(openPR) Beim Sessel Gustav lässt sich die Entwurfsidee bis zu einem gefalteten Stück Karton zurückverfolgen. Das niederländische Familienunternehmen Label van den Berg zeigt daran, wie eine einfache Formidee eine ganze Sitzmöbelfamilie prägen kann.
Nürnberg. Die Konturen des Sessels Gustav haben einen ungewöhnlichen Ursprung: Ausgangspunkt des Entwurfs war das Falten eines Stücks Karton. Die dabei entstandenen Linien finden sich in der Form seiner Sitzschale wieder. An diesem Modell wird ein Gestaltungsansatz von Label van den Berg anschaulich: Eine zunächst einfache Idee soll bis zum fertigen Möbel erkennbar bleiben. Produkte der niederländischen Marke sind bei der Raum & Form Seidel GmbH über design-kiste.de erhältlich.
Eine Faltung als Ausgangspunkt
Gustav macht deutlich, dass die Entwicklung eines Polstermöbels bereits lange vor der Auswahl des Bezugs beginnt. Hier gab eine räumliche Studie mit Karton die Richtung vor. Die Faltlinien bestimmen den Charakter der Schale und geben dem Sessel seine erkennbare Kontur. Damit bleibt der Weg vom ersten Modell zum späteren Sitzmöbel nachvollziehbar.
Inzwischen umfasst die Gustav-Familie neben dem Sessel auch einen Esszimmerstuhl, einen Barstuhl, einen passenden Fußhocker und eine Outdoor-Ausführung. Die gemeinsame Entwurfsidee wird damit auf unterschiedliche Sitzsituationen übertragen. Für die Einrichtung zusammenhängender Wohn- und Essbereiche eröffnet eine solche Produktfamilie die Möglichkeit, gestalterische Bezüge zwischen verschiedenen Nutzungszonen herzustellen.
Möbelhandwerk über drei Generationen
Die Geschichte von Label van den Berg beginnt 1991. Die handwerklichen Wurzeln der Familie reichen jedoch weiter zurück: Gerard und Ton van den Berg wuchsen in der Möbelfabrik ihres Vaters in Hellevoetsluis auf. Mit Jasper, dem Sohn von Gerard, und Marieke, der Tochter von Ton, gehört inzwischen die dritte Generation von Möbelmachern zur Familiengeschichte.
Gefertigt werden die Möbel in der eigenen Fabrik im niederländischen Raamsdonksveer in der Provinz Brabant. Dort befinden sich Produktion und Ausstellungsraum an einem Standort. Der Hersteller beschreibt seine Fertigung als auftragsbezogen: Die Möbel entstehen für den jeweiligen Kunden. Zur gestalterischen Leitlinie gehört, die ursprüngliche Form eines Entwurfs durch die einzelnen Herstellungsschritte hindurch zu erhalten.
Leder mit sichtbaren Eigenheiten
Neben der Formgebung spielt die Materialauswahl eine wesentliche Rolle. Label van den Berg arbeitet mit Leder und Stoffen; die Lederkollektion umfasst beispielsweise die Qualitäten Rio, Waterbuffel und Yak. Die Auswahl des Bezugs gehört damit zu den Entscheidungen, die das Erscheinungsbild eines Möbels wesentlich mitbestimmen.
Bei Leder weist der Hersteller ausdrücklich auf natürliche Merkmale hin. Dazu zählen etwa Narben oder Spuren von Insektenstichen. Solche Unterschiede gehören zur Beschaffenheit der Haut und sind für die Beurteilung eines Bezugs wichtig. Wer sich für ein Ledermöbel interessiert, sollte deshalb neben dem Farbton auch die konkrete Oberfläche und deren natürliche Zeichnung betrachten. Ein Materialmuster kann dabei helfen, die Auswahl genauer einzuordnen.
Die bewusste Beschäftigung mit dem Bezug passt zur Arbeitsweise der Marke: Label van den Berg betont, dass die natürlichen Eigenschaften der eingesetzten Materialien im fertigen Entwurf sichtbar bleiben sollen. Bei der Auswahl geht es somit auch darum, welche Materialwirkung zur Form und zur vorgesehenen Einrichtung passt.
Vom einzelnen Sessel zur Einrichtung
Die Raum & Form Seidel GmbH führt auf ihrer Markenseite zu Label van den Berg unter anderem die Sessel Gustav und Hidde sowie verschiedene Esszimmerstühle. Die Auswahl ermöglicht einen Einstieg in das Sortiment und in die unterschiedlichen Sitzmöbelkonzepte des Herstellers. Fragen zu Maßen, Materialien und Funktionen lassen sich in die Einrichtungsberatung einbeziehen.
Gerade Gustav bietet dafür einen konkreten Ausgangspunkt: Wer seine Entstehung kennt, betrachtet die Konturen des Sessels genauer. Die ursprüngliche Faltung erklärt, weshalb die Schale diese Form besitzt. So wird eine gestalterische Entscheidung am fertigen Möbel lesbar.



















