(openPR) Bonner Künstlerin malt sich selbst an und holt den 2. Platz
Die Bonner Künstlerin Barbara Sorgini hat beim Bodypainting Festival in Heringsdorf am 15. August den 2. Platz erreicht – und das mit einer besonderen Herausforderung: Sie war Künstlerin und Model zugleich.
Bereits im Mai hatte Sorgini bei der Bodyartnight in Apolda aus Spaß begonnen, sich selbst zu bemalen. Dabei entstand Kunst auf der Haut, die besonders ins Auge fiel – nicht zuletzt, weil die Künstlerin gerade schwanger ist. Die größte Herausforderung beim Selbstbemalen: Motive auf den eigenen Körper zu bringen, die man teilweise nur über einen Spiegel sehen kann.
„Kopfüber malen ist eine super Übung. Aber im Spiegel muss der Kopf lernen, in welche Richtung die Hand gehen muss. Das erfordert Training und Umdenken“, erklärt Sorgini. Es ist nicht das erste mal, dass sie sich selbst als Leinwand nutzt.
Für die Gestaltung ihres Rückens entwickelt sie ausgefallene Designs, die sie selbst konstruiert. Damit die Farbe auch an die richtigen Stellen gelangt, arbeitet sie dabei teilweise mit der linken Hand – obwohl sie eigentlich Rechtshänderin ist.
In Heringsdorf wurde es schließlich ernst. Eigentlich sollte ein männliches Model für Sorginis Konzept zur Verfügung stehen, doch dieses fiel kurzfristig aus. Die Künstlerin entschied sich deshalb für Plan B: Sie stellte ihr Konzept um und bemalte sich selbst.
Unter dem Wettbewerbsmotto „Mikrokosmos“ verwandelte sie sich in „Dea Mini Mundi“, die Göttin der kleinen Welt des Waldes – eine Beschützerin des sensiblen Ökosystems. „Manchmal müssen wir auf die Kleinen schauen, die Großes leisten“, erklärt die Künstlerin zu ihrem Konzept. Ihren Auftritt ergänzte Sorgini durch eine abschließende Performance auf der Bühne.
Besonders wichtig ist Sorgini bei ihren Bodypaintings, nicht nur ein ästhetisches Bild zu schaffen, sondern eine Geschichte zu erzählen, eine Botschaft zu vermitteln und eine Figur entstehen zu lassen.
„Vermutlich, weil ich als gelernte Schauspielerin genau das tue: Ich gestalte Figuren und erzähle Geschichten.“
Dass sie dabei selbst zur Leinwand wird, ist für Sorgini längst Teil ihrer künstlerischen Arbeit. 2018 gewann sie beim World Bodypainting Festival in Klagenfurt den Model of the Year Award. Seit 2020 malt sie selbst und konnte seitdem zahlreiche nationale und internationale Erfahrungen sammeln. Zu ihren bisherigen Erfolgen gehört unter anderem der 1. Platz beim Gibraltar Bodyart Festival 2024 in der Open Category.
Auch in Heringsdorf zeigte sich das Publikum begeistert. Neben der außergewöhnlichen Leistung, sich selbst zu bemalen, überzeugten insbesondere das Konzept und die Performance. Am Ende wurde Sorginis Gesamtwerk mit dem 2. Platz ausgezeichnet – direkt hinter der mehrfachen Weltmeisterin Claudia Kraemer.
„Ich freue mich riesig“, sagt Barbara Sorgini über ihren Erfolg.

















