(openPR) Ärzte, onkologische Praxen und Kliniken können die neue Plattform mit drei kostenfreien Fallanalysen testen und an der Weiterentwicklung mitwirken
Dublin/Berlin, 28. September 2026. IMMUMEDIC startet die externe Pilotphase von Medical Evidence AI®, einer digitalen Plattform zur strukturierten Aufbereitung medizinischer Evidenz für komplexe onkologische Patientenfälle. Ärzte, Kliniken, onkologische Schwerpunktpraxen und medizinische Zentren sind eingeladen, das System mit bis zu drei Fallanalysen kostenfrei zu testen und ihre Erfahrungen in die weitere Entwicklung einfließen zu lassen.
In der modernen Onkologie wächst die Menge an Informationen, die bei einer individuellen Fallbeurteilung berücksichtigt werden müssen. Neben Diagnose, Histologie und Bildgebung können molekulare Biomarker, bisherige Therapielinien, Laborbefunde, Immunstatus und weitere diagnostische Ergebnisse eine Rolle spielen. Gleichzeitig entwickelt sich die verfügbare wissenschaftliche Evidenz kontinuierlich weiter.
Medical Evidence AI soll medizinisches Fachpersonal dabei unterstützen, diese Informationen strukturiert mit relevanter medizinischer Evidenz zusammenzuführen.
Vom Patientenfall zum strukturierten Evidence Report
Für einen Fall werden die verfügbaren medizinischen Informationen strukturiert erfasst. Anschließend erstellt das System einen Evidence Report.
Dieser kann unter anderem relevante Therapieoptionen für die fachärztliche Diskussion, passende wissenschaftliche Studien, Evidence Matches, diagnostische Lücken und aktuelle klinische Studien darstellen.
Dabei soll nicht lediglich eine Liste von Publikationen entstehen. Medical Evidence AI stellt vielmehr gegenüber, in welchen Punkten ein konkreter Patientenfall mit einer untersuchten Studienpopulation übereinstimmt und wo wesentliche Unterschiede oder Einschränkungen der Übertragbarkeit bestehen.
Auch fehlende Informationen werden ausgewiesen. Dadurch können beispielsweise noch nicht vorliegende molekulare Untersuchungen oder andere für die Evidenzbewertung relevante Befunde sichtbar gemacht werden.
KI soll ärztliche Entscheidungen unterstützen – nicht ersetzen
Ein zentraler Grundsatz des Projekts ist die klare Abgrenzung zwischen Evidenzaufbereitung und medizinischer Entscheidung.
Medical Evidence AI stellt keine eigenständige Diagnose und gibt keine verbindliche Therapieanweisung. Die erzeugten Reports sind als evidenzbasierte Informations- und Diskussionsgrundlage für medizinisches Fachpersonal konzipiert.
Therapieoptionen werden deshalb zusammen mit ihrer Evidenzbasis, der Übertragbarkeit auf den jeweiligen Fall und bestehenden Limitationen dargestellt.
Pilotphase bewusst vor dem kommerziellen Ausbau
IMMUMEDIC öffnet die Plattform zunächst gezielt für eine externe Testphase.
„Wir möchten nicht nur wissen, ob das System technisch funktioniert. Entscheidend ist, ob ein behandelnder Arzt einen solchen Evidence Report im tatsächlichen Praxis- oder Klinikalltag als hilfreich empfindet“, erklärt Andreas Rach von IMMUMEDIC.
Deshalb sollen die ersten externen Anwender insbesondere beurteilen, ob die Aufbereitung verständlich und medizinisch sinnvoll strukturiert ist, welche Informationen fehlen und welche Funktionen für den klinischen Alltag zusätzlich benötigt werden.
Teilnehmende Fachanwender erhalten in der Pilotphase drei vollständige Fallanalysen kostenfrei.
Fünf Musteranalysen vorab einsehbar
Interessierte Ärzte müssen keinen eigenen Patientenfall eingeben, um das System zunächst kennenzulernen.
Auf der Website stehen fünf synthetische onkologische Musterfälle mit vollständigen Evidence Reports zur Verfügung. Sie zeigen anhand verschiedener Tumorerkrankungen, wie Medical Evidence AI medizinische Informationen, Evidenz, Studienbezug und offene Fragestellungen strukturiert.
Die Musterfälle enthalten keine realen Patientendaten.
Fall-ID und datensparsame Nutzung
Jeder angelegte Fall erhält eine eigene Fall-ID. Für die Analyse sollen keine unnötigen direkt identifizierenden Patientendaten eingegeben werden; medizinische Unterlagen und Befunde sollen entsprechend pseudonymisiert verwendet werden.
Die Trennung zwischen Fallzuordnung und medizinischer Evidenzanalyse ist dabei Bestandteil des Plattformkonzepts.
Ärzte und Kliniken zur Teilnahme eingeladen
Die Pilotphase richtet sich insbesondere an Onkologinnen und Onkologen, hämatologisch-onkologische Schwerpunktpraxen, Privatpraxen, Kliniken, medizinische Versorgungszentren sowie integrativ-onkologisch arbeitende Einrichtungen.
Nach Abschluss der ersten Pilotphase sollen die Erfahrungen der teilnehmenden Fachanwender ausgewertet und für die weitere Entwicklung von Medical Evidence AI genutzt werden.
Weitere Informationen, Musterreports und Zugang zur kostenfreien Pilotphase:
medical-evidence.eu












