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Kraftstoffpreise sinken im Juni deutlich

01.07.202610:05 UhrTourismus, Auto & Verkehr
Bild: Kraftstoffpreise sinken im Juni deutlich
Städteranking der Spritkosten für Juni 2026. (© infoRoad GmbH / Clever Tanken)
Städteranking der Spritkosten für Juni 2026. (© infoRoad GmbH / Clever Tanken)

(openPR)

  • Auswertung von Clever Tanken: Super E10 im Juni rund 12 Cent, Diesel rund 18 Cent günstiger als im Mai

Nürnberg, 1. Juli 2026. Nachdem die Kraftstoffpreise bereits im Mai deutlich gesunken waren, setzte sich diese Entwicklung im Juni fort. Wie Berechnungen des Verbraucherinformationsdienstes Clever Tanken zeigen, kostete ein Liter Super E10 im bundesweiten Monatsdurchschnitt 1,8512 Euro. Gegenüber Mai (1,9683 Euro) entsprach das einem Rückgang von rund 12 Cent pro Liter. Diesel verbilligte sich im selben Zeitraum noch deutlicher: Der bundesweite Durchschnittspreis lag im Juni bei 1,7966 Euro je Liter und damit rund 18 Cent unter dem Wert des Vormonats (1,9727 Euro).

Wer im Juni viermal 60 Liter Super E10 tankte, zahlte dafür durchschnittlich rund 444,29 Euro. Das waren etwa 28,10 Euro weniger als im Mai. Gegenüber dem Vorjahresmonat lagen die Ausgaben allerdings noch immer um rund 41,78 Euro höher.

Für dieselbe Menge Diesel mussten Autofahrerinnen und Autofahrer im Juni durchschnittlich 431,18 Euro bezahlen. Im Vergleich zum Vormonat entsprach das einer Ersparnis von rund 42,26 Euro. Gegenüber Juni 2025 lagen die Kosten jedoch um etwa 52,25 Euro höher.

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Rohölpreise, Tankrabatt und Tankpreisbremse: Gründe für die Preisentwicklung im Juni

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Die Entwicklung der Kraftstoffpreise wurde im Juni vor allem durch die Rohölmärkte sowie den bis zum 30. Juni geltenden Tankrabatt bestimmt. Zu Monatsbeginn notierte die für Deutschland relevante Nordseesorte Brent noch bei rund 98 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Mit der Annäherung zwischen den USA und dem Iran setzte jedoch eine deutliche Trendwende ein. Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran, die schrittweise Normalisierung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus und die Aussicht auf ein wieder steigendes Ölangebot aus der Golfregion setzten die Rohölpreise deutlich unter Druck. Ende Juni kostete ein Barrel Brent zeitweise nur noch rund 73 US-Dollar und damit so wenig wie seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar nicht mehr.

„Neben den fallenden Rohölpreisen sorgte der bis zum 30. Juni befristete Tankrabatt für Entlastung an den Zapfsäulen. Gleichzeitig bremste jedoch die im April eingeführte Tankpreisbremse den Wettbewerb“, erklärt Steffen Bock, Gründer und Geschäftsführer von Clever Tanken. „Während der von der Bundesregierung eingeführte Tankrabatt die Kraftstoffpreise im Mai und Juni um bis zu rund 17 Cent je Liter entlastet hat, dürfen Tankstellen infolge der Tankpreisbremse ihre Kraftstoffpreise nur noch einmal täglich um 12 Uhr anheben. Viele Anbieter kalkulieren deshalb vorsichtiger und setzen ihre Preise zur Mittagszeit tendenziell höher an, da spätere Preiserhöhungen nicht mehr möglich sind. Die anschließenden Preissenkungen im Tagesverlauf reichen dadurch häufig nicht mehr an die früher üblichen Tiefstpreise heran. Das erhöht die durchschnittlichen Kraftstoffpreise.“

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Diesel im Juni rund 5,5 Cent günstiger als Benzin

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Nachdem Diesel zwischen März und Mai bis zu 15,42 Cent pro Liter teurer war als Super E10, drehte sich das Verhältnis im Juni wieder um. Im Monatsdurchschnitt kostete Diesel rund 5,46 Cent weniger als Super E10. Damit vergrößerte sich der Preisabstand zwischen den beiden Kraftstoffsorten gegenüber dem Vormonat um rund 6 Cent zugunsten von Diesel. Allerdings liegt der Dieselpreis damit weiterhin deutlich unter seinem steuerlichen Vorteil von rund 20 Cent pro Liter gegenüber Benzin.

Dass Diesel in den vergangenen Monaten deutlich teurer als Benzin war, lag vor allem an der zwischenzeitlichen Blockade der Straße von Hormus, den damit verbundenen Unterbrechungen der globalen Lieferketten und der gleichzeitig hohen Bedeutung von Diesel für Logistik, Industrie und Landwirtschaft. Da Deutschland einen erheblichen Teil seines Dieselbedarfs importiert, reagieren die Dieselpreise in der Regel sensibler auf Störungen internationaler Transportwege als die Benzinpreise.

„Mit der Entspannung im Nahen Osten hat sich zuletzt auch die Lage am Dieselmarkt wieder beruhigt. Die Sorge vor einer akuten Unterversorgung ist deutlich zurückgegangen, sodass die Dieselpreise derzeit stärker nachgeben als die Benzinpreise“, erklärt Steffen Bock. „Gleichzeitig sorgt die beginnende Reise- und Ferienzeit für eine stabile Nachfrage nach Benzin. Zusätzlich hat der seit Anfang Mai geltende Tankrabatt bei beiden Kraftstoffsorten preisdämpfend gewirkt.“

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Die günstigsten und teuersten Tanktage im Juni

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Am günstigsten tankten Autofahrerinnen und Autofahrer im vergangenen Monat am Freitag, dem 19. Juni. An diesem Tag kostete der Liter Super E10 im bundesweiten Durchschnitt rund 1,7920 Euro, und der Liter Diesel rund 1,7100 Euro. Denselben Durchschnittspreis erreichte Diesel zudem am Dienstag, dem 23. Juni.

Am teuersten war ein Liter Super E10 mit rund 1,9080 Euro am Dienstag, dem 30. Juni. Diesel erreichte seinen Höchststand bereits am Donnerstag, dem 4. Juni, mit durchschnittlich 1,8890 Euro pro Liter.

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Städteranking im Juni:
Super E10 und Diesel in Dresden, Hannover und Hamburg am teuersten

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Mit einem durchschnittlichen Literpreis von 1,7977 Euro war Bonn im Juni die günstigste Super-E10-Tankstadt im bundesweiten Preisvergleich von Clever Tanken unter den 20 größten deutschen Städten. Stuttgart folgte mit 1,8102 Euro auf Rang zwei, Duisburg sicherte sich mit 1,8153 Euro den dritten Platz.

Die teuerste Super-E10-Tankstadt war im Juni Dresden. Dort mussten Autofahrerinnen und Autofahrer im Monatsdurchschnitt 1,9063 Euro für einen Liter Super E10 bezahlen. Hannover belegte mit 1,8860 Euro den zweiten Platz vor Hamburg mit 1,8669 Euro.

Für vier Tankfüllungen à 60 Liter Super E10 zahlten Autofahrende in Dresden im Juni somit durchschnittlich rund 457,51 Euro. Das waren etwa 26,06 Euro mehr als in Bonn, der günstigsten Super-E10-Tankstadt des Monats.

In der Kategorie der günstigsten Diesel-Tankstädte übernahm Bielefeld im Juni die Spitzenposition. Ein Liter Diesel kostete dort im Monatsmittel 1,7604 Euro. Bonn behauptete mit 1,7621 Euro erneut Rang zwei, gefolgt von Nürnberg mit 1,7644 Euro auf Platz drei. Für Bonn war es bereits der 14. Monat in Folge unter den drei günstigsten Diesel-Tankstädten Deutschlands.

Auch an der Spitze der teuersten Diesel-Tankstädte standen im Juni Dresden, Hannover und Hamburg. In Dresden zahlten Autofahrende durchschnittlich 1,8782 Euro je Liter. Damit gehört die Elbstadt inzwischen seit sechs Monaten in Folge zu den drei teuersten Dieselstandorten Deutschlands. Hannover folgte mit 1,8176 Euro auf Rang zwei, Hamburg belegte mit 1,8104 Euro den dritten Platz.

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Ausblick für Juli

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Mit Beginn des Julis entfällt zunächst der bis Ende Juni geltende Tankrabatt. Allein dadurch verteuern sich Benzin und Diesel rechnerisch um 16,7 Cent je Liter. Ob dieser Anstieg jedoch vollständig bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern ankommt, hängt maßgeblich von der weiteren Entwicklung der Rohölpreise sowie vom Wettbewerb an den Tankstellen ab.

Grundsätzlich sprechen derzeit mehrere Faktoren für tendenziell sinkende Rohölpreise. Sollte das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran Bestand haben, dürfte sich das Ölangebot auf dem Weltmarkt in den kommenden Wochen weiter erhöhen. Neben einer schrittweisen Normalisierung der Ölexporte aus der Golfregion rechnen Marktbeobachter auch mit einer Rückkehr iranischer Lieferungen sowie mit einer anhaltend hohen Förderung, unter anderem in den USA und in Brasilien. Mehrere Analysten erwarten deshalb, dass das globale Ölangebot die Nachfrage im Laufe des Julis wieder deutlich übersteigen wird.

Demgegenüber dürfte der Beginn der Sommerferien in allen Bundesländern außer Bayern die Nachfrage nach Kraftstoffen erhöhen und die Preise stützen. Zudem können die auf 60 Tage angesetzten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran jederzeit für neue Unsicherheit an den Rohölmärkten sorgen. Vor allem Nachrichten rund um die Straße von Hormus dürften die Ölpreise weiterhin empfindlich bewegen. „Kurzfristig ist daher insbesondere infolge des auslaufenden Tankrabatts mit höheren Kraftstoffpreisen zu rechnen. Im weiteren Monatsverlauf könnten sinkende Rohölpreise diesen Effekt jedoch zumindest teilweise wieder ausgleichen“, erläutert Steffen Bock.

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Spartipps

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Steffen Bock rät Autofahrerinnen und Autofahrern, die unabhängig von steigenden oder fallenden Preisen sparen möchten, die Preise vor dem Tanken per App, Navigationssystem oder online zu vergleichen. Gerade durch die neue Tankpreisbremse lohnt sich das richtige Timing noch stärker als zuvor. Wer kurz vor 12 Uhr tankt, kann am meisten sparen.

Mit Blick auf die beginnende Ferienzeit weist Bock außerdem darauf hin, Autobahntankstellen möglichst zu meiden. Denn aufgrund ihrer verkehrsgünstigen Lage und der oft geringeren Konkurrenz in der Umgebung sind die Preise dort meist deutlich höher als an innerstädtischen Tankstellen.

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