(openPR) Um sie zu beantworten, haben die Projektpartner vier regionale Bio-Netzwerke über drei Jahre begleitet und ausführliche Interviews, Betriebsbesuche und Workshops durchgeführt. So sollte beleuchtet werden, wie soziale Beziehungen und stoffliche Kreisläufe in der Region zusammenwirken. Die Ergebnisse des Projekts zeigen, dass regionale Bio-Netzwerke von starken sozialen Beziehungen profitieren. Denn welche Waren in der Region bezogen, verarbeitet oder weitergegeben werden, hängt auch von der Qualität der Zusammenarbeit und der Nähe der Beziehung zwischen den beteiligten Akteuren ab. Vertrauen, eine regelmäßige Kommunikation, gemeinsame Werte sowie die Bereitschaft, die Interessen der Netzwerkpartner mitzudenken, bilden demnach die Grundlage für eine resiliente und funktionierende regionale Wertschöpfung.
Die ausführlichen Ergebnisse sind im Abschlussbericht des Projekts zu finden.
Damit auch andere Netzwerke von den Erkenntnissen profitieren, wurde zum Projektabschluss eine „Checkliste für Netzwerkarbeit in regionalen (Bio-)Netzwerken“ gemeinsam mit Praxispartnern zusammengestellt. Es richtet sich an bundesweite Akteure, die ihre Netzwerkarbeit reflektieren und weiterentwickeln möchten. Anstatt starre Lösungswege vorzugeben, die sich angesichts der vielfältigen Bedingungen in der Praxis oft nicht einfach übertragen lassen, dient das Werkzeug als Impulsgeber. In Form von Leitfragen, Denkanstößen und anschaulichen Beispielen deckt die Checkliste verschiedene Themenbereiche ab: beginnend bei den Grundlagen der Netzwerkarbeit über die interne Betriebskultur und Aspekte der Ressourcen und Wirtschaftlichkeit bis hin zu Markt- und Sortimentsfragen. Sie lädt Betriebe ein, ihre eigene Situation zu analysieren, neue Perspektiven einzunehmen und passende Ansatzpunkte für den Aufbau von langfristigen zwischenmenschlichen sowie organisatorischen Kooperationen zu identifizieren. Interessierte Praktikerinnen und Praktiker können das Dokument über die Projektwebseite sowie über die Webseite der FÖL herunterladen.
Projektpartner:
- Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (Koordination) (ZALF)
- Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg e. V. (FÖL)
- Institut für Agrar- und Stadtökologische Projekte an der HU Berlin (IASP)
- Institut für Tierernährung an der FU Berlin (ITE)
Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) hat das Projekt im Rahmen der Fördermaßnahme „Bundesprogramm Ökologischer Landbau“ von September 2023 bis August 2026 gefördert.
wissenschaftliche Ansprechpartner:
Benedikt Hoppe
Programmbereich 3 „Agrarlandschaftssysteme“
+ 49 (0) 33432 82-267![]()















