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Kleine Wohnungen: Warum die Nachfrage weiterwächst

Timothy Blumenauer im Gespräch mit jungen Wohnungssuchenden. (© Blumenauer (KI))
Timothy Blumenauer im Gespräch mit jungen Wohnungssuchenden. (© Blumenauer (KI))

(openPR) Kleine Wohnungen zählen weiterhin zu den gefragtesten Segmenten des deutschen Wohnungsmarktes. Ob zur Miete, zur Eigennutzung oder als Kapitalanlage – die Nachfrage steigt seit Jahren. Treiber dieser Entwicklung sind der demografische Wandel, veränderte Lebensmodelle und die stetig wachsende Zahl kleiner Haushalte.

Während 1871 noch durchschnittlich 4,6 Personen in einem Haushalt lebten, hat sich die Struktur grundlegend verändert. Heute besteht mehr als jeder fünfte Haushalt aus einer Einzelperson. Ihr Anteil stieg von 34 Prozent im Jahr 1994 auf über 42 Prozent im Jahr 2024, in Großstädten sogar auf rund 55 Prozent. Gründe dafür sind eine höhere Lebenserwartung, spätere Familiengründungen, mehr Scheidungen, längere Ausbildungszeiten sowie eine gestiegene berufliche Mobilität.

Besonders in Ballungsräumen trifft die hohe Nachfrage auf ein knappes Angebot. Gesucht werden vor allem bezahlbare Wohnungen mit rund 35 bis 55 Quadratmetern. Zwar entstehen wieder mehr kleine Einheiten, doch häufig handelt es sich um Micro-Apartments – ein Konzept, das vor allem für Studierende, Pendler oder Menschen mit zeitlich begrenztem Wohnbedarf geeignet ist. Für dauerhaftes Wohnen sind sie dagegen oft zu klein oder aufgrund ihrer All-inclusive-Mieten vergleichsweise teuer.

Der aktuelle Marktreport der Initiative Micro-Living zeigt, dass sich der Markt weiter ausdifferenziert. Neben klassischen Micro-Apartments gewinnen größere, flexibel nutzbare Wohnkonzepte an Bedeutung. Besonders gefragt sind Angebote für Singles, Young Professionals und Berufspendler, die modernes Wohnen mit zusätzlichen Serviceleistungen verbinden. Für die Jahre 2026 bis 2028 erwarten Marktteilnehmer zudem weitere Mietsteigerungen.

„Kleine Wohnungen bleiben auf absehbare Zeit ein knappes Gut. Die Zahl der Ein- und Zweipersonenhaushalte wächst weiter, während der Neubau den Bedarf nicht decken kann. Wer heute funktionale und bezahlbare Wohnungen entwickelt oder in dieses Segment investiert, profitiert langfristig von einer stabilen Nachfrage und einem resilienten Markt“, kommentiert Timothy Blumenauer, Geschäftsführer Blumenauer Immobilien abschließend.

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