(openPR) Mit schwenkbaren Tischflächen und Schrankbetten mit Sofa entwickelt die estnische Möbelmarke Radis Lösungen für mehrfach genutzte Räume. Birkensperrholz bildet dabei eine wesentliche Materialgrundlage.
Nürnberg. Beim Modell FOLDY von Radis lässt sich die Tischfläche über das Sideboard zurückschwenken, sobald die Arbeit erledigt ist. Unterlagen finden hinter zwei Schiebetüren Platz. Der Entwurf greift damit eine konkrete Einrichtungsfrage auf: Wie lässt sich ein Arbeitsplatz im Wohnraum unterbringen, ohne dauerhaft eine zusätzliche Tischfläche im Zimmer zu beanspruchen? Eine Antwort gibt der estnische Hersteller durch die Verbindung von Stauraum und beweglicher Arbeitsfläche in einem Möbel.
Ein Sideboard mit beweglicher Tischfläche
FOLDY wurde von Raul Abner entworfen, einem Mitgründer von Radis. Seine Tischplatte lässt sich je nach Raumsituation in unterschiedliche Positionen schwenken. Verdeckte Rollen unterstützen die Bewegung. Wird die Arbeitsfläche nicht benötigt, liegt sie wieder über dem Sideboard. Der Stauraum darunter bleibt Bestandteil der Einrichtung.
Das ist besonders für Wohnbereiche interessant, in denen nur zeitweise gearbeitet wird. Bei der Planung zählt deshalb neben der Stellfläche des geschlossenen Möbels auch der Platz, den Tischplatte und Stuhl während der Nutzung benötigen. Ebenso sollte berücksichtigt werden, wie sich Türen, Laufwege und benachbarte Möbel zur ausgeschwenkten Fläche verhalten. Erst dieser Blick auf beide Nutzungssituationen zeigt, ob die Lösung zum eigenen Grundriss passt.
Vom Gartenmöbel zum Einrichten von Innenräumen
Radis begann 2010 als Familienunternehmen mit der Herstellung und dem Verkauf von Gartenmöbeln. Später verlagerte sich der Schwerpunkt auf Innenräume. Heute gehören unter anderem Regale, Sideboards, Tische, Schränke und Betten zum Programm. Entworfen und handwerklich gefertigt werden die Möbel nach Unternehmensangaben in Estland.
Birkensperrholz spielt dabei eine zentrale Rolle. Der Hersteller verarbeitet es auch mit Eichenfurnier sowie mit HPL-Beschichtung, einem unter hohem Druck hergestellten Schichtstoff. Für entsprechende Holzoberflächen kommt Öl-Wachs zum Einsatz. Für Käufer lohnt deshalb die genaue Unterscheidung zwischen dem tragenden Plattenmaterial und seiner jeweiligen Oberfläche: Eine eichenfurnierte Ausführung ist anders aufgebaut als ein Möbel aus massiver Eiche. Welche Variante vorgesehen ist, sollte am konkreten Modell geprüft werden.
Ein Raum für Sitzen und Schlafen
Einen weiteren Ansatz zur Mehrfachnutzung zeigt das vertikale Schrankbett GRID mit Regal und Sofa. Vor dem Öffnen werden die Rückenkissen abgenommen und die Sitzfläche in den Rahmen bewegt. Anschließend lässt sich das Bett herunterklappen. Der Hersteller verwendet dafür einen Mechanismus des italienischen Anbieters Pessotto; Gurte halten Matratze und Bettzeug an ihrem Platz.
Eine solche Kombination kommt etwa für ein Gästezimmer infrage, das tagsüber als Aufenthaltsraum dient. Entscheidend ist die verfügbare Fläche bei geöffnetem Bett. Auch die vorgesehene Matratze gehört früh in die Planung: Abmessungen, Höhe und Gewicht müssen zu den Vorgaben des jeweiligen Bettmechanismus passen.
Produkte von Radis sind über die Raum & Form Seidel GmbH erhältlich. Auf der Radis-Markenseite bei design-kiste.de werden unter anderem FOLDY, verschiedene Schrankbetten sowie Regale vorgestellt. Dazu zählt auch PAGODA, eine Kombination aus Regal und Schreibtisch. Damit lassen sich unterschiedliche Wege vergleichen, Arbeitsfläche, Aufbewahrung und weitere Wohnfunktionen zusammenzuführen.
Die Beispiele zeigen, worauf es bei wandelbaren Möbeln ankommt: Neben der geschlossenen Ansicht verdient vor allem der Wechsel zwischen den Funktionen Aufmerksamkeit. Wer Bewegungsflächen, Handgriffe und Stauraumbedarf vorab durchgeht, kann besser beurteilen, welcher Entwurf den eigenen Alltag erleichtert.














