(openPR) Mit Domino.18 macht der niederländische Möbelhersteller Montis die Anordnung von Sitzplätzen zum Teil des Entwurfs. Austauschbare Module, unterschiedliche Höhen und gerundete Elemente eröffnen Spielraum für die Einrichtung.
Nürnberg. Eine gerade Sitzfläche, weiche Rückenpartien und Elemente, die sich unterschiedlich zusammenstellen lassen: Beim Sofasystem Domino.18 von Montis entsteht die endgültige Form erst durch die Kombination seiner Bestandteile. Designer Dick Spierenburg entwickelte das Programm aus der Aufgabe heraus, ein flexibel nutzbares Sofa mit austauschbaren Elementen zu gestalten. Die Weiterentwicklung ergänzt dieses Prinzip um weicheren Komfort und runde Formen. Damit rückt eine praktische Frage in den Mittelpunkt: Wie soll eine Sitzgruppe im Raum angeordnet sein, damit sie zu ihren Nutzern passt?
Gerade Linien und runde Verbindungen
Domino.18 arbeitet mit drei unterschiedlichen Höhen. Runde Eckmodule und Verbindungselemente erweitern die Möglichkeiten, die einzelnen Teile zusammenzuführen. Dadurch lässt sich neben der Ausdehnung auch die Kontur einer Sitzlandschaft gestalten. Geradlinige Partien können mit Rundungen kombiniert werden; die verschiedenen Höhen verändern zugleich die Silhouette.
Für die Wohnraumplanung bedeutet das, Sitzplätze und Raumwirkung gemeinsam zu betrachten. Wo sollen Menschen nebeneinandersitzen, wo einander zugewandt? Welche Bereiche sollen offen bleiben? Solche Fragen helfen dabei, aus den verfügbaren Modulen eine nachvollziehbare Anordnung zu entwickeln. Das System erlaubt außerdem, Elemente neu zu arrangieren. Die einmal gewählte Zusammenstellung muss deshalb nicht die einzige bleiben.
Eine Armlehne als Ausgangspunkt
Wie stark ein einzelnes konstruktives Detail ein Sofa prägen kann, zeigt ein weiterer Montis-Entwurf: Otis von Johan van Hengel. Sein charakteristisches Merkmal ist der Knick in der Armlehne. Der Designer griff damit ein Motiv auf, das ihm von Sesseln der 1960er- und 1970er-Jahre vertraut war, und übertrug es auf ein Sofa.
Die abgewinkelte Armlehnenplatte sollte eine schlanke Erscheinung ermöglichen und zugleich eine bequeme Auflage schaffen. Van Hengel untersuchte die Idee anhand von Skizzen und räumlichen Modellen. Otis veranschaulicht damit, weshalb beim Vergleich von Polstermöbeln auch die seitlichen Begrenzungen Aufmerksamkeit verdienen: Ihre Form beeinflusst sowohl das Erscheinungsbild als auch die Nutzung. Montis bietet das Modell mit Stoff- oder Lederbezug an; auch Domino.18 ist in diesen beiden Bezugskategorien vorgesehen.
Fertigung im niederländischen Dongen
Die Geschichte von Montis begann 1974 mit der Produktion von Sitzmöbeln in Dongen. Der Standort in der niederländischen Provinz Nordbrabant ist bis heute Teil der Arbeitsweise des Unternehmens. Montis fertigt dort seine Möbel; Fabrik, Büro und Ausstellungsraum liegen unmittelbar beieinander. Nach Unternehmensangaben befinden sich auch Lieferanten für Holz, Metall und Leder in der näheren Umgebung.
Zur Entwicklung gehört das wiederholte Prüfen von Materialien und Formen. Montis beschreibt diesen Prozess als Abfolge aus Bauen, Testen und Überarbeiten. Bei Domino.18 und Otis wird diese Arbeit an unterschiedlichen Stellen sichtbar: einmal im Zusammenspiel mehrerer Module, einmal in der Geometrie einer Armlehne. Beide Beispiele zeigen konkrete Entscheidungen hinter der äußeren Form eines Polstermöbels.
Vom Möbelentwurf zur Raumplanung
Montis-Produkte sind bei der Raum & Form Seidel GmbH über design-kiste.de erhältlich. Die Montis-Herstellerseite bei design-kiste.de stellt unter anderem die Sofaprogramme Domino und Otis vor. Das Unternehmen bietet zudem Unterstützung bei der Planung einer Sofalandschaft für das eigene Wohnzimmer an.
Gerade bei modularen Programmen lohnt es sich, die Zusammenstellung vom Grundriss und den gewünschten Sitzsituationen aus zu entwickeln. Die Unterschiede zwischen den Entwürfen werden dann greifbar: Domino.18 stellt die veränderbare Anordnung seiner Elemente in den Vordergrund, Otis die Wirkung eines gezielt ausgearbeiteten Details. So beginnt die Auswahl bereits mit der Frage, wie ein Sofa genutzt werden soll.

















