktober wegen der Lage im Nahen Osten weiter verteuert und kostete zuletzt rund 106 US-Dollar je Barrel. Eine Pflicht, die Steuersenkung vollständig weiterzugeben, besteht nicht.
„Der Rabatt kommt an, aber nicht überall gleich stark. Zwischen zwei Landkreisen liegen mehr als zehn Cent Unterschied bei der Weitergabe. Wer vergleicht und nicht mittags tankt, holt mehr heraus als die Steuersenkung allein“, sagt Robin Steinheimer, Betreiber von benzinampel.de.
Seit der 12-Uhr-Regel dürfen Tankstellen ihre Preise nur einmal täglich um 12 Uhr erhöhen. Danach sinken sie bis in den Abend und am nächsten Vormittag weiter. Wer die Mittagszeit meidet, spart zusätzlich.
Benzinampel.de veröffentlicht die Werte bis zum Ende des Tankrabatts am 31. Dezember täglich im Tankrabatt-Monitor unter https://benzinampel.de/tankrabatt, mit Zahlen für alle Bundesländer, die 20 größten Städte und 195 Landkreise. Die Tageswerte stehen dort als CSV-Datei zur freien Verwendung bei Quellenangabe bereit.
Methodik: Grundlage sind die Preismeldungen aller Tankstellen an die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (MTS-K) des Bundeskartellamts, verdichtet zu Tagesdurchschnitten je Sorte und Region. Verglichen wird der Durchschnitt der sieben Tage vom 12. bis 18. Oktober 2026 mit dem Tagesdurchschnitt vom 30. September 2026. Landkreise sind ab 25 Tankstellen berücksichtigt.


















