(openPR) Agentic360 nutzt Sprachmodelle ausschließlich zur Extraktion strukturierter Fakten. Die Compliance-Entscheidung trifft eine deterministische Regel-Engine – nachvollziehbar für jeden Auditor.
Heidelberg, 2. Oktober 2026. Mitte September stellte TypeSafe AI das Modell Jev vor. Es erzeugt keinen freien Text, sondern wählt aus vorab definierten Antworten und gibt dazu eine kalibrierte Wahrscheinlichkeit aus. Der Ansatz richtet sich an Software, die schnell und zuverlässig Entscheidungen treffen muss.
Für das Heidelberger RegTech-Startup Agentic360 ist der zugrunde liegende Gedanke bereits gelebte Praxis: Die Plattform trennt strikt zwischen KI-gestützter Dokumentextraktion und der eigentlichen Compliance-Entscheidung. Sprachmodelle liefern strukturierte Fakten, Belege und Felder aus Dokumenten. Entscheidet wird anschließend nach expliziten, überprüfbaren Regeln. Freitext bleibt damit aus dem Entscheidungspfad heraus.
Diese Trennung ist besonders relevant für Anforderungen wie NIS2, ISO 27001, den EU AI Act, DSGVO und E-Rechnung. In regulierten Unternehmen genügt es nicht, dass ein Modell eine Antwort mit hoher Wahrscheinlichkeit liefert. Entscheidungen müssen begründbar, reproduzierbar und auditierbar sein.
Agentic360 setzt dafür auf eine Policy-Engine auf Basis von OPA und Rego. Dieselbe Eingabe führt stets zum selben Ergebnis; jede Entscheidung kann auf die auslösende Regel zurückgeführt werden. Die Plattform wird vollständig auf eigener Infrastruktur betrieben. Für regulierte Märkte ermöglicht ein kontrolliertes Routing die Nutzung zulässiger Modelle je nach Rechtsraum.
Ein praktischer Anwendungsfall ist die Prüfung elektronischer Rechnungen: Agentic360 erkennt Abweichungen zwischen PDF- und XML-Teil von ZUGFeRD-Rechnungen und gleicht Umsatzsteuer-Identifikationsnummern in Echtzeit mit VIES ab. Gemeinsam mit der SRH University in Heidelberg entsteht zudem ein Benchmark auf Basis eines Korpus von E-Rechnungen mit gezielt eingebrachten Abweichungen.
„Dass ein Modell wie Jev so viel Aufmerksamkeit bekommt, zeigt: Der Markt hat verstanden, dass KI in Geschäftsprozessen strukturiert entscheiden muss“, sagt Andreas Fredrich, Gründer von Agentic360. „In der Compliance reicht das allerdings nicht. Ein Auditor will nicht hören, wie sicher sich ein Modell ist. Er will die Regel sehen. Deshalb lassen wir die KI Fakten liefern, und entschieden wird bei uns nach Regeln, die man lesen und prüfen kann.“
Jev und Agentic360 verfolgen damit einen ähnlichen Grundgedanken, arbeiten jedoch auf unterschiedlichen Ebenen: Jev ist ein KI-Modell für typisierte Entscheidungen in Software. Agentic360 ist eine Compliance-Plattform für Unternehmen, die Dokumente auswertet, regulatorische Anforderungen in Regeln überführt und belastbare Nachweise erzeugt.
Über Agentic360
Agentic360 ist eine Marke der ATRULOGSYS UG (haftungsbeschränkt) i. G. mit Sitz in Heidelberg. Die mandantenfähige Plattform automatisiert Compliance-Nachweise für den deutschen Mittelstand und regulierte Unternehmen. Sie verbindet eine deterministische Policy-Engine mit LLM-gestützter Dokumentextraktion. Schwerpunkte sind NIS2-Audit-Evidenz, ISO 27001, EU AI Act, E-Rechnung sowie DSGVO.
Pressekontakt
Andreas Fredrich
Telefon: +49 (0)6221 437751
E-Mail: andreas.fredrich@atrulogsys.de · andreas.fredrich@agentic360.de













