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CSRD und BRUBEG: ESG-Daten von der Berichterstattung zur Risikosteuerung nutzen

(openPR) Nachhaltigkeitsregulierung betrifft Banken nicht nur bei der Berichterstattung. Mit CSRD und BRUBEG rücken zugleich die Nutzung von ESG-Daten für Governance, Risikomanagement und strategische Steuerungsprozesse in den Fokus. Für Institute stellt sich damit die Frage, wie Datenanforderungen miteinander verzahnt, Doppelarbeiten vermieden und Informationen aus der Nachhaltigkeitsberichterstattung für die Risikosteuerung nutzbar gemacht werden können. Das Online-Seminar „CSRD und BRUBEG: Von der Berichterstattung zur Steuerung“ der Akademie Heidelberg behandelt diese Schnittstellen am 25. Februar 2027.

CSRD-Daten als Grundlage für weitere Steuerungsprozesse

Die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) führt zu umfangreichen Anforderungen an die Erhebung, Bewertung und Aufbereitung von Nachhaltigkeitsinformationen. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Double Materiality, die Auswirkungen eines Unternehmens auf Umwelt und Gesellschaft ebenso berücksichtigt wie die finanziellen Auswirkungen von Nachhaltigkeitsthemen auf das Unternehmen.

Für Banken stellt sich über die Berichterstattung hinaus die Frage, wie sich die dafür erhobenen ESG-Daten in weitere Prozesse integrieren lassen. Datenquellen liegen dabei nicht ausschließlich in der Nachhaltigkeitsabteilung. Die erforderlichen Informationen können unterschiedliche Bereiche eines Instituts betreffen und damit bereichsübergreifende Datenflüsse und Governance-Strukturen erforderlich machen.

Das Seminar greift die Double Materiality im Zusammenhang mit den ESRS-Standards auf und behandelt anhand einer Fallstudie die Durchführung eines Double Materiality Assessments für eine fiktive Bank.

BRUBEG verbindet ESG-Daten mit dem Risikomanagement

Während die CSRD die Nachhaltigkeitsberichterstattung prägt, rückt beim BRUBEG die Integration von ESG-Aspekten in Governance und Risikomanagement in den Mittelpunkt. Ein wesentlicher Ansatzpunkt ist die Verknüpfung von ESG-Risikomanagement mit ICAAP und ILAAP sowie die Frage, wie bereits vorhandene CSRD-Daten dafür eingesetzt werden können.

Damit entsteht für Banken eine Schnittstelle zwischen Berichterstattung und Risikosteuerung. Werden Datenanforderungen getrennt voneinander umgesetzt, können parallele Strukturen und Datensilos entstehen. Eine abgestimmte Datenarchitektur kann dagegen dazu beitragen, Informationen mehrfach zu nutzen und Doppelarbeiten zwischen Berichterstattungs- und Steuerungsprozessen zu reduzieren.

Das Zusammenspiel von CSRD und BRUBEG betrifft deshalb nicht nur Compliance- und Nachhaltigkeitsfunktionen. Auch Risikomanagement, Governance und strategische Entscheidungsprozesse sind betroffen.

Synergien und Spannungsfelder zwischen CSRD und BRUBEG

Die regulatorischen Anforderungen können sich ergänzen, zugleich aber unterschiedliche Zielsetzungen und Prozesse betreffen. Im Seminar werden deshalb insbesondere Schnittstellen, Synergien und mögliche Spannungsfelder untersucht.

Zu den fachlichen Schwerpunkten gehören:

  • Double Materiality und ESRS-Anforderungen
  • Datenquellen für die CSRD-Berichterstattung
  • Durchführung eines Double Materiality Assessments
  • ESG-Risikomanagement im Kontext von ICAAP und ILAAP
  • Verknüpfung von CSRD-Daten mit BRUBEG-Anforderungen
  • Optimierung von Datenflüssen und Vermeidung von Doppelarbeit
  • Identifikation und Reduzierung von Datensilos
  • ESG-Daten für Governance und strategische Steuerungsprozesse
  • Nutzung von CSRD-Daten für Kreditrisikoanalysen
  • makroprudenzielle ESG-Risiken im Zusammenhang mit ESRB und Omnibus

Damit wird die Frage behandelt, wie ESG-Daten nicht nur regulatorisch erhoben, sondern für konkrete Steuerungs- und Risikomanagementprozesse operationalisiert werden können.

ESG-Regulierung betrifft mehrere Funktionen in Banken

Die Verbindung von CSRD und BRUBEG erfordert eine Abstimmung zwischen verschiedenen Verantwortungsbereichen. Das Seminar richtet sich insbesondere an Compliance-Verantwortliche, Nachhaltigkeitsverantwortliche und Risikomanagerinnen und Risikomanager, die ESG-Daten in ihren Instituten operationalisieren müssen.

Im Mittelpunkt steht dabei auch die praktische Umsetzung. Workshops und Fallbeispiele befassen sich mit der Double Materiality sowie der Integration von ESG-Daten in die Risikosteuerung. Ziel ist es, Schnittstellen zwischen Berichterstattung, Governance und Risikomanagement nachvollziehbar zu machen und mögliche Zielkonflikte zu identifizieren.

Referentin und Termin

Referentin ist Dr. Laurin Lilly-Laona Friedrich, Senior Compliance Manager bei der Lloyds Bank plc, Niederlassung Berlin. Die Juristin verfügt über langjährige Erfahrung bei der Umsetzung und Steuerung nationaler und europäischer bankaufsichtsrechtlicher Anforderungen. Zu ihren Tätigkeitsschwerpunkten gehören die Beobachtung regulatorischer Entwicklungen sowie deren Übersetzung in Governance-, Prozess- und Entscheidungsstrukturen. Zuvor war sie mehrere Jahre in der Internen Revision mit Schwerpunkt auf nicht-finanziellen Risiken tätig.

Das Online-Seminar „CSRD und BRUBEG: Von der Berichterstattung zur Steuerung“ findet am 25. Februar 2027 von 9:00 bis 14:00 Uhr statt. Weitere Informationen: https://www.akademie-heidelberg.de/seminar/csrd-und-brubeg-von-der-berichterstattung-zur-steuerung

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