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Künstliche Intelligenz im AML/KYC-Kontext: Seminar zu Einsatzfeldern, Governance und Umsetzung

(openPR) Künstliche Intelligenz gewinnt in der Geldwäscheprävention und bei Know-Your-Customer-Prozessen (KYC) an Bedeutung. Neben regelbasierten Verfahren und Machine Learning kommen zunehmend Dokumentenintelligenz, generative KI und agentengestützte Workflows in Betracht. Für Finanzinstitute stellt sich damit nicht nur die Frage, welche technischen Möglichkeiten bestehen. Entscheidend ist, in welchen AML/KYC-Prozessen Künstliche Intelligenz einen nachvollziehbaren Nutzen erzielen kann und unter welchen Voraussetzungen ihr Einsatz regulatorisch belastbar und operativ kontrollierbar bleibt.

KI verändert Prozesse in Geldwäscheprävention und KYC

Mögliche Einsatzfelder von Künstlicher Intelligenz im AML/KYC-Kontext reichen von der Verarbeitung von Kundendokumenten und der Ermittlung wirtschaftlich Berechtigter über Adverse-Media-Prüfungen bis zur Priorisierung von Alerts und Unterstützung bei der Fallbearbeitung. Damit können sich bestehende Arbeitsabläufe in Compliance und Geldwäscheprävention verändern.

Der technische Fortschritt allein entscheidet jedoch nicht über den Nutzen. Finanzinstitute müssen geeignete Use Cases nach Nutzen, Umsetzbarkeit und Risiko bewerten. Dabei spielen insbesondere Datenqualität, Governance, klare Rollen und Verantwortlichkeiten sowie ein belastbarer Kontrollrahmen eine zentrale Rolle. Human Oversight bleibt ein wesentlicher Bestandteil, wenn automatisierte oder KI-gestützte Prozesse in regulatorisch sensiblen Bereichen eingesetzt werden.

Governance und Technologieauswahl als zentrale Herausforderungen

Die Einführung von KI in der Geldwäscheprävention betrifft technische, organisatorische, operative und regulatorische Fragestellungen zugleich. Modelle und Systeme müssen in bestehende Prozesse und IT-Landschaften integrierbar sein. Gleichzeitig sind Nachvollziehbarkeit, Sicherheit und die Kontrolle der Ergebnisse zu berücksichtigen.

Auch die Auswahl geeigneter Technologien und Provider erfordert deshalb mehr als einen Funktionsvergleich. Zu den relevanten Kriterien gehören unter anderem Benchmarks mit eigenen Daten, Integrationsfähigkeit, Nachvollziehbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Exit-Fähigkeit. Für einen kontrollierten Einstieg können zunächst priorisierte Use Cases definiert, anhand konkreter Ziel-KPIs erprobt und in einem Pilotprojekt unter realistischen Bedingungen überprüft werden. Erst anschließend stellt sich die Frage nach einer möglichen Skalierung.

Seminar behandelt KI-Use-Cases und kontrollierte Umsetzung

Das Online-Seminar „Künstliche Intelligenz im AML / KYC-Kontext – vom Use Case zur belastbaren Umsetzung“ der Akademie Heidelberg ordnet technologische Möglichkeiten und Anforderungen an AI-gestützte AML/KYC-Prozesse ein. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Finanzinstitute geeignete Anwendungsfälle identifizieren und einen fachlich sowie organisatorisch kontrollierten Einstieg strukturieren können.

Im Seminar werden unter anderem folgende Themen behandelt:

  • Entwicklung von Machine Learning und Natural Language Processing bis zu generativer KI und agentengestützten Workflows
  • KI-Use-Cases für wirtschaftlich Berechtigte, Kundendokumente, Adverse Media, Alert-Priorisierung und Fallbearbeitung
  • Datenqualität, Governance, Rollen, Operating Model und Human Oversight
  • Kriterien für Technologie- und Providerauswahl
  • technische, organisatorische, operative und regulatorische Hürden bei AML-Transformationen
  • strukturierter Weg vom priorisierten Use Case über einen kontrollierten Pilot bis zum skalierbaren Rollout

Im Anschluss ist zudem eine anonyme Umfrage zu AML-Sonderprüfungen und aktuellen Entwicklungen im AML-Umfeld vorgesehen. Die Ergebnisse werden den Teilnehmenden zur Verfügung gestellt und können Hinweise auf wiederkehrende Schwachstellencluster in Prüfungssituationen geben.

Relevant für Geldwäschebeauftragte, Compliance und Transformation

Das Thema richtet sich insbesondere an Geldwäschebeauftragte und Compliance-Officer sowie Fach- und Führungsverantwortliche aus AML/KYC, Operations, Prozessmanagement und Transformation. Relevant ist es für Verantwortliche, die den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Geldwäscheprävention bewerten, vorbereiten oder bestehende Prozesse technologisch weiterentwickeln.

Als Referenten wirken Carson Fladung und Stefan Pfitzmaier von der plenum AG in Frankfurt am Main mit. Carson Fladung begleitet seit mehr als zehn Jahren Finanzinstitute bei der Auslegung und Umsetzung regulatorischer Anforderungen mit Schwerpunkten in Geldwäscheprävention, Compliance sowie AML- und KYC-Prozessen. Stefan Pfitzmaier verfügt über mehr als sieben Jahre Erfahrung mit digitalen Transformationsprojekten bei Finanzinstituten und befasst sich insbesondere mit agiler Softwareentwicklung und der technologischen Umsetzung regulatorischer Anforderungen.

Termin des Online-Seminars

Das Seminar „Künstliche Intelligenz im AML / KYC-Kontext – vom Use Case zur belastbaren Umsetzung“ findet am Freitag, 30. Oktober 2026, von 10:00 bis 12:00 Uhr als Online-Veranstaltung statt. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Weitere Informationen: https://www.akademie-heidelberg.de/seminar/kuenstliche-intelligenz-im-aml-kyc-kontext-vom-use-case-zur-belastbaren-umsetzung

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