(openPR) Gegossene Waschbecken, gespachtelte Möbeloberflächen und Fronten aus wiederverwendetem Holz: Der italienische Hersteller Moab80 macht unterschiedliche Materialien zum Ausgangspunkt seiner Badgestaltung. Für die Planung lohnt sich ein genauer Blick auf ihren Aufbau.
Nürnberg. Eine zementartige Oberfläche lässt noch nicht erkennen, wie ein Badmöbel gefertigt wurde. Bei Moab80 bezeichnet „Prefinito Cemento“ eine mehrschichtig aufgetragene Beschichtung auf einem Holzträger. Die Betonwaschbecken der Serie Elle entstehen dagegen durch Gießen in eine Form. Hinter einer verwandten Optik stehen damit zwei unterschiedliche Herstellungsverfahren – ein Unterschied, der bei der Auswahl von Waschtisch, Unterschrank und Becken Orientierung bietet.
Gespachtelte Oberfläche oder gegossenes Becken?
Für Prefinito Cemento trägt Moab80 einen Mörtel mit der Spachtel in mehreren Schichten auf den hölzernen Untergrund auf. Die handwerkliche Bearbeitung erzeugt die charakteristische Oberflächenstruktur. Ein entsprechend ausgeführter Schrank erhält dadurch eine Zementanmutung; sein Aufbau bleibt der eines beschichteten Möbels.
Bei den gegossenen Elle-Waschbecken verwendet der Hersteller hingegen eine Betonmischung mit Natursteinpulvern. Die Oberfläche kann leichte Schlieren und kleine, materialtypische Poren zeigen. Solche Merkmale gehören zum beschriebenen Erscheinungsbild des Werkstoffs. Wer eine möglichst gleichmäßige Fläche sucht, sollte diese Eigenschaften vor der Auswahl berücksichtigen.
Die Beschäftigung mit ungewöhnlichen Badmaterialien prägt das Unternehmen seit Jahrzehnten. Moab wurde Anfang der 1980er-Jahre in Rom gegründet. Zum Materialrepertoire zählen neben Beton und Zementmörteln auch Metalle, wiederverwendete Hölzer, Drahtglas und Glasfaser mit sichtbaren Fasern. Der Hersteller beschreibt sein Sortiment als zusammenhängendes Einrichtungssystem aus Kollektionen und einzelnen Produkten.
Holz und Metall bestimmen den Charakter des Waschplatzes
Wie unterschiedlich diese Materialansätze ausfallen, zeigen die Programme Door und Zero20. Bei Door stehen hölzerne Fronten im Mittelpunkt. Die Ausführung „Teak Stripes“ setzt auf eine streifenartige Gliederung; weitere Varianten arbeiten etwa mit Canaletto-Nussbaum oder wiederverwendetem Holz. Moab80 zeigt die Schränke unter anderem mit Abdeckungen aus säuremattiertem Glas und darin integrierten Waschbecken. Front, Korpus und Waschtisch können dadurch unterschiedliche Oberflächen innerhalb einer gemeinsamen Komposition erhalten.
Zero20 geht konstruktiv einen anderen Weg. Hier besteht das Stauraumelement aus lackiertem Aluminiumblech oder brüniertem Kupfer. Dazu lassen sich Schubladen mit Holz, Lack, Metall oder beschichteten Oberflächen kombinieren. Das zugehörige wandhängende Waschbecken wird in Ausführungen aus lackiertem Stahlblech oder Betacryl angeboten. Metall bildet bei diesem Programm somit einen Bestandteil der Möbelkonstruktion und der Beckengestaltung.
Produkte von Moab80 sind bei der Raum & Form Seidel GmbH über design-kiste.de erhältlich. Die Moab80-Herstellerseite stellt unter anderem die Programme Door, Block, Plane und Zero vor und bietet einen Einstieg in deren unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten.
Die Beckenart gehört an den Anfang der Planung
Neben der Oberfläche beeinflusst die Einbauart des Waschbeckens den Aufbau des Waschplatzes. Das Programm Plane verdeutlicht diesen Zusammenhang: Die wandhängenden Waschtischplatten sind in einer sechs Zentimeter hohen Variante für Aufsatzbecken und einer 14 Zentimeter hohen Variante für Unterbau- beziehungsweise Aufsatzbecken vorgesehen. Die Abmessungen können zentimetergenau bestellt werden.
Ergänzend umfasst Block Stauraumelemente in 24 und 48 Zentimetern Höhe. Unterschiedliche Abdeckungen und Beckenlösungen ermöglichen es, Schrank und Waschbereich aufeinander abzustimmen. Die Entscheidung betrifft damit neben der Farbe auch die Proportionen und die Anordnung der einzelnen Elemente.
Für eine konkrete Anfrage verlangt Moab80 entsprechend genaue Angaben: Produktname, Maße, Farbe und Oberfläche sowie Beckentyp, Position des Beckens und benötigte Armaturenbohrungen. Auch ein erforderlicher Siphonausschnitt soll angegeben werden. Die Materialauswahl und die technische Planung greifen bei diesen Badmöbeln unmittelbar ineinander. Je früher beide gemeinsam betrachtet werden, desto genauer lässt sich der gewünschte Waschplatz beschreiben.














