(openPR) Eine geschwungene Sitzfläche aus Kunststoff, ein Stuhl mit siebartiger Struktur und ein Tisch mit präzisem Aluminiumrahmen: Kristalia entwickelt Möbel aus den Möglichkeiten ihrer Werkstoffe heraus. Ausgewählte Modelle sind bei der Raum & Form Seidel GmbH über design-kiste.de erhältlich.
Nürnberg. Beim Barhocker BCN von Kristalia fällt zunächst die geschwungene Sitzfläche auf. Hinter ihrer Form steckt eine Materialentscheidung: Der italienische Hersteller verwendet PBT, einen zugleich robusten und flexiblen Kunststoff. An diesem Entwurf lässt sich ein charakteristischer Ansatz der Marke erkennen. Material, Fertigung und Form werden gemeinsam entwickelt – mit konkreten Folgen für die Konstruktion und die verschiedenen Ausführungen eines Möbels.
Das 1994 gegründete Unternehmen aus dem nordostitalienischen Friaul hat seinen Sitz in Prata di Pordenone. Zum Sortiment gehören Tische, Stühle und Barhocker ebenso wie Sofas und Loungesessel. Besonders anschaulich wird die gestalterische Bandbreite beim Vergleich von drei Modellen: BCN, Colander und Sushi. Sie zeigen, wie unterschiedlich Kunststoff und Metall eingesetzt werden können.
BCN: Eine Sitzform mit unterschiedlichen Untergestellen
Die Entwicklung des 2008 vorgestellten BCN begann mit einer ergonomisch geformten, geschwungenen Sitzfläche. Für deren Umsetzung wählte Kristalia PBT. Der Werkstoff ermöglicht die charakteristische Kontur, die den Hocker auch über unterschiedliche Ausführungen hinweg erkennbar macht.
Die Varianten unterscheiden sich vor allem in ihrer Basis. Zum Programm gehören hohe, mittlere und niedrige Modelle mit Kufengestell, Ausführungen mit Beinen aus Buchenholz sowie eine höhenverstellbare Version. Auch Sitzfläche und Untergestelle werden in verschiedenen Farben angeboten.
Für die Einrichtungsplanung ist diese Unterscheidung wesentlich: Ein Hocker für einen hohen Tresen muss andere Voraussetzungen erfüllen als eine niedrige Sitzgelegenheit. Die gemeinsame Sitzform schafft eine gestalterische Verbindung; die jeweilige Höhe und das Untergestell bestimmen, welche Ausführung zur vorgesehenen Nutzung passt.
Colander: Das Lochmuster gehört zur Konstruktion
Beim Stuhl Colander von Patrick Norguet steht ein anderes Materialprinzip im Vordergrund. Ein lackiertes Aluminiumgestell trägt Sitzfläche und Rückenlehne. In der ursprünglichen Version bestehen diese aus spritzgegossenem Polypropylen und besitzen eine regelmäßige Lochstruktur. Diese erinnert an ein Küchensieb und erklärt den Namen des 2015 entstandenen Entwurfs.
Die Kollektion wurde um Varianten mit gebogenem Holz sowie mit Stoff oder Leder gepolsterte Ausführungen erweitert. Kristalia beschreibt Colander als stapelbar und führt innerhalb der Familie Lösungen für Innen- und Außenbereiche.
Damit ist die Auswahl des Materials zugleich eine Entscheidung über den Einsatzort. Die perforierte Kunststoffversion und ein gepolsterter Stuhl gehören zwar zur selben Entwurfsfamilie, sollten bei der Planung aber jeweils anhand ihrer konkreten Ausführung betrachtet werden. Gerade bei einer Nutzung auf der Terrasse ist die ausgewiesene Eignung des gewählten Modells entscheidend.
Sushi: Ein Tischentwurf wird kontinuierlich weiterentwickelt
Wie Kristalia ein bestehendes Konstruktionsprinzip über Jahre weiterführt, zeigt der Tisch Sushi von Bartoli Design. Der Entwurf stammt aus dem Jahr 2002 und wird als feste sowie als ausziehbare Variante angeboten. Seit seiner Einführung wurden Größen und Oberflächen wiederholt ergänzt.
Rahmen und Beine bestehen aus stranggepresstem Aluminium mit einem Querschnitt von sechs mal sechs Zentimetern. Für die Tischplatte nennt der Hersteller unter anderem die Laminate Linecompact und Pure-white, Fenix NTM, Dekton sowie Glas. Das Gestell kann farblich mit der Platte abgestimmt werden oder einen Kontrast bilden.
Für Käufer ergeben sich daraus mehrere eigenständige Auswahlfragen: Welche Abmessungen passen in den Raum? Wird eine Ausziehfunktion benötigt? Welche Oberfläche ist für die geplante Nutzung geeignet? Die reduzierte Grundform allein beantwortet diese Fragen noch nicht; ausschlaggebend ist die konkrete Konfiguration.
Die Raum & Form Seidel GmbH führt über design-kiste.de eine Auswahl dieser Entwürfe. Auf der Kristalia-Herstellerseite sind unter anderem BCN, Colander und Sushi sowie weitere Sitzmöbel und Tische aufgeführt.
Die drei Beispiele machen deutlich, weshalb sich bei Kristalia der Blick auf konstruktive Details lohnt. Die geschwungene Kunststoffschale, das perforierte Sitzmaterial und der Aluminiumrahmen erklären jeweils einen anderen Entwurfsansatz. Wer diese Unterschiede kennt, kann gezielter beurteilen, welche Ausführung zur eigenen Wohnsituation passt.














